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FLUG REVUE 02/2015

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- Neue Eurowings: Lufthansa plant Billig-Langstrecken - Rosetta: Alle Details zur sensationellen Kometen-Landung - F-35 an Deck: Erste Trägertests auf der Nimitz

Zivilluftfahrt Neue

Zivilluftfahrt Neue Low-Cost-Angebote der Lufthansa Die Lufthansa-Tochter Eurowings wandelt sich von der Regionalairline zum Betreiber von Großraumjets. Fotos: HAMfive/Airteamimages, Simone Ciaralli/Airteamimages die neue Airline dagegen die deutsche Betriebslizenz von SunExpress Deutschland. Dabei handelt es sich um die seit fünf Jahren bestehende Tochter des vor 25 Jahren von Turkish Airlines und Lufthansa gegründeten Gemeinschaftsunternehmens SunExpress. Die Fluggesellschaft betreibt 14 Boeing 737-800. Nun sollen, nur für die neuen Eurowings- LUFTHANSA ERWEITERT IHRE KOOPERATION MIT TURKISH AIRLINES Langstrecken, auch Airbus A330-200 hinzukommen. Dazu wurde mit Turkish Airlines Anfang Dezember bereits ein „Letter of Intent“ unterzeichnet. Der Betriebsbeginn der Eurowings- Langstreckenflüge ist ab Winter 2015/16 mit zunächst drei und später bis zu sieben geleasten Airbus A330-200 geplant. Erste Basis und betrieblicher Mittelpunkt der neuen Eurowings wird der Köln Bonn Airport, Sitz von Germanwings. Von hier aus erfolgt auch die „kommerzielle Steuerung“ der neuen Marke. Germanwings, die ab 2015 laut Carsten Spohr erstmals schwarze Zahlen schreiben wird, soll mit ihrer A320-Mittelstreckenflotte von 78 Flugzeugen der A320-Familie das Angebot von Eurowings ergänzen und wird ebenfalls in der vereinheitlichten Marke Eurowings aufgehen. Auch die Flotte der bisherigen Regionalairline Eurowings wird auf die größere A320 umgestellt. 23 Bombardier CRJ900 werden dazu zwischen Februar 2015 und März 2017 durch Airbus A320 ersetzt. 13 dieser Airbusse stammen aus schon erteilten Lufthansa-Bestellungen, weitere zehn A320 werden neu geordert. Ende 2017 wird Eurowings eine reine A320-Flotte betreiben. Dann soll die Airline im Europaverkehr von einer noch ungenannten neuen Basis außerhalb Deutschlands neue Europastrecken erschließen. Nach dem bekannten Vorbild von Germanwings wird Eurowings auch auf ihren Langstrecken in der A330-200 mit jeweils 310 Sitzen ein dreiteiliges Economy-Produkt mit den Tarifen „Best“, „Smart“ und „Basic“ anbieten. Beim komfortorientierten „Best“-Tarif sind „Premium-Economy“-Sitze mit größerem Abstand, Auswahl-Catering, Freigepäck und die Loungebenutzung inkludiert, beim normalen „Smart“-Tarif sitzt der Passagier auf „regulären“ Plätzen mit Standard-Catering, aber mit Freigepäck und Platzreservierung. Das günstigste Angebot, „Basic“, spricht besonders preissensible Kunden an. Hier wird schließlich nur der nackte Transport ohne Extras verkauft. Zusatzleistungen können gegen Aufpreis hinzugebucht werden. Als erste Langstrecken will Eurowings von Köln aus in die Karibik, nach Florida, in den Indischen Ozean und nach Südafrika starten. Wie bei Lufthan- 26 FLUG REVUE FEBRUAR 2015 www.flugrevue.de

Die Eurowings-Langstreckenjets werden die Betriebslizenz (AOC) von Sun Express Deutschland nutzen. sa intern üblich, müssen neue Interkontinental-Strecken binnen 12 bis 18 Monaten schwarze Zahlen schreiben, sonst droht die Einstellung. Als alternative Standortkandidaten waren auch Düsseldorf und München im Rennen, wo der Lufthansa-Konzern ebenfalls große Zubringernetze unterhält und wo es aufkommensstarke Ballungsräume gibt. Durchgesetzt habe sich schließlich Köln, so Spohr, auch wegen des dort erlaubten 24-Stunden-Flugbetriebs. Schon jetzt plant der Lufthansa- Chef eine Ausweitung des neuen Eurowings-Angebots. „Wir werden uns jede Strecke angucken, die für Wings geeignet ist.“ Spohr nannte bereits namentlich Brüssel und Wien als mögliche Wachstumsfelder. Das künftige Holding- Dach der „Wings-Gruppe“ soll mittelfristig an einen europäischen Standort außerhalb Deutschlands gelegt werden. Ziel sei ein einheitlicher, europäischer Markenauftritt. Vor allem aus diesem Grund werde die mit 16 Millionen Passagieren im Jahr durchaus als Erfolg eingestufte Marke Germanwings durch die noch allgemeiner nutzbare Marke Eurowings ersetzt. So könnte man künftig zum Beispiel auch von Österreich nach Spanien fliegen, ohne die Fluggäste zu irritieren. Dagegen verzichte Lufthansa auf die Nutzung der Marke „Worldwings“, die sie sich vorsorglich ebenfalls hatte schützen lassen. Spohr: „Es wird alles unter Eurowings betrieben.“ Die neue Airline decke „zunächst“ (Spohr) das dezentrale Geschäft abseits der Drehkreuze ab. Das Konzept der Fluggesellschaft setzt auf reine Punktzu-Punkt-Verbindungen. Ein Umsteigen ist deshalb nur durch das private Kombinieren mehrerer Flugsegmente möglich – bei eigenem Risiko des Passagiers im Falle von Verspätungen oder verpassten Anschlüssen. PILOTEN SIND BILLIGER ALS DIREKT BEI LUFTHANSA Die Piloten für Eurowings will Spohr gleichermaßen bei Lufthansa, Sun Express und extern gewinnen. „Es gibt 13 Die neue Eurowings für Langstrecken Heimatbasis: Köln Bonn Airport Betriebsbeginn: 3. Quartal 2015 Langstreckenflotte: erst drei und dann bis zu sieben Airbus A330-200, „operated by SunExpress Deutschland“ (SXD) Zielgebiete: Karibik, Florida, Südafrika, Indischer Ozean Fluggesellschaften im LH-Verbund. Da gibt es genügend Interessenten.“ Die bisherigen Germanwings-Piloten blieben, wie 2004 von der Konzernleitung für die Bereiche Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zugesagt, im LH- Konzern-Tarifvertrag (KTV), also zu etwas besseren Konditionen. Außerdem werde allen Germanwings-Piloten zugesichert, nicht unfreiwillig aus dem KTV ausscheiden zu müssen. Trotzdem könne ein freiwilliger Wechsel, etwa eines First Officers bei Germanwings auf eine Langstrecken-Kapitänsstelle bei der neuen Eurowings, für diesen durchaus interessant sein. Die neue Eurowings soll www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2015 27

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