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FLUG REVUE 02/2017

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Zivilluftfahrt

Zivilluftfahrt Erfolgreicher Umbau bei Iberia Die Business Class, hier in der A340-600, bietet „Mini-Suiten“ mit Trennwänden. 26 FLUG REVUE FEBRUAR 2017 www.flugrevue.de

17 Airbus A340-600 sind heute die Flaggschiffe der Iberia-Flotte. Neue A350-900 sollen sie ablösen. bis 14 Prozent hinnehmen. „Die Situation damals war so bedrohlich, dass jeder den Ernst der Lage begriff“, sagt Sansavini. „Nur durch die Zustimmung zu diesen massiven Maßnahmen konnten die riesigen Verluste gestoppt werden und steht Iberia heute da, wo sie jetzt ist.“ Die heutige Iberia ist kaum wiederzuerkennen: Das (leider ziemlich austauschbare) neue Erscheinungsbild verzichtet auf die Königskrone im Logo; sie ist nur noch in Miniatur vor dem Kennzeichen zu sehen. Allein Leitwerk und Heck sind farbig gehalten und repräsentieren mit Rot und Gelb die Farben der spanischen Flagge. Rund drei Viertel der reinen Airbus-Flotte wurden bereits neu lackiert. Den neuen Look tragen teilweise brandneue Flugzeuge. „Die Flottenerneuerung während der Restrukturierung hätten wir uns ohne die Finanzhilfe der IAG niemals leisten können“, sagt Marco Sansavini. Einige der derzeit zwölf Airbus A330-200 (vier im Bestand) sowie A330-300 (acht im Bestand) sind erst jüngst geliefert worden, neun kommen bis Ende 2017 hinzu. Die fünf A340-300 wurden dagegen im Herbst 2016 stillgelegt. Ab 2018 erhält die Airline dann die ersten von 16 bestellten A350-900, die langfristig die 17 A340-600 beerben werden. Auch wenn es in der IAG Group entsprechende Meldungen gab, so hat Iberia derzeit keine Pläne, gebraucht gekaufte A380 einzusetzen. „Unser Fokus liegt eher auf hohen Frequenzen. Wir bedienen New York, Mexico City und Buenos Aires zweimal täglich oder Lima zehnmal wöchentlich“, erklärt der CCO. NÄCHSTES ZIEL: PROFITABLE LANGSTRECKEN Außerdem ist Iberia dabei, stillgelegte Routen wieder aufzunehmen. Das gilt für Flüge nach Havanna, Santo Domingo und Montevideo, die erst im Rahmen der Restrukturierung aufgegeben worden waren. Ferner werden die Ziele Johannesburg und San Juan/Puerto Rico wiederbelebt, die einige Jahre nicht angeflogen wurden. Neu im Streckennetz sind asiatische Ziele; dort war Iberia seit fast zwanzig Jahren gar nicht vertreten. Seit Juni 2016 fliegt sie Schanghai an, seit Oktober Tokio-Narita, wo Iberia Fotos: Simon Wilson/Rui Alves/AirTeamImages dem Joint Venture der Oneworld-Partner British Airways, Finnair und Japan Airlines beitreten darf. Ganz klar liegt der Schwerpunkt auf Mittel- und Südamerika. Hier bedienen die Spanier derzeit 20 Ziele. Aber gerade auf ihrem wichtigsten Markt ist der Wettbewerb härter geworden, durch Airlines aus dem Zielgebiet wie LATAM oder Avianca, aber auch den spanischen Konkurrenten Air Europa. „Unser Fokus liegt jetzt darauf, unsere Langstrecken profitabel zu machen und nicht noch mehr neue Routen zu eröffnen“, sagt Sansavini. „Unser Ziel ist es auch, unsere Präsenz auf europäischen Routen zu erhöhen.“ DREI MARKEN IM DEUTSCHLANDVERKEHR Besonders stark ist Iberia in Deutschland vertreten, mit 147 Flügen pro Woche zu fünf Flughäfen. „Mit einem gesunden Mix aus Iberia, Iberia Express und Air Nostrum“, sagt der CCO. Air Nostrum ist Iberias Regionalpartner, der auch Düsseldorf bedient. Bereits vor etwa fünf Jahren hatten die Spanier ihren eigenen Low-Cost-Ableger gegründet, heute betreibt Iberia Express 19 A320 und zwei A321. Schon 2015 wurde die Europaflotte von Iberia sowie der Flugzeugpark von Iberia Express jeweils um drei Flugzeuge aufgestockt, dieses Jahr um je eins. „Beide wachsen mit der gleichen Geschwindigkeit“, so Sansavini. Iberia Express betreibt mit Business- und Economy-Kabinen sowohl Punkt-zu- Punkt-Verkehre wie klassische Billigflugrouten (etwa Stuttgart – Palma) als auch Zubringerverkehr für Langstrecken wie Berlin – Madrid. Auch für alle Flüge vom spanischen Festland auf die Balearen und Kanaren ist Iberia Express zuständig. „Wir haben verschiedene Vehikel, um unterschiedliche Marksegmente profitabel zu bedienen“, so Sansavini. „Iberia Express ist gegenüber den besten Billigfliegern Europas wettbewerbsfähig, sie ist für uns sowohl für Wachstum als auch für Zubringerdienste nach Madrid wichtig.“ Immerhin 17 Prozent aller Passagiere steigen in Madrid auf die Langstrecke um, 55 Prozent fliegen im Punktzu-Punkt-Verkehr in die Hauptstadt; die restlichen 28 Prozent wechseln auf Mit- www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2017 27

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