Aufrufe
vor 3 Jahren

FLUG REVUE 01/2015

  • Text
  • Lufthansa
  • Gerst
  • Qatar
  • Tornado
  • Flug
  • Revue
  • Januar
  • Airbus
  • Embraer
  • Airlines
  • Athen
  • Luftwaffe
Alexander Gerst: Sein Blick auf die Erde. Multitalent: Tornado bleibt unverzichtbar. Erstkunde Qatar: A350 klar für den Linienflug. Pilotenbedarf: Lufthansa sagt Ausbildungskurse ab.

Business Aviation

Business Aviation Programmstart für G500 und G600 Ein „Ironbird“ (links) hilft bei der Integration und den Tests der Systeme. Die Produktion der beiden Flugzeugmuster findet in zwei neu errichteten Werkshallen in Savannah statt. Rechts: ein Rumpfheck der G500 im Montagegerüst. überbrücken und bei Mach 0.90 noch 7038 Kilometer (3800 NM). Die G600 schafft sogar 11 482 Kilometer (6200 NM) bei Mach 0.85 und 8890 Kilometer (4800 NM) bei Mach 0.90. Bei einem typischen Langstreckenflug sind die Nutzer bis zu eine Stunde schneller am Ziel als mit einem Business Jet älteren Baujahrs. Als Antrieb für die beiden neuen Zweistrahler wählte Gulfstream zum ersten Mal in der Firmengeschichte eidruckhöhe nur 4850 Fuß (1578 m). Der Hersteller geht davon aus, dass es ihm gelingt, die leisesten Kabinen aller Business Jets zu bauen. GROSSE REICHWEITE BEI HOHER GESCHWINDIGKEIT Beide Flugzeuge sind auf Langstrecken zu Hause. Bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.85 kann die G500 – so die Konstrukteure – 9260 Kilometer (5000 NM) ohne Zwischenlandung bieten, bei denen die Temperatur separat gesteuert werden kann. Die G600 erhält auf Kundenwunsch vier Kabinenbereiche. Die Innenausstattung ist flexibel gestaltbar. So kann die Galley entweder im vorderen oder im hinteren Teil der Business Jets untergebracht werden. Ein hoher Kabinendruck sorgt für eine angenehme Atmosphäre an Bord. Selbst wenn die G500/G600 in maximaler Reiseflughöhe von 51 000 Fuß (15 544 m) fliegt, beträgt die Kabinen- Der Erstflug der G500 steht unmittelbar bevor. Zur Premiere rollte sie bereits mit eigenem Antrieb vor das staunende Publikum. 40 FLUG REVUE JANUAR 2015 www.flugrevue.de

Daten Gulfstream G500 / G600 Antrieb G500 G600 Hersteller Pratt & Whitney Canada Typ PW814GA PW815GA Startschub je 67,3 kN 69,75 kN Abmessungen Spannweite 26,55 m 28,96 m Länge 27,78 m 29,29 m Höhe 7,78 m 7,70 m Kabinenlänge 12,65 m 13,77 m Massen und Mengen maximale Startmasse 34859 kg 41 579 kg maximale Nutzlast 2495 kg 2722 kg Treibstoffvorrat 13 086 kg 17 581kg Passagiere (maximal) 18 18 Flugleistungen Startstrecke 1585 m 1737 m maximale Reichweite 9260 km 11 482 km Landestrecke 945 m 945 m nen Antrieb von Pratt & Whitney Canada. Das PW800 soll bereits Ende 2014 zugelassen sein (siehe FLUG REVUE 12/2014). Das Triebwerk ist eine komplette Neuentwicklung innerhalb der PurePower-Familie. Es glänzt durch einen geringen spezifischen Treibstoffverbrauch, niedrige Emissionen und soll geringe Wartungskosten aufweisen. 10 000 STUNDEN ZWISCHEN ZWEI ÜBERHOLUNGEN So müssen die Triebwerke beispielsweise erst nach 10 000 Betriebsstunden überholt werden und benötigen keine Midlife-Inspektion mehr. Die PW800 sollen zusammen mit dem von Gulfstream entwickelten Flügel für eine „in der Industrie Maßstäbe setzende Treibstoffeffizienz“ der beiden Muster sorgen. Der Hersteller wird bei der G500 und G600 stärker auf Zulieferer setzen als bei bisherigen Programmen und lediglich die Flügel und die Leitwerke selber bauen. Das Avionikpaket in den beiden neuen Jets heißt „Symmetry“ und beruht auf dem Honeywell Primus Epic, das Gulfstream an die eigenen Bedürfnisse anpasst. Bei der G500 und der G600 werden Gulfstream-Piloten erstmalig einen Sidestick anstelle der traditionellen Steuerhörner im Cockpit vorfinden. Sie sind elektronisch miteinander verbunden, so dass jeder Pilot immer sieht und spürt, welche Steuerinputs der andere Pilot gerade gibt. Zur Premiere der beiden neuen Muster konnte Larry Flinn gleich zwei Erstkunden präsentieren. Qatar Executive, die Business-Aviation-Tochter von Qatar Airways, unterschrieb eine Kaufabsichtserklärung über insgesamt 20 Flugzeuge der Typen G500 und G650ER, während das Fractional-Ownership-Unternehmen Flexjet aus Dallas, Texas, 22 Gulfstreams (zehn G450, sechs 500, sechs G650) fest bestellte und Optionen für weitere 28 Flugzeuge zeichnete. Das Doppelprogramm war bei seiner offiziellen Vorstellung schon weit fortgeschritten. Der Erstflug der G500 ist für Die G600 folgt ihrer kleinen Schwester mit einem Abstand von 12 bis 18 Monaten zum Erstflug. 2015 geplant und dürfte in der ersten Jahreshälfte erfolgen. Die G600 folgt ihrer kleinen Schwester mit einem Abstand von 12 bis 18 Monaten, hieß es vom Hersteller. Als Zulassungstermin (FAA und EASA) für die G500 strebt Gulfstream das Jahr 2017 an, die Erstauslieferung an einen Kunden kann aus heutiger Sicht 2018 erfolgen. Die erste G600 soll dementsprechend 2019 an einen Kunden übergeben werden. FR Flexjet-Chef Mike Silvestro (rechts) ist einer der Erstkunden für die G500. Links: Gulfstreams Präsident Larry Flinn. Fotos: Gulfstream Aerospace www.flugrevue.de FLUG REVUE JANUAR 2015 41

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
FLUG REVUE 06/2015
FLUG REVUE 05/2015
FLUG REVUE 04/2015
FLUG REVUE 03/2015
FLUG REVUE 02/2015
FLUG REVUE 01/2015
FLUG REVUE 12/2014

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG