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FLUG REVUE 03/2015

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Qatar Airways: A350 im Dienst Ariane 6: Europas neuer Träger Großes Special: Luftwaffe übernimmt A400M

Zivilluftfahrt Rätsel

Zivilluftfahrt Rätsel um Flug QZ 8501 Absturz vor Indonesien Die verunglückte A320 gehörte einer indonesischen Tochtergesellschaft der Air- Asia-Gruppe aus Malaysia. Der 2008 gebaute Airbus A320 PK-AXC der Niedrigpreis-Fluggesellschaft Indonesia AirAsia war als Flug QZ 8501 mit 155 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern am Morgen des 28. Dezember vom Surabaya Juanda International Airport nach Singapur unterwegs, als das Flugzeug über der Javasee, südöstlich von Singapur, ein Schlechtwettergebiet mit tropischen Gewittern durchqueren musste. Nach einem normalen Flugverlauf änderte das sich im Reiseflug auf Flugfläche 320 (9753 m) mit 471 Knoten (872 km/h) bewegende Flugzeug seinen Kurs nach links, bis es zu einem kurzen, aber extrem steilen Steigflugmanöver kam. In bei Redaktionsschluss noch nicht offiziell bestätigten Dokumenten der indonesischen Luftfahrtbehörde wird die Steigrate mit bis zu 12 675 Fuß (3863 m) pro Minute angegeben! Durch den extrem steilen Steigflug auf 11380 Meter war die Geschwindigkeit des Flugzeugs auf nur noch 119 Knoten (220 km/h) abgesunken – zu langsam, um sich noch in der Luft halten zu können. Indonesiens Verkehrsminister Ignasius Jonan berichtete, die Piloten hätten noch kurz zuvor bei der Flugsicherung per Funk eine Steigflugfreigabe erbeten, um bedrohlichen Gewitterwolken auszuweichen, was wegen anderer Flugzeuge im selben Luftraum zunächst abgelehnt worden sei. Das Flugzeug stürzte mit auffallend niedriger Vorwärtsgeschwindigkeit von nur 65 bis 78 Knoten, aber mit extremen Sinkraten zwischen 11 519 und 16 319 Fuß pro Minute in einer immer enger werdenden Linkskurve ab und schlug auf der Wasseroberfläche auf. Alle 162 Insassen kamen dabei ums Leben. Laut Angaben von Tatang Kurniadi, des Chefs der indonesischen Unfalluntersuchungsbehörde National Transportation Safety Committee, deuten die Stimmen auf dem Cockpit Voice Recorder darauf hin, dass nur die geplante Besatzung im Cockpit war. Damit sei ein terroristischer Akt unwahrscheinlich. Auch hätten die Piloten bis zum Aufschlag darum gerungen, die Kontrolle über das Flugzeug zurückzugewinnen, während im Cockpit zahlreiche Warntöne, darunter jener für einen Strömungsabriss, erklungen seien. 34 FLUG REVUE MÄRZ 2015 www.flugrevue.de

Ein Airbus A320-200 von Indonesia AirAsia stürzte am 28. Dezember in einem Unwettergebiet vor der Küste Indonesiens nach einem extremen Steigflugmanöver ins Meer. Militärpolizisten bringen einen Flugschreiber zur Auswertung. Suchmannschaften bei der Bergung von Trümmern aus 30 Metern Tiefe. Erst nach tagelanger Suche konnte das Wrack geortet werden. Glücklicherweise gelang die Bergung des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders, und sie konnten auch ausgelesen werden. Nähere Angaben über dieses Unglück wollten die indonesischen Behörden nur stark eingeschränkt machen. Erst anhand des mittelfristig erwarteten Abschlussberichts dürfte es Klarheit über diesen tragischen Absturz geben. FR SEBASTIAN STEINKE Fotos: US Navy (4), Airbus, Reuters Ein Bergungstaucher der US Navy bereitet ein Sonargerät vor, um Trümmerteile aufzuspüren. Flug QZ 8501 Muster: Airbus A320-216 Registrierung: PK-AXC Werknummer: MSN3648 Baujahr: Oktober 2008 Betreiber: Indonesia AirAsia Triebwerke: CFM56-5B Flugzyklen: 13 600 Flugstunden: 23 000 www.flugrevue.de

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