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FLUG REVUE 01/2016

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Militärluftfahrt Hohe

Militärluftfahrt Hohe Produktionszahlen Mit der MIG-29M2 werden neue Systeme getestet. stellten Flugzeuge abzunehmen. Immerhin wurden im April 2014 noch weitere 16 SMT-Versionen bestellt, ihre Lieferung soll bald beginnen. MIKOJAN MIG-29KR FÜR DIE MARINE Daneben gab die russische Marine im Februar 2012 zwei Dutzend MiG-29KR für den Einsatz vom Flugzeugträger „Kusnetzow“ aus in Auftrag. Deren Lieferung begann 2013. Die Variante KR ist die russische Ausführung der ursprünglich für Indien entwickelten MiG- 29K. Von diesen sind inzwischen 39 der 45 bestellten Maschinen ausgeliefert. Bei der MiG-29K und der derzeit ebenfalls angebotenen MiG-29M/MiG- 35 handelt es sich um eine grundlegende Überarbeitung der Anfang der 1970er Jahre entwickelten „Fulcrum“. In der modifizierten Zelle sind nun 40 bis 50 Prozent größere Tanks untergebracht, was einen wesentlichen Schwachpunkt des Musters behebt. Das RD-33MK- Triebwerk liefert 3,1 Kilonewton mehr Schub. Die Flugsteuerung wurde auf ein vierfach redundantes Fly-by-Wire-System umgestellt und auch sonstige Systeme den heutigen Anforderungen angepasst. Seit Dezember 2011 fliegen zwei MiG-29M/MiG-35 für Test- und Demonstrationszwecke. Einziger Kunde bisher war Syrien mit zwölf Maschinen, deren Lieferung aber derzeit nicht erfolgt. Neuerdings gibt es Gerüchte, dass Ägypten 62 MiG-35 kaufen will. Auch die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte sollen die Absicht haben, „bis zu 37“ MiG-35S zu bestellen. Damit wäre auch die Zukunft dieses in Luchowizy und Nischni Nowgorod gebauten Fighters gesichert. FR Die Marineversion der MiG-29 hat beiklappbare Tragflächen. Die neue Abstandswaffe Grom-E2 gehört zum Arsenal der MiG-29M. Fotos: Butowski 48 FLUG REVUE Januar 2016 www.flugrevue.de

ASSTA-3.1-Standard geliefert Beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ sind die ersten beiden runderneuerten Tornados der Luftwaffe im Ausrüstungsstand ASSTA 3.1 eingetroffen. Die erste Maschine der Version IDS (Interdiction/ Strike) kam Mitte September nach Schleswig-Jagel und wird dort seit Ende Oktober im Flugbetrieb eingesetzt, der erste ECR-Jet (Electronic Combat Reconnaissance) folgte drei Wochen später. Über die zukünftige ECR-Bewaffnung wurde ebenfalls im Oktober auf einem Symposium vor Ort beraten. Die Beschaffung des Nach folgers für den Luft-Boden-Flugkörper AGM-88B HARM (High-speed Anti-Radiation Missile) zum Kampf gegen bodengebundene radargestützte Flugabwehrsysteme soll 2016 eingeleitet werden. Die SEAD-Rolle (Suppression of Enemy Air Defence – Niederhaltung der gegnerischen Luftabwehr) ist relativ neu für den Verband: „Wir haben sie 2013 vom aufgelösten Jagdbombergeschwader 32 in Lechfeld übernommen und ergänzen sie mit unseren bisherigen Fähigkeiten und Erfahrungen aus der taktischen Luftaufklärung und der maritimen Luftkriegführung“, erläuterte Oberst Michael Krah, Kommodore des TaktLwG 51 „I“, den 80 nationalen und internationalen Teilnehmern der Tagung. SEAD sei im Verlauf der vergangenen 20 Jahre für den Erfolg von Luftkriegsoperationen immer wichtiger geworden. Auch Brigadegeneral Günter Katz, Kommandeur der Fliegenden Verbände im Luftwaffentruppenkommando in Tornado- Modernisierung Die Luftwaffe hat ihre ersten Tornados im weiter verbesserten Standard ASSTA 3.1 erhalten. Nun wird eine neue Lenkwaffe zur Bekämpfung von Radarstellungen gesucht. Köln, unterstrich die Bedeutung des Themas: „Die erfolgreiche Durchführung eines militärischen Einsatzes ohne SEAD ist in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr möglich gewesen“, so Katz. Referenten aus den USA, Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden sowie Delegierte der NATO nahmen auf dem Symposium die am Markt befindlichen Anti-Radar-Flugkörper in den Fokus und boten so der Luftwaffe die ideale Gelegenheit, sich über die für die Ablösung der HARM in Frage kommenden Systeme zu informieren. DREI FARBDISPLAYS FÜR DEN WSO Erst mit diesen wird das Potenzial der modernisierten Maschinen voll ausgenutzt werden können, hieß es. Die umgerüsteten Jets im Standard ASSTA 3.1 (Avionics System Software Tornado in Ada 3.1) unterscheiden sich äußerlich kaum von den älteren Modellen. Neu sind jedoch die gesamte Elektronik und die Software, so Major Christoph Langbehn. Als Waffensystemoffizier (WSO) in der Gruppe Taktik, Technik und Verfahren (TTVG) des Geschwaders eingesetzt, ist er einer der ersten, der mit den Verbesserungen schon vertraut ist. Schon die Version ASSTA 3 verfügte über einen neuen Hauptcomputer, ein neues abhörsicheres Funksystem und das integrierte Informationsverteilungssystem MIDS, ein verbessertes Link 16. „Mit ASSTA 3.1 kommen jetzt im hinteren Cockpit noch drei zeitgemäße Farbdisplays hinzu, die den WSO-Arbeitsplatz viel bedienungsfreundlicher als früher machen.“ Die Planung sieht vor, alle 85 im Bestand der Luftwaffe verbliebenen Tornados im Laufe eines Jahres auf den ASSTA-3.1-Standard umzurüsten. Parallel dazu findet das Training der Besatzungen statt. „Die Einweisung auf die neue Version dauert nur wenige Flüge“, so Langbehn. Sie werde in mehreren Stufen erfolgen: „Zunächst für ausgesuchte Crews aus Jagel und vom TaktLwG 33, danach für das Lehr- und Spitzenpersonal. Im nächsten Sommer sollen alle Besatzungen umgeschult sein.“ FR STEFAN PETERSEN Foto: Stefan Petersen www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2016 49

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