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FLUG REVUE 02/2016

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Zivilluftfahrt KLM

Zivilluftfahrt KLM stellt Boeing 787-9 in Dienst „Sonnenblume“ 787 Es sind keine leichten Zeiten für Alain de Juniac, den Chef der Air France/KLM-Gruppe – erst die spektakulären Tumulte protestierender Gewerkschafter, dann die Terrorangriffe in Paris, schließlich die Attacke auf ein Hotel in Mali, in dem eine Air France- Crew wohnte, aber nicht zu Schaden kam. So ist de Juniac einen Tag danach froh, entspannen zu können, als KLM in Amsterdam im November ihre erste Boeing 787-9 vorstellt. Es ist der erste Dreamliner für die Air France/KLM- Gruppe, und er trägt den Taufnamen „De Zonnebloem“ („die Sonnenblume“). „Air France erwartet ihre erste 787-9 erst im November 2016, aber da wir noch in Gesprächen mit unseren Piloten sind, könnte es sein, dass wir unsere Flotte verkleinern müssen und Abnahmen verschieben oder Flugzeuge an KLM weitergeben“, so de Juniac im Gespräch mit der FLUG REVUE. Von Orderstornierungen spricht der Airline- Chef nicht. Innerhalb der Skyteam-Allianz ist KLM erst die zweite Gesellschaft nach Vietnam Airlines, die die längere 787-9 in Dienst stellt. Etwa ein Dutzend Airlines betreiben jetzt die 787-9, nachdem die erste im Juni 2014 an Air New Zealand ausgeliefert wurde. KLM erhält 15 Die Niederländer setzen bei ihrer Flottenerneuerung auch auf den sparsamen Dreamliner. Wegen seiner Frachtkapazität soll er sogar ältere Jumbo Jets ablösen. Boeing 787-9, und, nach einer Anpassung einer Bestellung im August 2015, sechs der nochmals gestreckten 787-10. Die sollen ab 2020 geliefert werden. Air France hat 13 Boeing 787-9 geordert und wird drei weitere von Leasingfirmen erhalten. Ursprünglich hatte die Gruppe 2011 insgesamt 25 Dreamliner bestellt, 13 für die Franzosen und 12 für die Niederländer. Danach unterzeichnete sie eine Leasingvereinbarung für weitere zwölf (davon neun für KLM), um die Flottenerneuerung zu beschleunigen. Die Flugzeuge sind zwischen Air France und KLM austauschbar. Sie verfügen über identische Konfigurationen und Sitze, die lediglich ein unterschiedliches Erscheinungsbild aufweisen. 787-Premiere bei KLM Am 22. November führte KLM mit ihrer ersten, über die niederländische Leasingfirma AerCap gemieteten Boeing 787-9 drei einstündige Premierenrundflüge über den Niederlanden durch. Dabei veranstaltete Kapitän Bouke Rypma, der den Dreamliner kurz zuvor aus Everett abgeholt hatte, in der Kabine ein Quiz, dessen Gewinner jeweils ein Flugzeug-Standmodell erhielt. Die ersten regulären Linieneinsätze bei der niederländischen Fluggesellschaft führen den Dreamliner von Amsterdam nach Abu Dhabi und Bahrain. 30 FLUG REVUE FEBRUAR 2016 www.flugrevue.de

Die Trennlinie der neuesten KLM-Lackierung ist am Bug weit nach unten gezogen. KLM-CEO Pieter Elbers erklärt gegenüber der FLUG REVUE: „Die 787-9 löst den Airbus A330 und die Boeing 747-400 Combi ab und ist damit ein sehr wichtiger Schritt in unserem Erneuerungsprogramm.“ Vor allem, so betont KLM, sei der geringere Kraftstoffverbrauch der 787-9 elementar. „Der Richtwert dabei war die Boeing 767-400ER, weil die Boeing 787 im Vergleich eine neue Generation ist. Aber sogar im Vergleich zur Boeing 777-200ER ist der Dreamliner ein sehr viel treibstoffeffizienteres Flugzeug“, freut sich Elbers. Tatsächlich betrage der Minderverbrauch der 787 gegenüber der 777-200ER laut KLM 21 Prozent. Gegenüber der Boeing 747-400, von denen KLM weiterhin fünf betreibt, ist der Dreamliner um genau 28,4 Prozent effizienter. KLM ist inzwi- KLM benennt ihre Dreamliner nach Blumen. Den Anfang macht „De Zonnebloem“, die PH-BHC. Fotos: KLM, Spaeth (3) www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2016 31

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