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FLUG REVUE 01/2015

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Alexander Gerst: Sein Blick auf die Erde. Multitalent: Tornado bleibt unverzichtbar. Erstkunde Qatar: A350 klar für den Linienflug. Pilotenbedarf: Lufthansa sagt Ausbildungskurse ab.

News RAUMFAHRT Foto: ESA

News RAUMFAHRT Foto: ESA LACHENDES UND WEINENDES AUGE Dreipunktlandung auf dem Kometen Das Landegerät Philae der ESA-Mission Rosetta hat geschafft, was noch nie zuvor versucht worden war: die Landung auf einem Kometen. So weit die gute Nachricht. Die weniger gute lautet, dass nach dem ersten Aufsetzen die Harpune versagte, die das Gerät auf der Oberfläche fixieren sollte; Philae prallte zurück ins All, setzte nach fast zwei Stunden wieder auf und hüpfte dann noch einmal sieben Minuten weiter. Endlich stand er auf dem Kometen, doch eben nicht da, wo er eigentlich stehen sollte. Scheinbar unbeschädigt lieferte Philae dann einige Bilder und jede Menge Daten, wobei er aus dem Lander Control Center des DLR in Köln gesteuert wurde. Offensichtlich bekommen seine Solarzellenflächen am jetzigen Standort jedoch nicht genügend Licht von der Sonne, um die Bordbatterie aufzuladen. Nach knapp 60 Stunden war der Strom verbraucht und der Lander schaltete sich in einen Schlafmodus. Dennoch haben die Wissenschaftler Grund zu hoffen, dass sich Philae bei der weiteren Annäherung des Kometen wieder bei ihnen melden wird. Einen Vorteil hat der schattigere Landeplatz: Philae wird bei der Annäherung an die Sonne nicht so schnell überhitzen, sondern von der stärkeren Sonneneinstrahlung profitieren. Foto: NASA NASA macht Wind sichtbar Statt eines Satelliten für die Beobachtung ozeanischer Winde nutzt die NASA seit kurzem ein neues Gerät an Bord der Internationalen Raumstation, das sogenannte „ISS Rapid Scatterometer“. Damit sollen zwei Jahre lang Windrichtungen und -stärken gemessen werden, um Beiträge für Klimastudien und Wettervorhersagen zu leisten. Die Kalibrierung des Geräts dauerte zwei Monate und erfolgte mit Hilfe eines Datenabgleichs von Messergebnissen des Satelliten QuikScat sowie diverser Bodenstationen. 80 FLUG REVUE JANUAR 2015

Auftrag für CHEOPS vergeben Boeing 702SP spart Platz und Gewicht Airbus Defence and Space ist Hauptauftragnehmer für CHEOPS (Characterising Exoplanet Satellite), die erste Kleinmission im Rahmen des Wissenschaftsprogramms der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Ziel der Mission ist die Beobachtung von Planetentransits. Zu diesem Zweck werden bekannte Sterne, die von Planeten umkreist werden, mit hochpräziser Photometrietechnik untersucht. Bei der Überwachung der Helligkeit eines Sterns suchen die Wissenschaftler nach Zeichen des Transits eines Planeten, wenn dieser kurz vor seinem Stern vorbeizieht. So kann der Satellit den genauen Radius des Planeten ermitteln. Bei Planeten mit bekannter Masse lässt sich zudem deren Dichte und innere Struktur feststellen. Foto: RUAG Space RUAG druckt fürs All RUAG Space aus der Schweiz will schon bald Satelliten mit Bauteilen ausrüsten, die aus einem 3D-Drucker kommen. Das soll Gewichts- und Kostenvorteile bringen. In einem Pilotprojekt haben Spezialisten des Unternehmens bereits eine Halterung für die Antenne eines Erdbeobachtungssatelliten gebaut (siehe Bild). Boeing in El Segundo hat erstmals zwei Kommunikationssatelliten des Typs 702SP (Small Platform) für einen Doppelstart präpariert, der Anfang 2015 stattfinden soll: ABS-3A und Eutelsat 115 West B sind die ersten Raumflugkörper mit ausschließlich elektrischen Bordtriebwerken für den regulären Dienst. Das System 702SP wurde bei Boeing Network & Space Systems in Kooperation mit den Phantom Works entwickelt und bringt weit weniger Gewicht auf die Waage als ein Satellit mit herkömmlichem chemischem Antrieb. Damit steht mehr Nutzlast zur Verfügung. Neutrinos aus dem Schwarzen Loch Das gigantische Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße ist möglicherweise die Quelle von Neutrinos. Wenn sich diese Annahme bestätigt, wäre dies das erste Mal, dass die Spur solch mysteriöser Teilchen direkt zu einem Schwarzen Loch führt. NASA-Wissenschaftler werten derzeit noch die Beobachtungen der Satelliten Chandra, Swift und NuSTAR aus, um Beweise für ihre Theorie zu finden. Neutrinos sind ladungsfreie Teilchen, die nur sehr schwach mit Protonen und Elektronen reagieren. Daher können sie riesige Strecken im Universum zurücklegen, ohne von Materie oder Energie absorbiert zu werden. Seit 2010 konnten im IceCube Neutrino Observatory am Südpol 36 Neutrinos „eingefangen“ werden. Foto: Boeing Foto: NASA „Wir sind sehr erleichtert, dass der Lander Philae sicher auf der Oberfläche des Kometen steht.“ Stephan Ulamec, Projektleiter beim DLR www.flugrevue.de FLUG REVUE JANUAR 2015 81

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