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FLUG REVUE 02/2016

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Militärluftfahrt Airbus

Militärluftfahrt Airbus A400M Mühsamer Steigflug Die Luftwaffe hat ihren zweiten und dritten A400M-Transporter erhalten. Derweil müht sich Airbus um eine Steigerung der Produktion und die Qualifizierung noch fehlender Fähigkeiten für den taktischen Einsatz. Fotos: Stefan Petersen, Airbus, Luftwaffe Von KARL SCHWARZ Fast genau ein Jahr hat das Lufttransportgeschwader 62 auf seinen zweiten Airbus A400M gewartet. Oberst Ludger Bette, der Kommodore des Verbands, war deshalb froh, als er am 10. Dezember 2015 die „54+03“ (MSN30) nach ihrem Überführungsflug aus Sevilla in Wunstorf begrüßen konnte. Auch die Maschine mit der Kennung 54+02 (MSN29) wurde dann, am 18. Dezember, in Sevilla übergeben – immerhin, denn der Plan sah eigentlich für 2015 die Lieferung von fünf A400M an die Luftwaffe vor. „Wir benötigen diese Luftfahrzeuge, um beginnend 2016 die Transall im Bereich des logistischen Lufttransports sukzessive abzulösen“, gab Bette die Richtung vor, nachdem die sogenannte Einsatzprüfung für die Erstbefähigung im September abgeschlossen wurde. „Darüber hinaus müssen die Anzahl der zur Verfügung stehenden Luftfahrzeuge und die Anzahl der ausgebildeten Besatzungen in einem angemessenen Verhältnis stehen“, so der Kommodore. Weil die Flugstunden nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt wurden, konnten von den 13 Crews mit Musterberechtigung nämlich lange nur drei wirklich regelmäßig fliegen, zwei weitere kamen im November ins Line- Training. SIMULATOR IN WUNSTORF „Bis Ende 2016 können wir das Rating durch Simulatorstunden erhalten“, erläuterte Bette bei einem Besuch der FLUG REVUE, „wir gehen also kein Risiko ein.“ Was die Ausbildung auf dem neuen Muster betrifft, ist das LTG 62 bestens ausgestattet. Neben einer FP-FTD (Flat Panel Flight Training Device) für die Einarbeitung in die Systeme 44 FLUG REVUE FEBRUAR 2016 www.flugrevue.de

dem Simulator nur ein einziger realer Flug in der A400M auf dem Plan steht. Neben den Luftfahrzeugführern der Luftwaffe und später der Armée de l´Air werden in Wunstorf auch die Technischen Ladungsmeister (TLM) ausgebildet. Da die A400M im Gegensatz zur Transall keinen bordtechnischen Offizier mehr hat, erhalten sie ein technisches Grundwissen vermittelt. Das Modul „Loadmaster“ dauert 33 Ausbildungstage, während für das Modul „Servicing“ zehn Tage angesetzt sind. Für die Praxis steht seit Juli 2015 ein Während die erste A400M den Syrien-Einsatz unterstützte (links) traf die 54+03 am 10. Dezember beim Lufttransportgeschwader 63 in Wunstorf ein. steht auch ein Flugsimulator von Thales bereit, der von der Qualität her den besten zivilen Geräten entspricht. Mit bis zu drei längeren Trainingsmissionen pro Tag soll er rund 50 Stunden pro Woche genutzt werden. Der Startschuss für den ersten nationalen Lehrgang zur Musterberechtigung A400M fiel am 6. Juli. Ein zweiter Kursus begann im November, bei dem neben vier erfahrenen Transall-Piloten zwei Neulinge dabei waren, die direkt von der Grundausbildung in Bremen kamen. Für das Type Rating sind 44 Arbeitstage angesetzt, wobei neben der Theorie und In Sevilla werden die A400M (hier die Nummer 2 und 3 für die Luftwaffe) auf ihre Auslieferung vorbereitet. Die Rate soll 2016 deutlich steigen. www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2016 45

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