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FLUG REVUE 02/2015

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- Neue Eurowings: Lufthansa plant Billig-Langstrecken - Rosetta: Alle Details zur sensationellen Kometen-Landung - F-35 an Deck: Erste Trägertests auf der Nimitz

Militärluftfahrt Erste

Militärluftfahrt Erste Testphase auf der „Nimitz“ loten war das laut Commander Wilson kein Problem, aber die ständig arbeitenden Landeklappen, Quer- und Höhenruder zeigten schon, dass die Flugsteuersoftware der F-35C einiges zu tun hatte, um den Fighter perfekt auf dem Gleitpfad zu halten. EINFACHER ANFLUG DANK „DELTA FLIGHT PATH“ „Die Ingenieure, die für die Programmierung der Flugsteuerregelung zuständig sind, haben einen phänomenalen Job gemacht“, lobte Wilson. „Die F-35C bot im Endanflug ein narrensicheres Verhalten.“ Vor allem erwähnte Wilson die Integrated Direct Lift Control (IDLC), die „eine Gleitwegkontrolle wie bei keinem anderen Flugzeug ermöglicht. Auch unterdurchschnittliche Piloten können nun in der ‚Top-Hook-Rangliste‘ konkurrieren.“ IDLC ist Teil des „Delta Flight Path“ genannten Flugsteuermodus der F-35. Statt wie bisher den Gleitpfad bei fester Klappenstellung mit dem Gashebel zu korrigieren, arbeitet die F-35C mit automatischer Schubregelung und nutzt die nominell auf 15 Grad gestellten Klappen für die Kontrolle. Nach den ersten Landungen hatten die vier am DT I beteiligten Testpiloten „so viel Vertrauen in das Flugzeug, dass wir die Wetterminima auf die für den normalen Betrieb herabsetzten“, sagte Lt. Cmdr. Ted Dyckman. Sehr zufrieden zeigte sich die Testmannschaft auch mit einem alten Sorgenkind: Der Fanghaken, Mit der CF-03 machte Commander Tony Wilson die erste Trägerlandung einer F-35C. der bei ersten Tests an Land überhaupt nicht richtig funktioniert hatte, machte nach einer Umkonstruktion keine Probleme mehr. Er liegt ungünstig nahe am Hauptfahrwerk und benötigte deshalb einen stärkeren Dämpfer, der ihn besser aufs Deck drückt. Die Form des Hakens selbst ist nun spitzer. Bei den nächtlichen Tests saß Lt. Cmdr. Ted Dyckman im Cockpit. Fotos: Lockheed Martin Die Landungen am 3. November waren der Auftakt für ein umfangreiches Testprogramm. Nachdem eine kleine Panne mit der Instrumentierung behoben war, folgten am 4. November die ersten Katapultstarts. In den folgenden Tagen wurden weitere Landungen und Starts von allen vier Katapulten aus durchgeführt. Schrittweise änderte man die Parameter, um das Verhalten der F- 35C bei verschiedenen Bedingungen zu testen. Zunächst wurde die Lightning II zum Beispiel mit einer Überschussgeschwindigkeit von 45 km/h katapultiert, was man dann auf 28 km/h reduzierte. Beim Start wird der Pilot durch ein automatisches Programm unterstützt, das die F-35 korrekt in der Steigflug bringt, ohne dass er die Hand am Steuerstick hat. Neben den fliegerischen Versuchen wurde natürlich auch das Manövrieren an Deck untersucht. Dabei zeigte die F-35 ihren sehr engen Wenderadius. Schleppen und Anketten der Flugzeuge stellten die Mannschaft der „Nimitz“ offenbar vor keine Probleme. Auch Wartungsverfahren im Hangar unter Deck wurden geübt. Dazu war eine Prototypversion des ALIS-Computersystems mit Cmdr. Wilson nach der ersten Decklandung. 46 FLUG REVUE FEBRUAR 2015 www.flugrevue.de

Zu den Tests gehörten auch viele Durchstartmanöver. Navy-Version F-35C Zwar wirbt Lockheed Martin immer damit, dass die drei Versionen der Lightning II in weiten Teilen gleich sind, doch abgesehen von der Avionik weist die F-35C doch erhebliche Änderungen gegenüber den landgestützten Varianten des Fighters auf. So sind die Flügel deutlich größer (2,45 Meter mehr Spannweite und 62,1 statt 42,7 Quadratmeter Fläche), um für Landungen auf Flugzeugträgern noch akzeptable Geschwindigkeiten zu ermöglichen. Die äußeren Flächen lassen sich für enges Parken hochklappen. Das Fahrwerk musste für den Trägereinsatz ebenfalls angepasst werden, um die hohen Sinkraten bei der Landung abzufedern. Zudem erhielt das Bugfahrwerk nun zwei Räder und eine Stange zum Einhaken im Katapultschlitten. Da die US Navy einen größeren Einsatzradius benötigt, wurde die Tankkapazität der F-35C auf fast 9000 KIlogramm hochgesetzt. Dazu kommt, wie bei der F-35B, eine Luftbetankungssonde rechts vom Cockpit. Die US Navy plant die Einführung der F-35C, die ihre F/A-18E/F Super Hornet und EA-18G Growler ergänzen soll, recht vorsichtig. Die erste Staffel soll im August 2018 einsatzbereit sein, drei Jahre nach der F-35B des US Marine Corps. Bisher sind nur knapp 30 F-35C bestellt. Geplant ist eine Flotte von 260 Maschinen plus 63 für Staffeln des Marine Corps. www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2015 47

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