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FLUG REVUE 02/2015

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- Neue Eurowings: Lufthansa plant Billig-Langstrecken - Rosetta: Alle Details zur sensationellen Kometen-Landung - F-35 an Deck: Erste Trägertests auf der Nimitz

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Luftbetankung mit der EC725 French Connec Vor der französischen Atlantikküste bei Bordeaux zieht eine C-130J Hercules der Aeronautica Militare Italiana in etwa 600 Metern Höhe mit zwei EC725 Caracal langsam ihre Kreise. Immer wieder lassen sich die Hubschrauber der Armée de l’Air etwas zurückfallen, um dann erneut an den beiden aus den Unterflügelbehältern ausgerollten Kraftstoffschläuchen anzudocken. Alles sieht flüssig und einfach aus. „In dieser Woche der gemeinsamen Übung mit unseren italienischen Freunden haben wir sechs zusätzliche Piloten für die Luftbetankung qualifiziert und so jetzt 15 Mann, also etwa sieben Besatzungen, verfügbar“, erklärte Lieutenant Colonel Gilles Malbos, Kommandeur der in Cazaux stationierten Escadron Hélicoptères 1/67 „Pyrénées“ nach 42 50 FLUG REVUE FEBRUAR 2015 Flugstunden und 320 Kontakten. Bei 28 davon floss wirklich Kraftstoff durch die Leitungen in die Hubschraubertanks. Außerdem war das Training eine gute Vorbereitung für die Combat-SAR- Übung „Angel Thunder“ in den USA, an der zwei Caracals teilnahmen. Das Programm vor dem Bassin d’Arcachon und über dem Médoc war dabei längst nicht die erste Zusammenarbeit der Franzosen mit den Crews der 46° Brigata Aerea aus Pisa-San Guisto. Bereits 2007 verlegte ein Team des Flugversuchszentrums CEV (Centre d´Essais en Vol) zum ersten Mal nach Pratica di Mare, um die neue EC725 von Airbus Helicopters (damals Eurocopter) für die Luftbetankung durch die Hercules zu qualifizieren. Im folgenden Jahr erfolgte dann die Einweisung von Piloten des Truppenversuchszentrums CEAM, bevor im November 2010 auch die ersten Besatzungen der EH 1/67 ausgebildet wurden. Im April 2013 kam eine C-130J der Italiener erstmals nach Cazaux, wobei man als Premiere auch die gleichzeitige Betankung von zwei Hubschraubern übte. Geplant sind nun zwei Trainingswochen pro Jahr. Für die Luftbetankungsausbildung benötigen die Caracal-Piloten 100 Flugstunden Erfahrung auf dem Muster. Als Basis ist ein Theorieprogramm zu absolvieren, in dem Systemkenntnisse und die Die EC725 üben mit italienischen Hercules.

Zwei EC725 können von der C-130J Hercules gleichzeitig mit Kraftstoff versorgt werden. tion Die Luftbetankung von Hubschraubern ist ein schwieriges Manöver. In Europa sind derzeit wohl nur die Crews der EH 1/67 „Pyrénées“ mit ihren EC725 Caracal dafür qualifiziert. Es folgen drei Flüge auf dem rechten Sitz, dem Pilotensitz, wobei links ein Fluglehrer dabei ist. Jedes Mal müssen mindestens sechs Kontakte mit den Schläuchen hergestellt werden. Zukünftige Fluglehrer müssen noch drei weitere Flüge absolvieren. Die Arbeit vom linken Sitz aus ist dabei schwieriger, weil der Tankausleger rechts am Rumpf montiert ist. Die Luftbetankung fordert von den Besatzungen volle Konzentration. Aber auch die Planung bis zum Kontakt mit dem Tanker will wegen der hohen Geschwindigkeitsunterschiede von Flugzeug und Helikopter wohl bedacht sein. Entsprechend den NATO-Vorschriften ATP 56 werden vorzugsweise zwei Verfahren verwendet. Beim „Head on“ fliegen Hubschrauber und Tanker auf Gegenkurs aufeinander zu (Höhenstaffelnotwendigen Vorschriften und Verfahren vermittelt werden. Die eigentliche Flugphase umfasst anschließend rund achteinhalb Stunden bei fünf Missionen. Fotos: Frédéric Lert www.flugrevue.de Zu Beginn ist der Schüler in der Rolle des Beobachters, und zwar zunächst während des Fluges im Tanker, dann auf dem dritten Sitz im Cockpit der EC725. Briefing in Cazaux: Das straffe Programm erfordert die exakte Koordination der Flüge. FLUG REVUE FEBRUAR 2015 51

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