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FLUG REVUE 01/2017

Business Aviation NBAA

Business Aviation NBAA 2016 in Orlando Embraer verpasst der Legacy 650 mit einem neuen Cockpit ein Update. wichtigsten Änderungen aber gibt es im Cockpit: So ist das Autothrust-System künftig Standard. Die vom Passagiermodell ERJ-145 abgeleitete VIP-Variante verfügt über ein Cockpit mit dem modernen Honeywell-Primus-Elite-Avioniksystem. Es umfasst ein Synthetic Vision System, das ein TCAS beinhaltet und in Echtzeit die per Satellitenkommunikation empfangenen Wetterberichte in den aktuellen Flugplan einarbeitet. Die Auslieferungen dieser Variante sollen bereits im kommenden Jahr beginnen. Der Listenpreis beträgt 25,9 Millionen Dollar (etwa 23,4 Mio. Euro). Der CEO der Embraer Executive Jets, Marco Túlio, brachte zudem noch eine Vision mit nach Orlando: „Viele Jets unserer privaten Kunden sind durchschnittlich nur 300 Stunden im Jahr in der Luft“, sagte er. „Unsere Flugzeuge sind aber für 30 000 Betriebsstunden ausgelegt.“ Warum also nicht die Idee von Uber übertragen? Bei der in den USA populären App können die Nutzer Fahrdienste von Privatpersonen buchen und damit das teurere Taxi umgehen. „Damit können wir den Luxus und die Zeitersparnis eines Privatflugzeugs einer breiten Masse zugänglich machen“, so Túlio. Der Aufpreis gegenüber einem Linienflug im mittleren dreistelligen Bereich würde von vielen Geschäftsreisenden gezahlt werden, für die sich die Anschaffung eines kompletten Jets nicht lohne. Die Firma Daher hat mit der Turboprop TBM900 ähnliche Pläne und könnte die Jets im Hinblick auf die Betriebskosten sogar noch unterbieten. Für das obere Ende des Angebots kündigte Boeing die VIP-Variante der 737 MAX 7 an, die als BBJ MAX 7 ver- Gulfstream brachte die erste G500 im Serienstand nach Florida. GulfstreamTestpilot Eric Holmberg erklärt das symmetrische Cockpit der G500. 42 FLUG REVUE Januar 2017 Fotos: Alexandros Mitropolous, Embraer (1) www.flugrevue.de

Die Cirrus SF50 feierte ihre Zulassung mit einem Besuch auf der NBAA. marktet wird. Sie folgt auf die 737-700 und ist mit neuen Triebwerken vom Typ LEAP-1B ausgestattet. Boeing verspricht eine Reichweite von bis zu 13 2960 Kilometern und Betriebskosten, die um etwa zehn Prozent unter denen des bisherigen Modells liegen sollen. ERSTER SINGLE-JET DER WELT ZUGELASSEN Dassault stellte ein Upgrade für ihre dreistrahlige Legacy-650-Konkurrenz, die Falcon 900LX, vor. Die 2010 zugelassene LX erhielt ein zeitgemäßes, stylishes Innendesign, dazu im Cockpit Dassaults FalconEye Combined Vision System sowie eine neue elektronische Bordbibliothek. Der US-amerikanische Hersteller Cirrus feierte die Zulassung seines Vision- Jets nach einer über zehnjährigen Entwicklungs- und Erprobungsphase. Die SF50 ist das erste zertifizierte Geschäftsreiseflugzeug, mit nur einem Turbofan, dem FJ33-4A-19 von Williams International. Im Dezember sollen bereits die ersten Lieferungen des knapp zwei Millionen Euro teuren Minijets beginnen. Auf dem Weg zur Zulassung liegt Gulfstream mit der G500 im Zeitplan. Der Hersteller rechnet mit der FAA- Zertifizierung für das kommende Jahr. In Orlando konnten die Besucher erstmals die Kabine und das Cockpit der G500 besichtigen. Ausgestellt war der fünfte Prototyp; er verfügt über eine vollständige Kabinenausstattung. Seine etwas größere Schwester, die G650, soll Ende des Jahres zum Erstflug starten. Wann sie ihr Messedebüt gibt, ist hingegen noch nicht klar. FR ALEXANDROS MITROPOULOS Airbus beginnt die Vermarktung der neuen ACJneo. 114 Flugzeuge konnten die Besucher auf dem Static Display sehen. www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2017 43

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