Aufrufe
vor 2 Jahren

FLUG REVUE 01/2016

  • Text
  • Flug
  • Revue
  • Januar
  • Airbus
  • Luftwaffe
  • Lufthansa
  • Eurowings
  • Vulcan
  • Boeing
  • Flugzeuge

Zivilluftfahrt Neue

Zivilluftfahrt Neue Eurowings geht auf Langstrecken bine findet man allerdings, anders als bei der neuen Eurowings, ein komplettes Lufthansa-Angebot mitsamt regulärer Lufthansa Business Class und regulärem Lufthansa-Essen. Nur die Erste Klasse wird auf den „Jump“-Routen mit ihrem stets touristischen Schwerpunkt grundsätzlich nicht angeboten. Natürlich befliegt Eurowings nicht nur Langstrecken. Auch im Kurz- und Mittelstreckenverkehr will das Unternehmen wachsen. Dazu lässt Lufthansa die Marke „Germanwings“ auslaufen, um sie durch die weniger national und dafür europäischer gefärbte Marke „Eurowings“ zu ersetzen. Schon im Januar 2016 soll die Verwendung der Marke GROSSE EUROPA-PLÄNE FÜR DIE NEUE EUROWINGS-TOCHTER IN ÖSTERREICH Germanwings beendet werden. Germanwings-Flugzeuge tragen ihre Farben aber noch bis zur jeweils nächsten planmäßigen Neulackierung. Schon als neue Marke startete Eurowings am 9. November ihren Betrieb an einer neuen Basis in Wien. Die österreichische Landeshauptstadt spielt eine derart wichtige Rolle, dass hier mit der im August 2015 gegründeten EWAT GmbH (Eurowings Austria) ein Tochterunternehmen entsteht, das ab Sommer 2016 die ersten beiden Eurowings-Flugzeuge mit österreichischer Registrierung betreiben und eigenes Personal beschäftigen soll. Sechs Flugzeuge mit österreichischer Betriebslizenz (AOC) sind für diese Tochter bereits fest vorgesehen, die einmal den Großteil der künftigen Eurowings-Flotte für ganz Europa betreiben könnte. Die Verwaltungszentrale und Direktion von Eurowings residiert dagegen bei der Eurowings Commercial and Service GmbH in Köln, im bisherigen Germanwings-Hauptquartier. Hier, in der Verkehrszentrale Integrated Operations Control Center – IOCC, überwachen und steuern 14 Mitarbeiter unter Berücksichtigung der aktuellen Wetterlage rund um die Uhr die Einsätze der Flotte und Besatzungen, die Wartung und die Passagierbetreuung. Derzeit sind es 16 Bombardier CRJ900, 43 Airbus A319, 25 Airbus A320, die geleaste Boeing 767 von TUI und der erste Airbus A330. Letzterer wird im reinen Flugbetrieb von SunExpress Deutschland betreut. Zwischen Januar 2016 und Februar 2017 kommen 23 fabrikneue A320ceo zur Eurowings will in Wien wachsen Fotos: AirTeamImages – TT, Rafael Manka, FLUG REVUE/Steinke Ab März 2016 startet in Wien die neue Tochter EWAT GmbH ihren Flugbetrieb mit zwei dort stationierten Airbus A320-200. Jeden Monat soll ein Flugzeug hinzukommen, sodass im Dezember 2017 schon 20 Flugzeuge eingesetzt würden. Für das Jahr 2016 sucht EWAT 120 Piloten und 240 Flugbegleiter, für 2017 wird mit 270 Piloten und 530 Flugbegleitern geplant. EWAT zielt auf betont preisbewusste Kunden und soll sich innerhalb der Lufthansa- Gruppe unterhalb von Austrian Airlines positionieren. Damit sei sie deren „komplementäre Ergänzung“ am Standort Wien, so Eurowings. EWAT könnte künftig auch an anderen Standorten wachsen. Als mögliche weitere Eurowings-Basen hat Lufthansa bereits Brüssel und Basel ins Spiel gebracht. Im Standortrennen um die ersten Eurowings-Langstrecken waren auch die Bewerber-Flughäfen München und Düsseldorf. 26 FLUG REVUE Januar 2016 www.flugrevue.de

TUI hilft Eurowings mit dieser Boeing 767-300ER drei Winterhalbjahre lang. Flotte, die dann, dank der neuesten Airbus-Kabinenvariante mit verdichteter Bestuhlung sowie kleineren Küchen und Toilettenräumen, 180 statt 174 Passagiere befördern können. Dafür sollen 17 Bombardier CRJ900 und sieben Airbus A320 mit 174 Sitzen die Germanwings- Flotte verlassen. Mit der neuen Eurowings will Lufthansa dichter an den Erzrivalen Ryanair herankommen und, erstmals in Kontinentaleuropa, ihre Angebots-Bandbreite um direkte Niedrigpreis-Langstreckenflüge erweitern. Karl Ulrich Garnadt sieht den Erfolg von Eurowings als existenzwichtig für den ganzen Konzern an: „Wir wollen wieder Trendsetter werden am Markt. Die Lufthansa-Gruppe soll mit durchdachten Konzepten, mehr als in den letzten 20 Jahren, wieder neue Kundensegmente erreichen. Wenn Lufthansa in den nächsten Jahren nicht die Transformation schafft, hat die Lufthansa-Gruppe keine Perspektive“, warnt der Konzernvorstand. Gleichzeitig wirbt er, Eurowings wolle zwar niedrigere, aber „marktübliche“ Gehälter zahlen. Das Gehaltsniveau bei Ryanair und Norwegian sei in diesem Zusammenhang „nicht marktüblich“. Zwei Jahre lang gibt sich der Konzern Zeit, um den Erfolg des neuen Konzepts zu ermessen. Eine besondere He-rausforderung für Eurowings dürfte ihre, bei reinrassigen Billigairlines aus Kostengründen sonst nicht übliche Abfertigung von Umsteigern sein. So könnte, laut Vorhersagen, in Köln/Bonn bis zu einem Drittel der Langstreckenpassagiere per Zubringerflug anreisen. Mittelfristig sollen weitere deutsche und europäische Standorte und Partnerschaften mit weiteren Airlines das Netz verdichten und noch mehr Direktflüge ermöglichen. FR Im Europaverkehr will Eurowings stark wachsen und weitere Standorte aufbauen. www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2016 27

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
FLUG REVUE 06/2015
FLUG REVUE 05/2015
FLUG REVUE 04/2015
FLUG REVUE 03/2015
FLUG REVUE 02/2015
FLUG REVUE 01/2015
FLUG REVUE 12/2014

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG