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FLUG REVUE 01/2016

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Business Aviation NBAA

Business Aviation NBAA 2015 in Las Vegas Fotos: Airbus, Boeing Business Jets, Pilatus Aircraft Das Flugerprobungsprogramm schreitet im angestrebten Tempo voran, sodass Dassault fest von der Zulassung der 8X gegen Mitte des nächsten Jahres ausgeht. Bei dem größten und modernsten Geschäftsreisejet aus dem Haus Dassault, der Falcon 5X, geht es dagegen nicht nach Plan zu: Philippe Petitcolin, der Hauptgeschäftsführer (CEO) des Triebwerksherstellers Safran, musste Ende Oktober gegenüber Investoren eingestehen, dass das Silvercrest-Triebwerk für die Falcon 5X sich noch weiter verspätet als im Sommer befürchtet. Petitcolin ging von Verspätungen von maximal 18 Monaten aus. Dassault hat deswegen die Arbeiten an der Fertigstellung der 5X verlangsamt. Bislang war Dassault davon ausgegangen, den Jet mit einer Reichweite von 5200 NM (9630 km) bis zum Sommer 2016 zugelassen zu haben. Nach den Aussagen des Safran-Chefs muss bezweifelt werden, ob die 5X bis zu diesem Termin überhaupt ihren Erstflug schafft. BOMBARDIER KONZENTRIERT SICH AUF GLOBAL 7000 Mit Verspätungen hat auch Bombardier Aerospace seine Erfahrungen. Der kanadische Flugzeughersteller hatte erst Ende Oktober das endgültige Ende des Learjet 85 verkündet, nachdem dem Programm im Januar eine „Pause“ verordnet worden war. Der Ultralangstreckenjet Global 7000, der zusammen mit dem Global 8000 gestartet worden war, leidet ebenfalls unter einer Verspätung von rund 24 Monaten. Doch nun sind die ersten beiden fliegenden Prototypen des Global 7000 auf der Endmontagelinie des Werks in Downsview, Ontario. Bombardier hat als neues Ziel für die Indienststellung des von zwei GE-Aviation- Passport-Turbofans angetriebenen Business Jets nun die zweite Jahreshälfte 2018 ins Auge gefasst. Mit einer Reichweite von 7400 NM (13 705 km) wird der Global 7000 einer der Business Jets mit der größten Reichweite sein. Allerdings nur so lange, bis der große Bruder, der Global 8000, auf den Markt kommt. Er soll 7900 NM (14631 km) Reichweite aufweisen. Bislang hatte Bombardier Aerospace gesagt, dass der Global 8000 ein Jahr nach dem Global 7000 auf den Airbus erfreut sich einer großen Nachfrage für die ACJ320neo-Familie. Das zweite Exemplar der Pilatus PC-24 flog am 16. November 2015. Markt kommen sollte. In Las Vegas wurde kein neuer Zeitplan für den Global 8000 bekanntgegeben, man konzentriere sich derzeit auf den 7000er. Die Cessna Aircraft Company war mit der gesamten Bandbreite ihrer Citation-Produktpalette im Static Display auf der NBAA vertreten. Dort überraschte die Firma die NBAA-Besucher mit einem kompletten, aber nicht flugfähigen Modell der Cessna Citation Longitude. Das Flugzeug soll zusammen mit der gerade erst zertifizierten Citation Latitude (siehe FR August 2015) und der in Las Vegas erstmalig vorgestellten Citation Hemisphere (siehe Kasten) eine 40 FLUG REVUE Januar 2016 www.flugrevue.de

DIE PC-24 WIRD AUCH IN ARIZONA GETESTET neue Familie innerhalb des Jet-Portfolios des Herstellers aus Wichita bilden. Die Citation Longitude ist in der Klasse der Super Midsize Jets angesiedelt und kann bis zu zwölf Passagiere transportieren. Ernest Scott, der Präsident und Hauptgeschäftsführer von Textron Aviation, sagte in Las Vegas: „Die Die neuen Split Scimitar Winglets sind jetzt Standard an den BBJs. Longitude wurde entwickelt, um das Segment der Midsize Jets zu revolutionieren.“ Dazu ist sie mit einer Reichweite von 3400 NM (6297 km) versehen. Dies sind rund 600 NM weniger als noch zum Programmstart der Longitude. In der Kabine soll selbst bei maximaler Flughöhe der Kabinendruck nicht unter den Druck sinken, der in 5950 ft (1813 m) herrscht, was dem Wohlbefinden der Passagiere dient. Alle Kabinenfunktionen wie Licht, Temperatur, Audio können die Passagiere der Longitude über Smartphone oder Tablet steuern. Der Zweistrahler soll Mitte 2016 seinen Erstflug absolvieren und nach einem Jahr Flugerprobung Mitte 2017 zugelassen werden. PILATUS HAT DIE ZWEITE PC-24 IN DIE LUFT GEBRACHT Pilatus Aircraft hat pünktlich zum Beginn der NBAA den zweiten Prototyp seines neuen Jets PC-24 in die Luft gebracht. Der von zwei Williams-FJ44-Turbofans angetriebene Business Jet startete am 16. November 2015 um 10.06 Uhr Ortszeit in Buochs zu seinem 82 Minuten dauernden Erstflug. Der erste Prototyp hatte seinen Jungfernflug bereits im Mai dieses Jahres absolviert und war seitdem bei 87 Flügen 143 Stunden in der Luft. „Das PC-24-Testflugprogramm läuft gut, und wir sind zufrieden mit den ersten Ergebnissen. Die PC-24 fliegt gemäß unseren Erwartungen, und wir sind zuversichtlich, dass wir die garantierten Leistungen erreichen oder sogar übertreffen werden. Selbstverständlich sind wir aber auch auf einzelne Probleme gestoßen – aber der Sinn eines Prototyps ist es ja, diese in der aktuellen Phase herauszufinden, um sie im Anschluss korrigieren zu können“, sagte Oskar J. Schwenk, der Verwaltungsratspräsident von Pilatus. Das zweite Exemplar der PC-24, intern P02 genannt, wird vor allem für Tests und Nachweisflüge für den Autopiloten, Systeme und Avionik eingesetzt. Das Flugtestprogramm wird nach heutiger Planung 2300 Stunden umfassen. P01 wird nach Spanien fliegen, um dort in den Wintermonaten sein Flugerprobungsprogramm fortzusetzen. P02 wird in die USA verlegt, um in Arizona weitere Testflüge durchzuführen. Der dritte Prototyp der PC-24 wird voraussichtlich in einem Jahr in die Luft gehen, berichtete PC-24-Programm-Manager André Zimmermann in Las Vegas. Derzeit liegen dem Hersteller 84 Bestellungen für den 8,9 Millionen Dollar teuren Jet vor. Pilatus rechnet mit der Zulassung seines ersten Jetmusters für das Jahr 2017. FR www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2016 41

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