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FLUG REVUE 02/2016

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Militärluftfahrt Airbus

Militärluftfahrt Airbus A400M Halbjahr 2016 steht noch der Abwurf einer 25-Tonnen-Last aus. Während es hier um das aufwendige Abarbeiten eines Testplans geht, musste Airbus an anderer Stelle vorerst das Handtuch werfen. Die Betankung von Hubschraubern sei angesichts der Strömungsverhältnisse hinter der Maschine nicht machbar, musste der Hersteller nach Versuchen mit der EC725 Caracal einräumen. Die Position zu halten sei für den Helikopter zu schwierig, zudem werde der Rotor stark belastet. Nun sollen grundlegende Untersuchungen zeigen, ob zum Beispiel eine Verlängerung der Tankschläuche eine Lösung bringen könnte. A400M – Flüge 2015 Nach dem Absturz im Mai waren die Flugzeuge teils für längere Zeit gegroundet. Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Deutschland 0 4 4 3 2 0 5 14 6 Frankreich 47 65 72 77 42 53 97 74 73 Großbritannien 22 27 53 29 9 15 57 55 43 Malaysia – – 4 3 2 0 5 14 6 Türkei 31 27 15 18 4 15 21 43 0 Solche, wenn auch nicht unerwarteten Neuigkeiten sind natürlich unerfreulich – besonders für die Armée de l´Air, die nun wohl einige Hercules-Tanker beschaffen muss. Auch ein weiteres Ansinnen von Airbus dürfte nicht überall auf Gegenliebe stoßen. Statt den genau definierten Plan für den Fähigkeitsaufwuchs bis 2018 (SOC1, SOC 1.5, SOC2, SOC 2.5 und SOC3) zu erfüllen, will der Hersteller nun die noch notwendigen Verbesserungen in die Flugzeuge einarbeiten, sobald sie zugelassen sind. So könne man im Laufe des Jahres 2016 Dinge wie die erste Stufe des elektronischen Selbstschutzes oder neue Funktionalitäten der Flugführungssoftware verfügbar machen. Die Verhandlungen mit der zuständigen Rüstungsagentur OCCAR über die neue „Roadmap“ laufen allerdings noch. BALD NEUE VERKÄUFE? All diesen anhaltenden Schwierigkeiten zum Trotz ist Fernando Alonso, der bei Airbus Defence & Space für die Militärflugzeugprogramme zuständig ist, davon überzeugt, dass die „A400M ein fantastisches Flugzeug sein wird“. Nachdem Boeing die Produktion der C-17 eingestellt hat, sieht Airbus die Marktaussichten sehr positiv. Obwohl der Hersteller zu Spekulationen über Interesse aus Ländern wie Ägypen oder Saudi-Arabien keinen Kommentar abgibt, ist Alonso „zuversichtlich, dass wir innerhalb der nächsten 24 Monate Aufträge von anderen Ländern erhalten werden“. Als Ziel wird derzeit der Verkauf von 300 A400M über die nächsten 30 Jahre vorgegeben. Da sowohl Deutschland als auch Spanien nicht alle ihre bestellten Flugzeuge betreiben werden, müssen auch für etwa zwei Dutzend Maschinen, die bereits im Auftragsbuch stehen, neue Abnehmer gefunden werden. FR 48 FLUG REVUE FEBRUAR 2016 www.flugrevue.de

Auch auf Graspisten kann die A400M eingesetzt werden. Die Versuche zur Betankung von zwei F-18 Hornet mittels Schlauchbehälter sind abgeschlossen. Das Tanksystem im Rumpf wird 2016 getestet. LTG 63 fliegt noch bis 2021 mit Transall Anfang Dezember war es offiziell: Die Nutzungszeit der C-160 Transall beim Lufttransportgeschwader 63 wird um drei Jahre bis 2021 verlängert. Dies ist notwendig, da sich die volle Einsatzbereitschaft des Airbus A400M im taktischen Lufttransport in Krisen- und Einsatzgebiete verzögert. Um diese Fähigkeit weiterhin zu erhalten, ist die Verwendung von Transall in der ESS-Version (mit Selbstschutzausrüstung) weiterhin erforderlich. Die neuen Planungen sehen nun so aus, dass das Lufttransportgeschwader 61 in Penzing zum Ende des Jahres 2017 aufgelöst wird. Ab 2018 starten die Transall dann nur noch vom Standort Hohn aus. Die Hälfte der 20 Transportflugzeuge des LTG 63 sind mit Selbstschutzanlagen gegen Boden-Luft-Raketen ausgerüstet. Somit ist Hohn der einzige Standort in Deutschland, von dem aus zwischen 2018 und 2021 Einsätze in Krisengebiete geflogen werden können. Laut Kommodore Oberst Hartmut Zitzewitz wird im Januar 2019 begonnen, Personal abzubauen. In das letzte Nutzungsjahr werde der Verband mit insgesamt 680 militärischen und zivilen Beschäftigten starten. Derzeit sind noch 1000 Soldaten und 200 zivile Mitarbeiter auf dem Fliegerhorst tätig. In Sevilla hat die Montage der ersten A400M für Spanien begonnen. Sie soll bis Mitte 2016 ausgeliefert werden. Angeliefert werden die Teile im Beluga. Die Royal Air Force hat ihre monatlichen Flugstundenzahlen kontinuierlich gesteigert und liegt nun ebenfalls bei über 1000 Stunden. Fotos: Airbus (3), Crown Copyright www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2016 49

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