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FLUG REVUE 01/2015

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Alexander Gerst: Sein Blick auf die Erde. Multitalent: Tornado bleibt unverzichtbar. Erstkunde Qatar: A350 klar für den Linienflug. Pilotenbedarf: Lufthansa sagt Ausbildungskurse ab.

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Panavia Tornado mit ASSTA 3 Die Buddy-Buddy-Luftbetankung gehört zum Repertoire. Die ECR-Tornados bekämpfen mit ihren HARM-Lenkwaffen die Flugabwehr. nen, während das TaktLwG 33 in Büchel einen Buchbestand von 46 Flugzeugen hat und das Fliegerische Ausbildungszentrum in Holloman, New Mexico, 14 Jets. Allerdings fliegen im Norden der Republik mit der Version ECR (Electronic Combat Reconnaissance) 20 der neuesten, in den Jahren 1990 bis 1992 ausgelieferten Tornados der Luftwaffe. Deren Hauptwaffe ist die AGM-88B HARM (High-speed Anti-Radiation Missile), eine Luft-Boden-Rakete zur Bekämpfung von radargestützten Flugabwehrsystemen. Die anderen fünf Maschinen sind German Trainer (GT), die in weiten Teilen der Jagdbomberversion IDS (Interdiction Strike) entsprechen, aber über eine Doppelsteuerung im hinteren Cockpit und im Gegensatz zu den ECR über zwei Mauser-27-Millimeter- Bordkanonen verfügen. Von diesen 25 Jets sind allerdings bisher nur sieben auf den neuen Standard umgerüstet worden, drei ECR und vier GT. „Der Rest ist noch auf dem Stand ASSTA 1F, wird aber nach und nach folgen“, sagt Major Andreas Hauke, Tornado-Pilot und Lei- Fotos: Stefan Petersen Die 1. Staffel des Geschwaders in Jagel verfügt über 25 Tornados. Zur Bewaffnung zählt auch die IRIS-T. Der große Platz in Jagel hat zwei Shelterschleifen. 50 FLUG REVUE JANUAR 2015 www.flugrevue.de

Für die Crews ist eine Ausbildung in mehreren Einsatzrollen erfoderlich. ter der Standardisierungsgruppe des Geschwaders. Von der Modernisierung ist der 37-Jährige sehr angetan: „Das Lagebewusstsein hat sich durch ASSTA 3 stark verbessert“, sagt Hauke, „und alles ist sehr anwenderfreundlich.“ Auf der Karte im neuen zentralen Digitaldisplay würden zum Beispiel alle relevanten Schussdaten der HARM angezeigt und grafisch umgesetzt: „Wenn man die Parameter innerhalb dieses Symbols hält, geht die Waffe ins Ziel.“ Ein großer Sprung gegenüber vorher sei auch der neue Radarwarnempfänger; an dessen goldfarbenen Antennenabdeckungen am Leitwerk und unter dem Vorderrumpf ist ein ASSTA-3-Tornado leicht zu erkennen. Die wahren Werte verbergen sich allerdings im Inneren: der neue Hauptcomputer zum Beispiel, das abhörsichere Funksystem und das integrierte Informationsverteilungssystem MIDS (Multifunctional Information Distribution System), ein verbessertes Link 16. Dabei ist ASSTA 3 nur eine Interimslösung: „ASSTA 3.1 kommt als zweite Stufe, die Zulassung läuft derzeit.“ In dieser Version werden auch die beiden seitlichen TV-Tabs im hinteren Cockpit durch Farbdisplays ersetzt. Alle Jageler Besatzungen – und das sind immerhin rund 30 Crews in der 1. Staffel und in den Stäben – werden für die Bedienung von ASSTA 3 geschult, so BESSERE ELEKTRONIK ERLEICHTERT EINSATZ Hauke weiter. „Am Anfang stehen drei bis vier Tage Theorie und die Cockpiteinweisung.“ Waffensystemoffiziere und Fluglehrer machen im Anschluss zwei Trainingsflüge, Piloten ohne Fluglehrberechtigung nur einen. Die Möglichkeiten im Frontsitz haben sich ebenfalls verbessert: „Der Flugzeugführer kann jetzt zum Beispiel mittels eines Repeaters sehen, welche Fotos der WSO mit dem Recce-Lite-Aufklärungsbehälter macht, und auch vom vorderen Cockpit aus den Recce Lite manuell steuern.“ Der kann im Übrigen nur noch mit ASSTA-3-ECR-Tornados geflogen werden, weil in den anderen Maschinen die entsprechenden Verkabelungen fehlen. „Die alten Nassfilmbehälter benutzen wir gar nicht mehr“, so Hauke. Vier Recce-Lite-Pods sind derzeit im Bestand des Geschwaders, vier weitere kommen noch dazu – im Laufe des Jahres 2015 sollen alle in Jagel sein. Zwar hat das Takt-LwG 51 „I“ die technische Ausstattung für die Auswertungskomponente noch nicht in vollem Umfang zur Verfügung, doch die Assignierung des Verbandes in diesem Jahr mit einem Modul von sechs Recce-Tornados zur NATO Response Force NRF, der schnellen Eingreiftruppe der Allianz, konnte dennoch sichergestellt werden. Obwohl beide Hauptaufgaben, Aufklärung und SEAD (Suppression of Enemy Air Defence – Niederhaltung der gegnerischen Luftabwehr), gleichberechtigt www.flugrevue.de FLUG REVUE JANUAR 2015 51

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