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FLUG REVUE 01/2016

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Business Aviation NBAA

Business Aviation NBAA 2015 in Las Vegas Fotos: Volker K. Thomalla (3) und China. Dabei ist der Bestand an gebrauchten Business Jets wieder auf ein Niveau von vor 2008 zurückgefallen. Nur rund zehn Prozent der aktiven Flotte an Geschäftsreisejets stehen derzeit zum Verkauf und „behindern“ den Verkauf von Neuflugzeugen. Charles Park, Direktor für Marktanalysen bei Honeywell, sagte bei der Vorstellung der Marktstudie am Vorabend der NBAA in Las Vegas: „Neue Flugzeugmuster sind entscheidend für eine stärkere Nachfrage ab 2018. Es zeichnet sich ganz klar ab, dass Nordamerika die treibende Kraft hinter der Wiederbelebung des Marktes sein wird.“ DIE MARKTPROGNOSEN LIEGEN DICHT BEIEINANDER Mit dieser Prognose liegt Honeywell sehr nahe an der Marktvorhersage des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer, der in Las Vegas ebenfalls seine neueste Prognose vorstellte: Die Brasilianer erwarten für die nächsten zehn Jahre einen Bedarf für 9100 neue Business Jets im Wert von 259 Milliarden US-Dollar. Auch Embraer geht davon aus, dass die USA der größte Markt für dieses Segment der Luftfahrt bleiben werden. An neuen Mustern gab es auf der dreitägigen Messe Mitte November in der Spielerstadt im US-Bundesstaat Nevada keinen Mangel. Die größte Überraschung präsentierte allerdings ein bekanntes Muster, das aber erst in einigen Jahren fliegen wird: Die Aerion Corporation präsentierte mit dem amerikanischen Fractional-Ownership-Unternehmen Flexjet einen Erstkunden für den dreistrahligen Überschall-Geschäftsreisejet Aerion AS2. Flexjet hat 20 AS2 im Wert von 2,4 Milliarden Dollar fest bestellt und die Ernsthaftigkeit des Auftrags mit einer nicht rückzahlbaren Anzahlung unter Beweis gestellt. Aerion hat auch Bestellungen von Einzelkunden, die aber nicht genannt werden wollen. Die AS2 soll über Land mit hoher subsonischer Geschwindigkeit fliegen und über Wasser auf eine Reisegeschwindigkeit von Mach 1.5 beschleunigen. Damit unterbietet das acht bis zwölf Passagiere fassende Muster die Reisedauer über den Atlantik in einem normalen Verkehrsflugzeug um rund zwei Stunden, bei Transpazifikflügen soll sich die Zeiter- Die Kabine der Cessna Citation Latitude lockte viele Messebesucher. NEUE MUSTER GEBEN NACHFRAGE-IMPULSE sparnis auf bis zu sechs Stunden addieren. Die angestrebte Reichweite der AS2 liegt bei 4750 NM, also 8802 km. Die Aerion Corporation entwickelt das Flugzeug in Zusammenarbeit mit der Airbus Group und will selbst als Hersteller auftreten, sagte Brian Barents, der Co-Vorsitzende der Aerion Corporation in Las Vegas. Die Firma ist momentan aktiv auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Werk. Der Zeitplan für das Projekt sieht einen Erstflug der AS2 im Jahr 2021 vor. Die ersten Auslieferungen an Kunden könnten 2023 beginnen. Sehr viel weiter mit seinem neuesten Flugzeugprogramm ist da Gulfstream 38 FLUG REVUE Januar 2016 www.flugrevue.de

Citation Hemisphere Cessna zeigte eine Rumpfsektion des neuen Jets Citation Hemisphere. Über die Citation Hemisphere sagte der zu Textron Aviation gehörende Hersteller Cesssna Aircraft Company auf der NBAA recht wenig: Die angestrebte Reichweite des neuen Business Jets soll bei 4500 NM (8334 km) liegen, der Erstflug soll 2019 erfolgen. Auf der Messe stellte Cessna ein Modell eines Rumpfsegments der Hemisphere aus, mit dem der maximale Kabinendurchmesser von 2,59 m eindrucksvoll demonstriert wurde. „Der Markt ist reif für ein neues Flugzeug in dieser Kategorie“, sagte Textron-Aviation-Chef Scott Ernest, „immerhin hat es in dieser Kategorie seit 20 Jahren kein neues Muster gegeben.“ Bislang sei noch kein Zulieferer benannt worden, auch die Wahl des Triebwerks sei noch nicht erfolgt. Dassault brachte eine nicht ausgerüstete Falcon 8X nach Las Vegas. lassung erhalten. Die ersten Kunden sollen ihr neues Flugzeug 2018 übernehmen können. Direkt nach der NBAA gab Gulfstream bekannt, dass die beiden Prototypen T2 und T3 am selben Tag zu ihren Jungfernflügen gestartet waren und nun mit ihrem Flugtestprogramm begonnen haben. Parallel zur Flugerprobung der G500 läuft das Bodentestprogramm in verschiedenen Einrichtungen weiter. Bislang hat Gulfstream im „Iron Bird“ sowie auf dem Systemintegrationspüfstand über 41 000 Flugstunden simuliert, um eine möglichst hohe Systemreife bei der Einführung des neuen Musters bieten zu können. Für die G600 wurde die Designüberprüfung beendet. Auch die Windkanaltests sind abgeschlossen. Vom ersten Prototyp sind sowohl die Cockpit- als auch eine Rumpfsektion fertig, während die Flügel kurz vor Messebeginn aus den Montagevorrichtungen genommen worden sind. Mit dem Erstflug der G600 rechnet Gulfstream für 2017, die Erstauslieferung könnte 2019 erfolgen. SILVERCREST-TURBOFAN WIRD ZUM PROBLEM FÜR DIE 5X Der französische Business-Jet-Hersteller Dassault Aviation hatte die sechste Falcon 8X nach Las Vegas mitgebracht. Der dreistrahlige Langstreckenjet war nur Tage zuvor im Werk in Bordeaux- Mérignac zum Flug über den Atlantik gestartet. Er präsentierte sich in Nevada als „grünes“ Flugzeug, das heißt ohne Inneneinrichtung und ohne Lackierung. Beides erhält das Flugzeug in Little Rock im US-Bundesstaat Arkansas, wo die Ausrüstung und Lackierung der meisten Falcon-Jets erfolgen. Aerospace aus Savannah. Das zum General-Dynamics-Konzern gehörende Unternehmen hatte den ersten Prototyp der Gulfstream G500 nach Las Vegas geschickt, um ihn der Öffentlichkeit zu präsentieren (siehe Foto S. 36/37). Bis zum ersten Tag der NBAA hatte der werksintern T1 genannte Jet auf 46 Flügen rund 170 Flugstunden gesammelt. Der längste Flug hatte fünf Stunden und 22 Minuten gedauert, und die im Rahmen der bisherigen Erprobung erreichte Höchstgeschwindigkeit hatte Mach 0.995 betragen. Das von zwei Pratt & Whitney-PW814GA-Turbofans angetriebene Muster soll 2017 seine Musterzuwww.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2016 39

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