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FLUG REVUE 02/2015

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- Neue Eurowings: Lufthansa plant Billig-Langstrecken - Rosetta: Alle Details zur sensationellen Kometen-Landung - F-35 an Deck: Erste Trägertests auf der Nimitz

Militärluftfahrt Erste

Militärluftfahrt Erste Testphase auf der „Nimitz“ Bei den Katapultstarts wurde zunächst mit höheren Geschwindigkeiten gearbeitet. Hier der Prototyp CF-05 von der Teststaffel VX-20 aus Patuxent River. an Bord. Zwei im Hangar installierte Container dienten der Testmannschaft zur Planung und Auswertung der Versuche. KOMPLETTES PROGRAMM WURDE ABGEWICKELT Insgesamt kam man dabei schneller voran als gedacht. So blieb innerhalb der vorsichtig auf zwei Wochen terminierten Fahrt der „Nimitz“ auch noch Zeit, einmal den Betrieb bei Nacht durchzuspielen, was sonst immer erst beim zweiten Trägertest auf dem Plan steht. Am 13. November flog Lt. Cmdr. Dyckman mit der CF-03 ab 18 Uhr einige Touch-and- Go-Manöver, bevor er um 18:40 Uhr die erste Nachtlandung machte. Als die beiden F-35C am 14. November die CVN 68 wieder verließen, waren laut US Navy alle unbedingt notwendigen Testpunkte abgehakt. Die Statistik wies bei 39,2 Flugstunden 124 Katapultstarts, 222 Durchstartmanöver und 124 Landungen aus, bei denen die Fangseile nie verfehlt wurden. Das Fangseil Nummer 3 wurde so oft getroffen, dass es ausgetauscht werden musste, sagte Commander Tony Wilson. Ein guter Anfang scheint also gemacht, um die US-Marine etwas mehr für die F-35C zu begeistern. Bis zu der Fotos: Lockheed Martin, US Navy momentan für Ende 2018 geplanten vorläufigen Einsatzbereitschaft mit einer Staffel sind aber noch zwei weitere Development Tests an Bord eines Flugzeugträgers zu absolvieren, und zwar im Herbst 2015 und im Frühjahr 2016. Dabei werden die Anforderungen hochgeschraubt und beispielsweise Starts mit Nachbrenner und Landungen mit Außenlasten gefordert. Während die beiden F-35C vor der Küste Kaliforniens unterwegs waren, lief auf der Edwards AFB und in Patuxent River natürlich auch die Erprobung der Alle Katapulte wurden durchprobiert. Für Tests mit höheren Massen und Nachbrennereinsatz müssen die Strahlabweiser geändert werden. 48 FLUG REVUE FEBRUAR 2015 www.flugrevue.de

F-35 News Die nach dem Triebwerksschaden im Juni für das F135 eingeführten Inspektionsintervalle von drei Stunden wurden im November auf 13 Stunden erhöht. Hersteller Pratt & Whitney wollte bis Jahresende Details einer Umkonstruktion ausarbeiten, die das Reiben von Turbinenschaufeln am Gehäuse verhindert. In Patuxent River wurden die ersten Tragversuche mit ASRAAM und Paveway IV durchgeführt, wie sie die Royal Air Force verwendet. F-35A und der F-35B (Kurzstart- und Senkrechtlandung) weiter. Beim Navy- Testzentrum in Maryland wurden zum Beispiel die ersten Flüge mit den von der Royal Air Force genutzten ASRAAM und Paveway IV durchgeführt. Der Integrationsprozess für die spezifisch britische Bewaffnung begann mit neun Flügen, für die zwei der Prototypen der F- 35B benutzt wurden. Billie Flynn von Lockheed Martin und Squadron Leader Andy Edgell beurteilten dabei das Handling mit unterschiedlichen Außenlastkonfigurationen. Zunächst ging es nur um die Vermessung der Flattereigenschaften. Mit Abwurfversuchen soll Anfang 2015 begonnen werden. Wie weit das zeitweilige Flugverbot nach einem Triebwerksschaden im Juni das Testprogramm zurückgeworfen hat, wird erst die bei Redaktionsschluss noch nicht veröffentlichte Jahresbilanz zeigen. Ob das große Ziel, mit der F-35B im Juli 2015 beim US Marine Corps die vorläufige Einsatzbereitschaft zu erreichen, geschafft wird, ist zumindest fraglich. Auch das IOC-Datum bei der USAF im August 2016 ist wohl gefährdet. Hier hat der Stolperstein aber ausnahmsweise nichts mit dem Flugzeug selbst zu tun – wenn die A-10 nicht, wie von der USAF gewünscht, außer Dienst geht, fehlt Wartungspersonal, das für die Umschulung auf die F-35 vorgesehen ist. FR Das israelische Kabinett hat am 30. November die Beschaffung von 14 weiteren F-35A für eine zweite Staffel zugestimmt. Die Kosten wurden mit bis zu drei Milliarden Dollar (2,4 Mrd. Euro) angegeben. Über den Kauf von 17 zusätzlichen Maschinen soll erst 2017 beraten werden. Das Pentagon hat am 21. November den Vertrag für das Produktionslos LRIP VIII der F-35 bestätigt. Eine grundsätzliche Einigung war Ende Oktober erzielt worden. Die Flugzeuge sollen bis Mai 2017 geliefert werden. Im Einzelnen geht es um 19 F-35A für die US Air Force, zwei für Italien, zwei für Norwegen, vier für Japan und zwei für Israel. Dazu kommen sechs F-35B für das US Marine Corps und vier für Großbritannien. Die US Navy und das US Marine Corps erhalten zusammen vier F-35C. Der Auftrag umfasst neben der Produktion der Flugzeuge in Fort Worth diverse Missionsausrüstung, Pilotenausstattung, Designänderungen wegen nicht mehr verfüg barer Ausrüstung und eventuelle Nachrüstungen aufgrund von Testergebnissen. Die erste F-35-Staffel der US Navy (VFA-101) hat bis November in 16 Monaten 1000 Flugstunden mit der C-Version erreicht. Die „Grim Reapers“ sind in Eglin AFB für die Pilotenausbildung zuständig. Von der Eglin AFB in Florida aus haben F-22 Raptor und F-35 Lighning II der USAF zum ersten Mal gemeinsame Angriffsmissionen trainiert. Für die Übung verlegten vier F-22A der 149th Fighter Squadron, Virginia Air National Guard, nach Eglin. Die beteiligten F-35A gehörten zur dort stationierten 58th Fighter Squadron. Geflogen wurden laut USAF sowohl offensive als auch defensive Missionen gegen „feindliche“ Flugzeuge wie auch Angriffe auf hochwertige Bodenziele. Dabei ging es darum, Taktiken für das optimale Zusammenwirken der beiden Muster zu verbessern. „Die F-22 wurde als Luftüberlegenheitsjäger gebaut, und die F-35 ist ein Jagdbomber. Diese Flugzeuge ergänzen sich, und wir versuchen nun zu lernen …, dies in einem taktischen Szenario zusammenzuführen“, erläuterte Oberstleutnant Matt Renbarger, Commander der 58th FS. Die F-35C verfügt über hochklappbare Außenflächen. Ihre Flügel sind 50 Prozent größer als die der landgestützten Versionen. Die bisher mit F-16 fliegende 323 Squadron der königlich niederländischen Luftstreitkräfte wurde in Eglin AFB als F-35-Teststaffel neu aufgestellt. Auf dem Fliegerhorst Leeuwarden war zuvor die Tactes-Aufgabe für die F-16-Flotte (taktische Ausbildung, Erprobung und Normung) an die 322 Squadron übertragen worden. www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2015 49

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