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FLUG REVUE 02/2015

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- Neue Eurowings: Lufthansa plant Billig-Langstrecken - Rosetta: Alle Details zur sensationellen Kometen-Landung - F-35 an Deck: Erste Trägertests auf der Nimitz

Zivilluftfahrt La

Zivilluftfahrt La Compagnie Die im Jahr 2000 gebaute Boeing 757-200 mit dem Kennzeichen F-HTAC ist das erste Flugzeug der neuen „Boutique-Airline“. Fotos: Noret/Airteamimages, Guerra/Airteamimages, La Compagnie Der Start war ein wenig holprig: Eigentlich sollte die Boeing 757- 200 der neuen französischen Fluggesellschaft La Compagnie bereits am 11. Juli 2014 von Paris-Charles de Gaulle aus zum Flug nach Newark starten, doch nicht alle erforderlichen Papiere für den Flugbetrieb lagen vor, so dass La Compagnie ihren Flug B0100 erst zehn Tage später ohne große Feierlichkeiten zum Erstflug abheben lassen konnte. Die 2013 unter dem Arbeitstitel „DreamJet“ gegründete Fluggesellschaft steigt in einen hart umkämpften und stark besetzten Markt ein, nämlich den All-Business über den Atlantik Eine neue, reine Business-Class-Airline aus Frankreich bietet Transatlantikflüge von Paris nach New York an. Ab Mai wird auch London ins Streckennetz aufgenommen. der Transatlantikflüge für Geschäftsreisende. Das Konzept einer All-Business- Class-Airline hat es für die Strecke zwischen der französischen Hauptstadt und New York schon einmal gegeben. Seinerzeit hieß die Gesellschaft L‘Avion – das Flugzeug. Ihr Gründer war der französische Unternehmer Frantz Yvelin, der auch hinter La Compagnie steht. L‘Avion war erfolgreich, wurde aber nach einem Betriebsjahr 2008 von British Airways gekauft, die den Betrieb der Airline einstellte. Dieses Mal soll es besser laufen. Yvelin hat sich dazu den Schweizer Airline- Manager Peter Luethi mit ins Boot geholt, der zuvor bei der Swissair, bei Swiss und bei Jet Airways in Indien gearbeitet hat. Das zur Gründung einer Fluggesellschaft notwendige Kapital holten sich die beiden Manager von Investoren, die insgesamt 30 Millionen Euro bereitstellten. Als Flugzeugtyp wählten die beiden Gründer die Boeing 757-200, die nur mit 74 Business-Class-Sitzen bestuhlt „Mit französischem Stil und amerikanischer Zuverlässigkeit werden wir die erste Wahl für Geschäftsreisende!“ Frantz Yvelin 30 FLUG REVUE FEBRUAR 2015 www.flugrevue.de

In der Kabine des Zweistrahlers sind nur 74 Sitze installiert, wo andere Airlines über 200 Passagiere unterbringen. La Compagnie betreibt eine Boeing 757-200 auf der Paris-New-York-Strecke, eine weitere ist im Zulauf. ist. „Die Boeing 757-200 ist das beste Flugzeug für die Transatlantikstrecken von La Compagnie“, schreibt die Airline. „Sie hat eine Reichweite von 3900 Nautischen Meilen (7222 km) und moderne Winglets, um den Treibstoffverbrauch niedrig zu halten.“ Yvelin und Luethi wissen, dass ein Einstieg auf einer Rennstrecke der traditionellen Carrier wie Air France, United Airlines und Delta Air Lines nur erfolgreich zu schaffen ist, wenn man sich von ihnen abhebt. PREISKAMPF UM BUSINESS-CLASS-PASSAGIERE Deshalb geht La Compagnie mit einem Angebot aus Komfort und einem sehr aggressiven Preis in den Kampf um Marktanteile: „Es ist Zeit, den Business- Class-Service wieder dorthin zu bringen, wo er hingehört“, sagt Frantz Yvelin. „Wir bieten einen persönlichen Service zu einem günstigen Preis. Mit französischem Stil und amerikanischer Zuverlässigkeit wird La Compagnie die erste Wahl bei der heutigen Generation von hart arbeitenden Geschäftsreisenden werden.“ Die Passagiere dürfen je zwei Gepäckstücke aufgeben, die Menüs an Bord werden von französischen Sterneköchen entwickelt, und an Bord gibt es kostenfreien WLAN-Zugriff. Das Bordunterhaltungsprogramm besteht aus Tablet-Computern, auf denen Filme, Bücher und Audiodateien geladen sind. Im November und Dezember konnte man bei La Compagnie einen Hin- und Rückflug von Paris nach New York für zwei Personen ab 2200 Euro buchen. Die Fluglinie, deren Rufzeichen „Dreamjet“ lautet, befliegt die Strecke zwischen Paris und Newark sechsmal pro Woche. Eine höhere Frequenz ist mit einem Flugzeug allein nicht zu machen. In Paris startet der Flug B0100 täglich außer dienstags um 17.50 Uhr, um gegen 20.30 Uhr in Newark zu landen. Vom Newark Liberty International Airport beginnt der Rückflug jeweils um 21.45 Uhr und landet um 11.15 Uhr am nächsten Tag in Paris. Die Airline-Gründer wissen, dass sie mit einer einzigen Strecke auf Dauer nicht überleben können, deshalb baut die Gesellschaft ihr Streckennetz aus. Als nächste Destination ist London vorgesehen, wobei die Firma auf Anfrage Mitte Dezember noch nicht verraten wollte, von welchem der Londoner Flughäfen aus man nach New York fliegen wolle. Eine zweite Boeing 757-200 sollte bis zum Redaktionsschluss dieser FLUG REVUE die Flotte der jungen Gesellschaft ergänzen. Mit dem Flugplanwechsel Ende März 2015 will La Compagnie ihre zweite Strecke eröffnen. Innereuropäische Strecken schließt Yvelin für seine Firma kategorisch aus, da die Mindestflugzeit für das Konzept, welches La Compagnie verfolgt, bei drei Stunden liege. FR VOLKER K. THOMALLA Das französische Modehaus Vicomte A aus Paris hat die Uniformen für das fliegende Personal von La Compagnie entworfen. www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2015 31

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