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FLUG REVUE 02/2016

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News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRT GRÜNES LICHT VON EASA UND FAA A320neo zugelassen Die Luftfahrtbehörden EASA und FAA haben Ende November gemeinsam die Musterzulassung für die A320neo mit der Antriebsvariante PW1100G-JM erteilt. Drei A320neo mit den Pratt & Whitney-Triebwerken waren für das Zulassungsprogramm bei 350 Flügen rund 1070 Stunden in der Luft. Für die alternative Variante mit LEAP-1A-Triebwerken von CFM International erwartet Airbus die Zulassung in den kommenden Monaten. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe war die Übergabe des ersten Kundenflugzeugs noch vor dem Jahresende geplant. Als erster neo-Betreiber war nun Lufthansa vorgesehen, nachdem die ursprünglich von Airbus als neo-Erstbetreiberin angekündigte Qatar Airways eine Verzögerung ihrer ersten Abnahme erklärt hatte. Angeblich kommt es beim Wiederanlassen heißer PW-Triebwerke am Boden unter bestimmten Umständen zu Problemen wegen ungleichmäßiger Abkühlung. Pratt & Whitney hat dafür ein kurzfristiges Software-Update als Lösung angekündigt, das im Februar vorliegen soll. Foto: Airbus Schaden an D-AQUI Die historische Junkers Ju 52 der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung, D-CDLH alias D-AQUI, „Berlin-Tempelhof“ musste wegen eines Mittelholmbruchs im Rumpfsegment ihre Flugsaison 2015 vorzeitig beenden. Wegen der „sehr aufwendigen Reparatur“ (Lufthansa), die den Bau einer Reparaturvorrichtung erfordert, werde sich auch der bisher für Ende April oder Anfang Mai geplante Saisonbeginn 2016 unbestimmt verzögern, kündigte Lufthansa an. Die 1936 in Dessau gebaute und in Hamburg sogar als erstes „bewegliches Denkmal“ eingetragene Dreimot wird seit 1986 zu Rundflügen eingesetzt. Pro Jahr kommt sie dabei auf gut 300 Flugstunden und 420 Landungen. Bereits erworbene Fluggutscheine für Rundflüge 2016 behalten ihre Gültigkeit. Mi-8AMTSch-WA für den Arktiseinsatz Das Hubschrauberwerk in Ulan-Ude hat die erste speziell für den Arktiseinsatz ausgerüstete Mil Mi-8 an die russischen Luft- und Weltraumkräfte übergeben. Die Mi-8AMTSch-WA ist für den Betrieb bei Temperaturen von unter minus 40 Grad Celsius geeignet. Mit Zusatztanks hat der Transporthubschrauber eine Reichweite von über 1300 Kilometern. Zur Ausstattung für den Arktiseinsatz gehört eine verbesserte Heizung und Isolation von Cockpit und Kabine. Auch für die Triebwerke und das Getriebe gibt es Heizaggregate. Dazu kommen Teflonschläuche für die Hydraulik und das Kraftstoffsystem. Es wird ein digitaler Autopilot eingebaut, um die Piloten zu entlasten. Für die Besatzung gibt es eine kleine Küche. Foto: Rostec 10 FLUG REVUE Februar 2016 www.flugrevue.de

Foto: VBS/Schmidli Schweiz kauft Hermes 900 HFE Nachdem alle parlamentarischen Genehmigungen vorliegen, hat Elbit Systems den Auftrag für die Lieferung der Hermes 900 HFE an das Schweizer Militär erhalten. Wie der israelische Hersteller am 26. November mitteilte, hat der Vertrag einen Wert von etwa 200 Millionen Dollar (183 Mio. Euro). Die Schweiz erhält dafür sechs Fluggeräte und die zugehörige Ausrüstung für die Steuerung vom Boden aus. Das System soll innerhalb von vier Jahren geliefert werden, so Elbit. Der Schweizer Nationalrat hatte den Kauf, der im Rahmen des Rüstungsprogramms 2015 beantragt wurde, im Juni gebilligt. Der Ständerat folgte im September. Nach einem Evaluationsprogramm inklusive Testflügen in der Schweiz hatte sich das Verteidigungsministerium in Bern im Juni 2014 für die Hermes 900 mit Dieselmotor und gegen die IAI Heron entschieden. Drohnen ähnlicher Leistungsfähigkeit hätten die USA der Schweiz nicht verkaufen wollen, hieß es. ❱❱❱ kurz notiert Die vierte und damit letzte Boeing 737 AEW&C für die türkischen Luftstreitkräfte ist am 9. Dezember bei der 131 Filo auf der Basis Konya eingetroffen. Das 1,2 Milliarden Dollar teure „Peace Eagle“-Programm läuft seit 2002. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben bei Saab ein Swing Role Surveillance System bestellt. Die Kosten liegen bei 1,27 Milliarden Dollar. Das SRSS nutzt den Geschäftsreisejet Bombardier Global 6000 als Plattform. Es dient nicht nur als Frühwarnflugzeug, sondern kann dank weiterer Sensoren (Radar und elektrooptische Sensoren) gleichzeitig Ziele an Land und auf See aufspüren und verfolgen. Mit der belgischen Regionalfluggesellschaft VLM hat der Bodensee-Airport Friedrichshafen einen neuen Anbieter von Linienflügen gefunden, der ab Mitte Februar Berlin, Düsseldorf und Hamburg anbindet. Dazu werden die Belgier drei eigene Fokker 50 fest am Bodensee stationieren. Friedrichshafen hat damit den dringend benötigten Nachfolger für die früheren InterSky-Flüge gefunden. Australien kauft Pilatus PC-21 Das australische Verteidigungsministerium hat am 8. Dezember den Vertrag für das AIR-5428-Programm unterzeichnet. Es beinhaltet die Beschaffung von 49 Pilatus PC-21. Die PC-21 für Australien werden ab Juni 2017 ausgeliefert und das Rückgrat der Pilotenausbildung über die kommenden 25 Jahre darstellen. Mit diesem Auftrag hat Pilatus 180 PC-21 verkauft, und Australien ist bereits der sechste Kunde. Der Kauf der PC-21 erfolgt im Rahmen des neuen Trainingsprogramms, bei dem Lockheed Martin als Hauptauftragnehmer fungiert und sieben moderne Simulatoren liefern wird. Als dritter Partner ist Hawker Pacific für Wartung und Logistik zuständig. Der Gesamtauftragswert für die ersten sieben Jahre liegt bei 1,2 Milliarden australischen Dollar (ca. 787 Mio. Euro). Die PC-21 werden in East Sale, Victoria, und in Pearce, Western Australia, verwendet. Rolls-Royce erprobt Trent 7000 Ein Demonstrator des Airbus-A330neo-Triebwerks hat am 27. November seinen ersten Testlauf im britischen Derby absolviert. Das Trent 7000 als exklusiver Antrieb des Airbus A330neo ist das siebte Mitglied der Trent-Familie von Rolls-Royce und soll 2017 in Dienst gehen. Es kombiniert die Erfahrung aus dem Trent 700 mit der neuen Technologie des Trent XWB. Basis für den Entwurf ist die Auslegung des Trent 1000- TEN der Boeing 787, allerdings mit Zapfluftsystem. Das Trent 7000 ist in der Schubklasse von 302 bis 320 Kilonewton angesiedelt. Sein Treibstoffverbrauch soll um zehn Prozent geringer, das Nebenstromverhältnis doppelt so groß sein wie beim aktuellen Trent 700. Foto: Rolls-Royce Foto: Pilatus www.flugrevue.de FLUG REVUE Februar 2016 11

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