Aufrufe
vor 1 Jahr

FLUG REVUE 01/2017

Technik AIRTEC

Technik AIRTEC 2016 An der A380 kommen Rumpfschalen aus glasfaserverstärktem Aluminium zum Einsatz. Der Werkstoff soll weiterentwickelt werden. Neue Technologien und Herstellungsverfahren eröffnen neue Möglichkeiten, aber nicht immer verläuft ihre Einführung reibungslos. Das kennen Zulieferer ebenso gut wie die großen Flugzeughersteller. Bis die Serienfertigung der Boeing 787 eingespielt war, dauerte es lange. Das lag unter anderem am hohen Anteil von Verbundwerkstoffen. „Veränderungen sind immer schmerzhaft“, sagte Thomas K. Tsotsis, Technical Fellow bei Boeing auf der AIRTEC Ende Oktober in München. „Sie betreffen die komplette Lieferkette.“ Neue Prozesse seien dabei ebenso nötig wie neue Fähigkeiten. Letztere haben sich zahlreiche Zulieferer längst angeeignet, beispielsweise Premium Aerotec. Für den Airbus A350 und Boeings Dreamliner stellt die Airbus-Tochter in Nordenham Rumpfschalen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (Carbon-Fiber-Reinforced Plastic, CFRP) her. Verbundwerkstoffe müssen aber nicht immer aus Kohlefaser bestehen. HYBRIDWERKSTOFF FÜR FLUGZEUGRÜMPFE 66 FLUG REVUE Januar 2017 Fotos: Airtec, Ebner, Premium Aerotec (2) Die Kraft der Veränderung Additive Fertigung, weiterentwickelte Verbundwerkstoffe und neue Akteure: Für Luft- und Raumfahrtzulieferer stehen spannende Zeiten an, wie die Messe AIRTEC zeigte. Zur A380 steuert Premium Aerotec Rumpfschalen aus glasfaserverstärktem Aluminium (Fibre-Metal Laminates, FML) bei. Diesen leichten, ermüdungsbeständigen Werkstoff, der aus dünnen Aluminium- und Glasfaser-Prepreg-Schichten aufgebaut ist, wollen die Ingenieure weiterentwickeln und eines Tages automatisiert produzieren. Momentan ist er nur sehr aufwendig in reiner Handarbeit herzustellen – lediglich 200 Quadratmeter werden pro Monat gefertigt – und dadurch recht teuer. Auf der AIRTEC stellte Kai Fortkamp von Premium Aerotec ein Projekt für ein Kurzstreckenflugzeug vor, dessen Rumpf komplett aus dem neuen Material bestehen soll. Dafür arbeitet das Unternehmen seit drei Jahren mit Fokker, Airbus und dessen Tochterunternehmen Stelia zusammen. Bis 2018 soll der Technologie-Reifegrad 6 (auf einer Skala von 1 bis 9) erreicht sein. Neben Verbundwerkstoffen stand auf der AIRTEC mit dem metallischen 3D-Druck auch ein Herstellungsverfahren im Fokus, das zunehmend in die Luft- und Raumfahrtbranche Einzug hält. Die ersten nichttragenden Teile aus dem Drucker fliegen bereits, beispielsweise Einspritzdüsen im LEAP-Triebwerk von CFM International für den Airbus A320neo und die Boeing 737 MAX. In München präsentierten die großen deutschen Hersteller SLM und EOS ihre Anlagen und damit gefertigte Bauteile, beispielsweise eine Brennkammer – aus einem Stück, mit einem Laserstrahl aus Metallpulver in unterschiedlichen Schichtdicken aufgeschmolzen. Die Münchener Airbus-Tochter APWorks zeigte anhand eines erstmals im Mai 2016 vorgestellten Elektromotorrads, welche bionischen Formen und Gewichtseinsparungen durch additive Fertigung möglich sind. Auf der AIRTEC erhielten Besucher einen Überblick über die Möglichkeiten der additiven Fertigung, rechts eine gedruckte Brennkammer.

Zulieferermesse AIRTEC Die elfte Auflage der AIRTEC fand vom 25. bis 27. Oktober 2016 in München statt. Erstmals wurde sie gleichzeitig mit der Euromold veranstaltet, die Unternehmen aus Werkzeug- und Formenbau, Design und Produktentwicklung – hauptsächlich aus der Automobilbranche – eine Plattform bietet. Auf dem Programm standen zudem rund 200 Vorträge rund um 3D-Druck, unbemanntes Fliegen und die Kommerzialisierung der Raumfahrt. Nach Angaben des Veranstalters AIRTEC waren 500 Aussteller aus 35 Nationen präsent, offizielles Gastland war Indonesien. Vom 24. bis 26. Oktober 2017 sollen die beiden Messen wieder zeitgleich auf dem Messegelände München stattfinden. FLUG REVUE PROBEABO 3 Ausgaben testen und über 20 % Preisvorteil plus Geschenk sichern! LOQI Zip-Pockets Airport-Collection 3-teiliges, praktisches Taschenset mit Reißverschlüssen, wasserabweisend, umweltfreundlich und Öko-Tex zertifiziert. Mini ca. 13 x 23 cm, Midi ca. 20 x 27 cm, Maxi ca. 25 x 32 cm Der fahrbereite Prototyp, dessen Rahmen einem Skelett ähnelt, wiegt 35 Kilogramm. Das sind laut Airbus etwa 30 Prozent weniger als andere Elektromotorräder dieser Klasse. Doch für Zulieferer birgt der 3D-Druck auch Risiken. „Die Hürde ist relativ hoch: Man braucht Maschinen, ausgebildetes Personal, und bis die Anlagen im Serienbetrieb laufen, kann es eine Weile dauern“, sagte Andreas Solbach vom Laser Zentrum Nord (LZN) in Hamburg. Eine Herausforderung sei es zudem, den Ingenieuren die Angst vor den damit einhergehenden Veränderungen im Konstruktionsprozess zu nehmen sowie die richtigen Bauteile dafür zu finden. Unterstützung dabei bieten neben dem LZN und APWorks andere spezialisierte Unternehmen wie 3D-Laserdruck aus Reutlingen und FIT Production mit Sitz im oberpfälzischen Lupburg an, die ebenfalls auf der AIRTEC vertreten waren. „NEW SPACE“ ALS CHANCE Nicht nur neue Materialien und Herstellungsmethoden sind Herausforderungen für die Zulieferer, sondern auch neue Akteure, die in den Markt drängen. Vor allem die Raumfahrtlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren verändert, private Unternehmen wie SpaceX machen den etablierten Firmen Konkurrenz. Zusammengefasst wird das unter dem Schlagwort „New Space“. „Ich persönlich freue mich über diese Entwicklung“, sagte Gerd Gruppe, Mitglied im Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und für das Raumfahrtmanagement zuständig. Durch neue Player gebe es neue Services und auch neue Länder, die in Raumfahrt investierten. Die Rolle einer öffentlichen Institution wie dem DLR sieht Gruppe vor allem darin, die Ministerien bei der Entwicklung einer sinnvollen Industriepolitik zu unterstützen. Er stellte zwei DLR-Initiativen vor, die neue Akteure in der Raumfahrt fördert: Das Projekt InnoSpace bringt Ideen, finanzielle Mittel und Menschen, auch aus raumfahrtfremden Branchen, zusammen, während sich die Komponenteninitiative vor allem an kleine und mittlere Unternehmen richtet und ihnen Türen öffnen soll, die für sie normalerweise geschlossen sind. „New Space kann ein echtes Erfolgsmodell sein“, so Gruppe. FR ULRIKE EBNER www.flugrevue.de Ihre Vorteile im Abo: gratis 99 lich E-Paper alle Ausgaben pünktlich frei Haus Online-Kundenservice exklusiv und nur für Abonnenten: 4x im Jahr Specials zu Flight-Training, Helicopter, Maintenance, Business Aviation Heftabo ganz einfach digital erweitern: www.flugrevue.de/upgrade Name, Vorname Straße, Nr. PLZ Wohnort Geburtsdatum nur ct pro Ausgabe zusätzlich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 70162 Stuttgart. Registergericht Stuttgart HRA 9302. Geschäftsführer: Dr. Volker Breid, Norbert Lehmann. Vertrieb: Belieferung, Betreuung und Inkasso erfolgen durch DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Nils Oberschelp (Vorsitz), Christina Dohmann, Dr. Michael Rathje, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, als leistender Unternehmer. AG Hamburg, HRB 95752. Ja, ich möchte FLUG REVUE frei Haus im Probeabo testen. Best.-Nr. 1552345 Ich zahle für 3 Ausgaben nur 12,90 € (A: 14,90 €; CH: 23.20 SFr.) statt 16,50 € (D) (A: 18,90 €; CH: 30.00 SFr.) im Einzelkauf. Mein Geschenk, das LOQI Taschenset, erhalte ich nach Zahlungseingang und solange der Vorrat reicht, Ersatzlieferungen sind vorbehalten. Falls ich nach dem Test keine weiteren Hefte wünsche, sage ich gleich nach Erhalt der 2. Ausgabe ab. Andernfalls erhalte ich FLUG REVUE dann weiterhin, für jährlich zzt. nur 66,– € (A: 72,90 €; CH: 115.00 SFr.) bei zzt. 12 Ausgaben im Jahr und mit jederzeitigem Kündigungsrecht. Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Versand. Meine persönlichen Angaben: (bitte unbedingt ausfüllen) Telefon Ja, ich möchte auch von weiteren Inhalten, Vorabnachrichten, Themen und Vorteilen profitieren. Deshalb bin ich damit einverstanden, dass mich Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG und ihr zur Verlagsgruppe gehörendes Unternehmen, Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG Verlagsgesellschaft mit ihren Titeln künftig auch per Telefon und E-Mail über weitere interessante Medienangebote informieren. Dieses Einverständnis kann ich jederzeit per E-Mail an widerruf@dpv.de widerrufen. SEPA-Lastschriftmandat: Ich ermächtige die DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Am Sandtorkai 74, 20457 Hamburg, Gläubiger-Identifikationsnummer DE77ZZZ00000004985, wiederkehrende Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die von der DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Die Mandatsreferenz wird mir separat mitgeteilt. – Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen. Ich bezahle per Rechnung. Widerrufsrecht: Sie können die Bestellung binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen formlos widerrufen. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem Sie die erste bestellte Aus gabe erhalten, nicht jedoch vor Erhalt einer Widerrufsbelehrung gemäß den Anfor derungen von Art. 246a § 1 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB. Zur Wahrung der Frist genügt bereits das rechtzeitige Absenden Ihres eindeutig erklärten Entschlusses, die Bestellung zu widerrufen. Sie können hierzu das Widerrufs-Muster aus Anlage 2 zu Art. 246a EGBGB nutzen. Der Widerruf ist zu richten an: FLUG REVUE Aboservice, Postfach, 70138 Stuttgart, Telefon: + 49 (0)711 3206-8899, Telefax: +49 (0)711 182-2550, E-Mail: flugrevue@dpv.de Datum Unterschrift Coupon einfach ausfüllen und einsenden an: FLUG REVUE Aboservice 70138 Stuttgart DIREKTBESTELLUNG: flugrevue@dpv.de Bitte Bestell-Nr. angeben Telefon +49 (0)711 3206-8899 · Fax +49 (0)711 182-2550 Online-Bestellung: www.flugrevue.de/abo E-Mail Ich bezahle per Bankeinzug und erhalte zusätzlich eine Gratis-Ausgabe. IBAN BIC Geldinstitut

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
FLUG REVUE 06/2015
FLUG REVUE 05/2015
FLUG REVUE 04/2015
FLUG REVUE 03/2015
FLUG REVUE 02/2015
FLUG REVUE 01/2015
FLUG REVUE 12/2014

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG