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FLUG REVUE 01/2017

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News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRT MINDESTENS 14 NEUE EXPRESSFRACHTER FÜR UPS Großauftrag rettet den Jumbo Foto: UPS Der amerikanische Expressfracht-Riese United Parcel Service (UPS) sichert mit einem Großauftrag für 14 Boeing 747-8F und 14 Optionen die Produktion des Jumbo-Jets. UPS erhält die neu gebauten Vierstrahler zwischen 2017 und 2020. Sie sollen auf internationalen Langstrecken eingesetzt werden. Der tatsächliche Auftragswert wurde nicht genannt. Nach Boeing-Listenpreis läge die Bestellung bei 5,3 Milliarden Dollar. Der größe Jumbo-Auftrag seit Ende 2007 verdoppelt nahezu den 747-Auftragsbestand bei Boeing und sichert die zuletzt auf nur noch 0,5 Flugzeuge pro Monat gesenkte Produktionsrate. Der Flugzeughersteller hatte sogar schon eine Einstellung des Programms erwogen. Boeing hofft auf eine baldige Erholung des Frachtermarktes und auf eine neue Nachfrage für den Jumbo gegen Ende dieser Dekade, wenn viele ältere 747-400-Frachter ersetzt werden müssen. Foto: Textron Waffentests mit der Scorpion Das leichte Erdkampfflugzeug Scorpion von Textron AirLand hat im Oktober 2016 über der White Sands Missile Range, New Mexico, erstmals Raketen und Lenkwaffen getestet. Bei den Versuchsflügen wurden sowohl ungelenkte Hydra-70-Raketen als auch die mit Lasersuchkopf versehene Variante APKWS von BAE Systems verschossen. Dazu kam der Einsatz der AGM-114F Hellfire (Foto). Die Zielbeleuchtung erfolgte zunächst vom Boden aus. Anschließend wurde der unter dem Rumpf der Scorpion platzierte Sensorbehälter L-3 Wescam MX-15Di verwendet. Die Vorbereitung für die Waffentests dauerte laut Hersteller nur drei Monate. Der erste Prototyp setzt nun sein Versuchsprogramm fort. In Kürze soll auch die erste dem geplanten Serienstandard entsprechende Scorpion fliegen. 10 FLUG REVUE Januar 2017 Erste Cowling für die A330neo Die FACC AG aus Österreich hat Ende Oktober im Werk Reichersberg die erste CFK-Triebwerksverkleidung für den Airbus A330neo an Safran Nacelles übergeben. Die 2,2 Meter langen, sogenannten Cowlings mit einem Durchmesser von 3,7 Metern umschließen künftig die beiden Trent-7000-Triebwerke des überarbeiteten Airbus-Erfolgsmodells. Sie können zur Wartung geöffnet werden. Für die A330neo liefert FACC auch Störklappen und Verkleidungen der Landeklappenträger. Allein die A330neo-Cowlings können bei FACC ein Umsatzvolumen von bis zu 100 Millionen Dollar erreichen und 70 Arbeitsplätze sichern. Mittlerweile ist die erste endmontierte A330neo bei Airbus zur Triebwerksinstallation geschleppt worden. Foto: FACC AG

Goodyear tauft zweiten Zeppelin Auf den Namen „Wingfoot Two“ hat der amerikanische Reifenhersteller Goodyear Ende Oktober am Endmontagestandort Wingfoot Lake in Ohio seinen zweiten Zeppelin NT getauft (hinten im Bild). Mit drei im Jahr 2011 bestellten Zeppelinen NT löst Goodyear seine Werbeflotte von Prallluftschiffen ab (vorne). Der 75 Meter lange Zeppelin NT, ein Starrluftschiff mit tragendem Innengerüst und 8425 Kubikmeter Volumen, kann 13 Passagiere und in der neuesten Ausführung LZ N07-101 sogar 15 Fluggäste befördern. Hersteller des Zeppelin NT ist die deutsche Zeppelin Luftschifftechnik in Friedrichshafen. GE kauft Concept Laser Auf der Suche nach einem Hersteller von 3D-Druckern hat GE ein Auge auf Deutschland geworfen. Nachdem der US-Technologiekonzern Ende Oktober mit der geplanten Übernahme des Lübecker Anlagenherstellers SLM Solutions an den Aktionären gescheitert ist, soll der Kauf des deutschen 3D-Druck-Pioniers Concept Laser bis Ende 2016 unter Dach und Fach sein. GE will für 549 Millionen Euro zunächst 75 Prozent an dem Familienunternehmen mit Sitz im oberfränkischen Lichtenfels übernehmen. In einigen Jahren soll aber die komplette Übernahme erfolgen. Foto: Concept Laser ❱❱❱ kurz notiert Der Fleet Air Arm der Royal Navy hat in Yeovilton seinen letzten von 28 AW159-Marinehubschraubern erhalten. Das Wildcat-Programm hat ein Volumen von 1,7 Milliarden Pfund (1,9 Mrd. Euro). Neben den Marinehubschraubern gehen 34 Wildcat AH1 an das Army Air Corps. Die erste Poseidon für die Royal Australian Air Force wurde am 16. November 2016 in der Hauptstadt Canberra in Empfang genommen. Die australische Regierung plant die Beschaffung von 15 Flugzeugen, von denen zwölf bisher fest bestellt sind. Sie ersetzen die 19 AP-3C Orions und werden für die Seeüberwachung und die U-Boot-Bekämpfung eingesetzt. Singapur kauft bei Airbus Helicopters und Boeing eine unbekannte Anzahl mittlerer und schwerer Transporthubschrauber vom Typ H225M beziehungsweise CH-47F. Damit werden ältere Super Pumas und Chinooks ersetzt, die seit 1983 beziehungsweise 1994 im Einsatz sind. Am 29. November startete der erste Airbus A350-900 für Lufthansa in Toulouse zum Erstflug. Das Flugzeug mit der Werknummer MSN74, die künftige D-AIXA, soll noch vor Weihnachten übergeben werden und nach dem Einbau von Sitzen in Deutschland ab Februar seinen Liniendienst aufnehmen. Als erste Route plant Lufthansa München – Delhi. Foto: Goodyear Airbus streicht Stellen Konzernweit 1164 Stellen, davon 429 in Deutschland, streicht die Airbus-Gruppe zum Jahreswechsel. Damit vollendet das Unternehmen seine angekündigte Verlagerung des Hauptsitzes nach Toulouse und löst die Verwaltungszentralen in Ottobrunn und Paris auf. In Toulouse will sich die Konzernführung auf die dort vorhandenen Strukturen der Verkehrsflugzeugsparte stützen, sodass die übergeordnete Konzernführungsebene teilweise eingespart werden kann. Weitere 325 Stellen sind von Paris und München nach Toulouse verlagert worden. F-35B auf der USS „America“ Das US Marine Corps hat ein dreiwöchiges Testprogramm mit der F-35B auf dem kleinen Träger USS „America“ durchgeführt. Insgesamt sechs Flugzeuge sind beteiligt. Die Versuche auf der LHA-6 umfassten weitere Tests im Rahmen des Entwicklungsprogramms (DT-III = Development Test) und die Truppenerprobung. Entsprechend waren die Staffeln VX-23 (Air Test & Evaluation Squadron) aus Patuxent River und die VMX-1 (Marine Operational Test and Evaluation Squadron) aus Yuma beteiligt. Für die Piloten der VX-23 ging es hauptsächlich darum, den sicheren Flugbereich der F-35B mit dem neuen 3F-Softwarestandard auszuloten. Für die VMX-1 stehen der normale Flugbetrieb und die Wartung auf dem Schiff im Vordergrund. Foto: Lockheed Martin www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2017 11

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