Aufrufe
vor 1 Jahr

FLUG REVUE 01/2017

News ZIVIL- UND

News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRT Helionix-Avionik auch für H135 zugelassen Foto: Lufthansa A340-TRIEBWERK CFM56-5C 100 000 Stunden in Betrieb Das erste CFM56-5C hat die Schwelle von 100 000 Flugstunden überschritten. Das Triebwerk von CFM International mit der Seriennummer 740146 ist der Antrieb eines Airbus A340 von Lufthansa. Seinen ersten Einsatz hatte dieses CFM56-5C am 16. November 1993 an der Lufthansa- A340-200 mit der Kennung D-AIBF auf Position 3 (rechts innen). Das Flugzeug wurde 2004 verkauft. Heute fliegt das Triebwerk an der Lufthansa- A340-300, D-AIGS (siehe Foto) auf Position 1 (links außen). Es wurde insgesamt viermal komplett bei Lufthansa Technik überholt. Die EASA hat das Helionix-Avioniksystem von Airbus Helicopters nun auch für die H135 zugelassen. Geliefert werden die so ausgerüsteten Hubschrauber ab nächstem Jahr. Die Helionix-Avionik war bisher für die H175 und die H145 erhältlich. Nun wurde sie auch in das kleinere Modell integriert. Die H135 ist mit drei großen Bildschirmen ausgestattet und erhält ein GTN-750-Gerät, welches GPS, Navigation und Kommunikation kombiniert. Ein wichtiges Element von Helionix ist zudem das TAS620A, das vor anderem Verkehr im Umfeld des Hubschraubers warnt. Ein wichtiger Kunde für die EC135 mit Helionix ist Ascent Flight Training, das einen Vertrag für die Ausbildung von Hubschrauberpiloten mit dem britischen Verteidigungsministerium hat. Foto: Elbit/Jamie Hunter G 120TP für britisches Militärpilotentraining Affinity Flight Training Services hat neun Monate nach Auftragserteilung die ersten beiden Grob G 120TP für die Ausbildung nach RAF Barkston Heath geliefert. Die von einem Turboprop angetriebenen Trainer werden im Rahmen des MFTS (Military Flight Training Programme) zur Grundausbildung von Piloten für die Royal Air Force, die Royal Navy und das Army Air Corps genutzt. Mit ihnen sollen die Schüler auch erste Navigationserfahrung sammeln sowie Nacht- und Instrumentenflüge machen. Für MFTS beschafft Affinity bei Grob insgesamt 38 G 120TP. 14 FLUG REVUE Januar 2017 Frachter für Hahn Eine fest stationierte Boeing 747-400F pendelt seit November vom Frankfurt- Hahn Airport aus wöchentlich im Linienverkehr nach Greenville-Spartanburg in South Carolina, USA. Der Frachtjumbo von Air Atlanta Icelandic ist für die Spedition Senator International auf dem Hunsrück- Flughafen beheimatet und wird zwischen seinen Linieneinsätzen von Chapman Freeborn für weitere Flüge vermarktet. Der mit einem Bugtor ausgestattete Frachter nimmt 124 Tonnen Fracht auf. Foto: Flughafen Hahn Etihad und Airbus bauen die A380 um Grundüberholungen und Umbauten gebrauchter Airbus A380 wollen Etihad Airways und Airbus in einem neuen Gemeinschaftsunternehmen ab 2017 in Abu Dhabi anbieten. Die Partner wollen dort große Wartungsereignisse ab den C- Checks, Ersatzteile, Ingenieurleistungen und Kabinenumbauten schlüsselfertig und aus einer Hand anbieten. Als Zielgruppe kommen besonders A380-Leasingrückläufer in Frage, deren aufwendiger Umbau die nur auf den laufenden Betrieb ausgelegten Werften der Betreiber oft überfordert. Etihad Airways Engineering hat bereits C-Checks und große Kabinenumbauten für Etihad-A380 durchgeführt. www.flugrevue.de Foto: Etihad Airways

VIP-Interview Der Ingenieur Josef Gropper ist seit 16 Jahren Geschäftsführer von Liebherr-Aerospace Lindenberg sowie Managing Director und Chief Operating Officer bei Liebherr-Aerospace & Transportation, Frankreich. Im Interview spricht er über Perspektiven in China und den Hochlauf neuer Flugzeugprogramme. Herr Gropper, Liebherr-Aerospace kooperiert im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen mit Rolls-Royce und der chinesischen Firma Landing Gear Advanced Manufacturing (LAMC). Sind Joint Ventures die Zukunft für Liebherr- Aerospace? Diese beiden Joint Ventures tragen maßgeblich zu unserer Strategie bezüglich der Erschließung neuer Märkte bei. Die Aerospace Transmission Technologies GmbH haben wir mit Rolls-Royce für die Entwicklung von Fähigkeiten und Kapazität zur Produktion von Leistungsgetrieben für das UltraFan-Triebwerksdesign gegründet. Dank unseres langjährigen Erfolgs sowie großen Know-hows im Bereich Hubschraubergetriebe und Zahnräder, die an unserem Standort Friedrichshafen, dem Kompetenzzentrum für Getriebe, produziert werden, können wir Wesentliches im Rahmen dieses Unternehmens beitragen. Und China ist ein Zukunftsmarkt. Das Land hat Potenzial, und wir verfolgen auch hier mit unserem Joint Venture Liebherr LAMC Aviation (Changsha) Co. eine langfristige Strategie. Welche Erfahrungen haben Sie bisher bei der Zusammenarbeit mit China gemacht? Das Joint Venture wurde mit LAMC gegründet, um gemeinsam Fahrwerke für chinesische Flugzeugprogramme herzustellen. Unsere Erfahrungen sind dabei sehr positiv. Wir haben uns auf die chinesische Kultur eingestellt und im beiderseitigen Umgang eine gute geschäftliche Basis gefunden. Inwieweit erhöht der beispiellose Produktionshochlauf bei den Flugzeugherstellern in der jüngeren Vergangenheit den Druck auf Zulieferer wie Liebherr-Aerospace? „Wir sind für weiteres Wachstum gut vorbereitet.“ Wir haben in den vergangenen Jahren neben den Aufträgen für diverse Flugsteuerungssysteme zum Beispiel auch sieben verschiedene Fahrwerksprogramme parallel hochgefahren, darunter für die Bombardier C Series und den Airbus A350 XWB. Dass das alles reibungslos funktioniert, liegt auch daran, dass wir rechtzeitig Kapazitäten geschaffen haben. Wir investieren langfristig in unsere Standorte – unabhängig davon, ob es gut oder kurzfristig mal nicht optimal läuft. In Lindenberg haben wir schon 2010 damit begonnen, unsere Planung für die „Fabrik 2020“ zu entwerfen und umzusetzen. Unsere Produktionsflächen Foto: Liebherr-Aerospace wurden um 50 Prozent vergrößert, der Logistikfluss wurde optimiert und ein voll automatisiertes Lager gebaut. Wir sind auch für weiteres Wachstum sehr gut vorbereitet. Das konnten wir auch Boeing zeigen, als es um die Aufträge für die Komponenten des Klappsystems der Flügelenden, die Antriebseinheit und den Hydraulikmotor des Betätigungssystems der Flügelvorderkante sowie für die Stellantriebe für das Hochauftriebssystem der 777X ging. Welche Trends in der Luftfahrt beeinflussen Ihr Unternehmen? Eines der Top-Themen ist der 3D-Druck beziehungsweise das selektive Laserschmelzen. Wir sind zurzeit dabei, Teile nach diesem Verfahren zu produzieren und auf ihre Flugfähigkeit zu testen. Gerade bei komplexen Bauteilen sehen wir ein großes Potenzial in Sachen Leichtbau und Geometriefreiheit. Für uns steht auch die Entwicklung von Schlüsseltechnologien für das More Electric Aircraft in den Bereichen Flugsteuerung und Fahrwerk sowie Klimatisierung für Flugzeuge und Hubschrauber im Vordergrund. Außerdem beschäftigen wir uns intensiv mit Industrie-4.0-Themen. Spüren Sie an Ihrem Standort in Lindenberg im Allgäu den immer wieder zitierten Mangel an Fachkräften? Die meisten jungen Menschen zieht es verständlicherweise in die Großstädte, aber für Familien mit Kindern bietet das Allgäu viele Möglichkeiten. Der Freizeitwert ist hoch, wir haben kaum Arbeitslosigkeit und geringere Lebenshaltungskosten. Der erwartete Fachkräftemangel trifft auf uns noch nicht zu. Wir haben ein gutes Image und gelten als attraktiver Arbeitgeber, das Thema haben wir natürlich trotzdem im Blick. FR Die Fragen stellte Ulrike Ebner Mehr im Internet: Unter dem Suchbegriff „Liebherr-Aerospace“ finden Sie auf www.flugrevue.de Artikel zu dem Zulieferer mit Standorten in Lindenberg, Toulouse, Guaratinguetá (Brasilien), Nischni Nowgorod (Russland) und Changsha (China). www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2017 15

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
FLUG REVUE 06/2015
FLUG REVUE 05/2015
FLUG REVUE 04/2015
FLUG REVUE 03/2015
FLUG REVUE 02/2015
FLUG REVUE 01/2015
FLUG REVUE 12/2014

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG