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FLUG REVUE 02/2016

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Zivilluftfahrt Tampa

Zivilluftfahrt Tampa International Airport Lufthansa bedient das Ziel Tampa im Winter viermal pro Woche mit der A340. aber im Mittelpunkt – gerade Europäer lieben die weiten Sandstrände der familienfreundlichen Golfküste. Den Anfang mit eigenen diensten von Tampa nach London-Gatwick machte vor Jahren British Airways. Die Airline fliegt inzwischen täglich mit Boeing 777, dem derzeit größten Flugzeug im Liniendienst am Airport. British Airways und die ebenso hier vertretene Copa Airlines aus Panama fliegen beide sowohl nach Orlando als auch nach Tampa. „Das ergänzt sich hervorragend“, sagt Chris Minner. Swiss-Ferienflugtochter Edelweiss ist bereits seit 2011 mit nunmehr drei Zürich-Abflügen in der Woche in Tampa vertreten. Als im selben Jahr Joe Lopano als Flughafenchef antrat, legte er eine Prioritätenliste fest, welche internationalen Verbindungen er nach Tampa holen wollte. Dazu gehörte die nach Panama, die bald Realität wurde, und die nach Frankfurt. „Wir haben bereits 2011 begonnen, mit Lufthansa zu sprechen“, erinnert sich Marketing-Chef Minner. „Aber die sagten, sie hätten nicht das richtige Flugzeug für diese Route.“ Das änderte sich erst mit dem intern „Jump“ genannten Projekt der Airline, bei dem Piloten der CityLine mit Lufthansa-Airbus A340- 300 in Star-Alliance-Bemalung ohne Lufthansa-Aufschrift unterwegs sind. „Wir haben jetzt mit dieser A340-Teilflotte – sie soll auf acht Flugzeuge anwachsen, die jeweils über 18 Business-, Täglich verkehren im Durchschnitt 207 Flüge in Tampa. 19 Premium-Economy- und 261 Economy-Sitze verfügen – die ideale, maßgeschneiderte Konfiguration für Ziele wie Tampa“, sagt Lufthansa-Vorstand Karl Ulrich Garnadt der FLUG REVUE. KUBA ALS NÄCHSTE GROSSE WACHSTUMSHOFFNUNG Seit Ende September 2015 landet einer dieser „Jump“-A340 der Lufthansa fünfmal wöchentlich in der Hauptsaison und viermal in der Nebensaison in Tampa. „Das ist für uns eine Riesensache“, freut sich Chris Minner. „Es bedeutet für die Region 600 Arbeitsplätze und 98 Millionen Dollar mehr Umsatz!“ Derart beflügelt, arbeitet das Management-Team von Tampa nun daran, auch die restlichen Orte der Wunschliste zu realisieren: Mexiko City, Bogotá und São Paulo. Von niedrigem Niveau ausgehend erlebt der internationale Verkehr derzeit eine Blüte und verzeichnet seit 2010 einen Zuwachs um über 70 Prozent auf jetzt über 680 000 internationale Passagiere. Trotzdem macht das grenzüberschreitende Geschäft erst knapp drei Prozent des Gesamtaufkommens aus. Rund 40 Prozent aller Fluggäste stammen aus der Region, 60 Prozent sind Besucher, drei Viertel davon Touristen. 2014 wurden 17,5 Millionen Passagiere abgefertigt, 2015 waren es über 18 Millionen. Intensiv beobachtet man die Öffnung der USA nach Kuba. Tampa war bislang einer von nur drei Flughäfen mit Charterflügen in das kommunistische Land, das quasi vor der Haustür liegt. Die Flüge werden von American Airlines, jet- Blue und Sun Country durchgeführt. Bis August 2015 wurden im abgelaufenen Jahr mit gut 66 000 Kuba-Passagieren bereits mehr Fluggäste abgefertigt als während des ganzen Vorjahrs. Sobald reguläre Linienflüge nach Kuba möglich sind, erwartet Tampa nochmals deutlich steigende Zahlen. Derzeit ist Southwest Airlines mit rund 35 Prozent Marktanteil stärkste Gesellschaft in Tampa, gefolgt von American Airlines (20 Prozent) und Delta (18 Prozent). Die aufkommenstärksten Routen führen nach New York, Chicago und Washington, D.C. Um auf weiteres Wachstum vorbereitet zu sein, beginnt der Flughafen derzeit die Umsetzung seines Masterplans, der die Passagierkapazität auf bis zu 35 Millionen verdoppeln soll. Wichtigster Schritt ist die Auslagerung der Autovermietungen aus dem Terminal in ein gut zwei Kilometer entferntes Mietwagenzentrum. Dies wird ebenfalls per Kabinenbahn angebunden. Damit entsteht im Gebäude genügend Platz, um es auch künftig bei einem Zentralkomplex belassen zu können. Aktuell herrscht noch die Atmosphäre der 1970er Jahre vor, wenn man den 1972 eröffneten Kontrollturm – damals der höchste in den USA – oder das ein Jahr später in Betrieb genommene Marriott Airport Hotel daneben betrachtet. Beide Gebäude sollen ersetzt werden und Platz schaffen für die Erweiterung des Zentralgebäudes um über 4600 Quadratmeter Fläche. „Wir haben sowohl im Luftraum als auch bei den Runways noch auf lange Sicht Platz“, sagt Joe Lopano. Obwohl drei Bahnen zur Verfügung stehen, was üblicherweise 118 Flugbewegungen pro Stunde ermöglicht, werden fast 98 Prozent des Verkehrs über die mit 3353 Metern längste Bahn 19R/1L abgewickelt. Tampa jedenfalls, das sich gern als „Gateway zu Floridas Westküste“ bezeichnet, ist bei Passagieren sehr beliebt und zählt ob seiner Kundenfreundlichkeit dank seines ungewöhnlichen Konzepts zu Recht immer wieder zu den Top-Flughäfen weltweit. FR Foto: Tampa International Airport (1), Spaeth 38 FLUG REVUE Februar 2016 www.flugrevue.de

AirSpot In unseren AirSpot-Highlights des Monats finden Sie sehenswerte Fotos von besonderen Flugzeugen und fliegenden Raritäten aus aller Welt, die unseren Lesern beim Aircraft Spotting vor die Kameralinse gekommen sind. Eurospot, Toulouse, Frankreich Der zweite Airbus A330-300 für die spanische Ferienfluggesellschaft Evelop Airways trägt erstmals schon ab Werk die vollen Farben der Airline. Am 11. Dezember kam das künftig über Intrepid als EC-MII geleaste Flugzeug noch als F-WWYQ von einem Probeflug zurück. Die 2013 gegründete Evelop gehört der spanischen Hotelkette Barceló. Rene Köhler, Brüssel, Belgien Mit einer Sonderlackierung in „Star Wars“-Farben kam die Boeing 787-9, J873A von ANA am 9. Dezember aus Japan nach Brüssel. Das nach dem „Astromechdroiden“ aus dem Film benannte Flugzeug, der „R2-D2 ANA Jet“, wurde zuvor bei der Premiere in Japan mit Passagieren in passenden „Star Wars“-Kostümen eingeweiht. Daniel Schwinn, Amsterdam, Niederlande Ebenfalls vom 9. Dezember, allerdings aus Amsterdam, stammt die Aufnahme des Airbus A320-233, OY-JRZ von Danish Air Transport. Das 1989 als Luftfrachtairline gegründete Unternehmen aus Vamdrup in Dänemark wächst erfolgreich mit Passagier-Linienflügen und betreibt unter anderem fünf A320 und sieben ATR. Stefan Sjögren, Stockholm-Bromma, Schweden Nach einer Kundenvorführung bei Malmö Aviation machte sich die Bombardier CS100, C-FFCO aus Stockholm- Bromma auf den Weg nach Riga zu Air Baltic. Der 1936 eröffnete Flughafen Bromma lag damals vor der Stadt und ist heute von Bebauung umschlossen, weshalb hier nur noch besonders lärmarme Flugzeugmuster zugelassen sind. Bitte beachten Sie auch unsere große Foto-Community im Internet. Auf der Webseite http://community.flugrevue.de/ finden Sie immer die neuesten Aufnahmen unserer Leser. Die Teilnahme ist für alle Einsender kostenlos. www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2016 39

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