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FLUG REVUE 01/2016

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Zivilluftfahrt

Zivilluftfahrt Nordkoreas neuester Flughafen sich die Nordkoreaner aber für den nächsten Tag aufgehoben: Die Gruppe, wegen ihrer Größe auf eine Il-18, eine Tu-134 und zwei An-24 verteilt, startete in Pjöngjang nämlich zu einem bislang unbekannten Inlandsziel, dem Flughafen von Wonsan. ÜBERRASCHUNGSFLUG MIT UNBEKANNTEM ZIEL Dieser als Militärflughafen entstandene und weiterhin von Ausbildungseinheiten genutzte Airport der Küstenstadt liegt östlich von Pjöngjang. Innerhalb eines Jahres wurde hier ein neues, ziviles Terminal aus dem Boden gestampft. Als erster Passagierflug schwebte die 1969 gebaute Il-18D, P-835 am 24. Sep- tember als Flug JS7551 zur Landung ein. Danach folgten die Tu-134 und die beiden An-24 mit den restlichen Gruppenteilnehmern. Angeblich war erst am Vorabend grünes Licht für die ungewöhnliche Premiere mit den westlichen Besuchern gegeben worden. Neben einer Vorfeldbesichtigung war auch ein ausgiebiger Besuch des neuen Abfertigungsgebäudes möglich. Seinen neuen Flughafen in Wonsan hat Nordkorea ausdrücklich als „internationalen Flughafen“ konzipiert, an dem Auslandsflüge ohne Umweg über Pjöngjang direkt abgefertigt werden können. Neben Stränden, an denen gerade die ersten westlichen Surfer zu Gast waren, hat die Gegend um Wonsan auch eine Busstunde entfernt Berge mit völlig neu angelegten Skigebieten mitsamt Hotels Der Flughafen Wonsan wirkt moderner als der Hauptstadtairport. 32 FLUG REVUE Januar 2016 www.flugrevue.de

Das Tribünengebäude öffnet nur für Sonderveranstaltungen. Die Flugzeugfans durften sich auf den Rollwegen frei bewegen. Die Landung der Tu-134 konnte aus nächster Nähe beobachtet werden. Die Flughafenbar mit Großraum- flugzeug- Feeling. für Ausländer zu bieten. Damit erhofft sich Nordkoreas Regierung neue Einnahmequellen für harte Währung durch ausländische Besucher. Wanddekorationen im Flughafenrestaurant mit Fotomotiven aus London und Paris belegen, dass Nordkorea dabei auch nach Europa blickt. Eine Besonderheit des weiterhin auch als Militärflughafen genutzten Geländes von Wonsan ist sein in Sichtweite neu errichtetes, separates „Tribünengebäude“ mit Aussichtsturm, von dem man bei besonderen Anlässen sowohl Flugvorführungen beobachten kann als auch militärische Landemanöver an der Küste oder Regatten auf dem Meer. Nach einer Übernachtung in einem Fünf-Sterne-Ski-Resort starteten die Reiseteilnehmer zum Rückflug. Dabei wurde die Ankunftshalle auch für den Abflug genutzt, da der eigentliche Abflugbereich sich noch im Bau befindet. Die zivile Luftfahrt Nordkoreas ist durchaus noch entwicklungsfähig. Noch gibt es keinen planmäßigen Inlandsflugverkehr, und die meisten Flughäfen und die Infrastruktur gehören alleine dem Militär. Dennoch will Nordkoreas Regierung den Luftverkehr ankurbeln. NEUE TOURISTENRUNDFLÜGE ÜBER DER HAUPTSTADT Als erste Neuerung kündigte Nordkoreas Tourismusbehörde NTA Anfang November an, ab sofort touristische Rundflüge über der Hauptstadt Pjöngjang und deren Umgebung anzubieten. Die täglich angebotenen Flüge werden mit Gerät der staatlichen Fluggesellschaft Air Koryo durchgeführt. Zum Einsatz kommen, je nach Bedarf und Gruppengröße, Helikopter sowie zwei- bis 40-sitzige Flugzeuge unterschiedlicher Typen. Die Flugdauer variiert zwischen 30 und 60 Minuten. Der Flug in einer 40-sitzigen Antonow An-24 wird ab 90 Dollar pro Person verkauft. Ein Platz an Bord eines Mil-Mi-17-Hubschraubers gibt es ab 120 Dollar pro Person. Weitere Flugzeugmuster wurden noch nicht genannt. Künftig sollen aber auch noch kleinere Flugzeuge eingesetzt Fotos: Lutz Schönfeld www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2016 33

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