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FLUG REVUE 03/2015

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Qatar Airways: A350 im Dienst Ariane 6: Europas neuer Träger Großes Special: Luftwaffe übernimmt A400M

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Luftwaffe übernimmt ihre erste A400M TOP- THEMA A400M Die A400M fliegt standardmäßig mit einer Luftbetankungssonde. „Ihre neuen Fähigkeiten machen die A400M zu einer zukunftsweisenden Investition in das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr“ Oberst Ludger Bette Kommodore des LTG 62 ein Materialversorgungsvertag mit Airbus Defence & Space (Airbus Military Deutschland) abgeschlossen. Sie laufen bis Dezember 2018 und haben einen Wert von bis zu 645 Millionen Euro. Darin enthalten sind Dienstleistungen im Bereich Instandsetzung und Wartung, ein Serviceteam in Wunstorf und der Betrieb eines Ersatzteillagers. Parallel zur Erprobung der A400M laufen in Wunstorf die letzten Vorbereitungen für die Ausbildung sowohl der Techniker als auch der Piloten und Ladungsmeister. Zum Juli will man „ready for training“ sein, wobei man bald auch A400M – Die Kunden Kunde Stückzahl Stückzahl Stückzahl Lieferplan erste Lieferung Bemerkungen 2000 2003/2005 2010 2003 Belgien 7 7 7 Oktober 2018 Stationierung nun in Florennes Deutschland 75 60 53 September 2010 18. Dezember 2014 13 sollen nach Lieferung verkauft werden.. Frankreich 50 50 50 Oktober 2009 2. August 2013 Bis 2019 werden nur 15 geliefert. Großbritannien 25 25 22 März 2010 14. November 2014 Stationierung in Brize Norton Italien 16 – – – – Italien stieg im Oktober 2001 aus. Luxemburg 1 1 1 Oktober 2017 Feb. 2019 geplant. Stationierung in Belgien Portugal 4 – – – – Portugal stieg Anfang 2003 aus. Spanien 27 27 27 November 2011 13 sollen nach Lieferung eventuell verkauft werden, oder man bestellt stattdessen A330 MRTT. Türkei 20 10 10 Dezember 2009 4. April 2014 Stationiert in Kayseri/Erkilet Südafrika – 8 0 2010 Der Auftrag wurde im Nov. 2009 storniert. Malaysia – 4 4 n. b. Fertiggestellt Januar 2015 Gesamt 225 192 174 42 FLUG REVUE MÄRZ 2015 www.flugrevue.de

Der Frachtraum (Breite: 4 m, Höhe: 3,85 m, Länge: 17,71 m) bietet Platz für Schützenpanzer und Hubschrauber. Die maximale Zuladung beträgt 37 Tonnen. Oberstleutnant Christian Schott war nach der Überführung happy. französische Schüler erwartet. Eine Vereinbarung mit der Armée de l´Air sieht vor, dass das gesamte technische Personal beider Länder beim LTG 62 geschult wird. Ab 2017 erhalten auch französische Piloten ihre Umschulung in Wunstorf, während deutsche Crews die weiterführende fliegertaktische Ausbildung mit ihren Kollegen in Orléans absolvieren werden. Der Unterricht wird dabei durchgehend in Englisch abgehalten. Es gibt also viel zu tun, und der Inspekteur der Luftwaffe drängt darauf, „dass die Flotte nun möglichst rasch aufwächst, wie es vertraglich vereinbart ist“. Fünf Flugzeuge wollte die Luftwaffe 2015 übernehmen, doch Mitte Januar tauchten erstmals Zweifel auf, ob Airbus Defence & Space diesen Plan halten kann. Interne Analysen der für die Beschaffung zuständigen europäischen Rüstungsagentur OCCAR zeigen wohl, dass es beim Produktionshochlauf Schwierigkeiten gibt – angeblich schafft das Werk Bremen derzeit nur 0,7 Rumpfmittelteile pro Monat. Sollten sich Verzögerungen von bis zu sieben Monaten bewahrheiten, würde die Luftwaffe in diesem Jahr nur zwei A400M erhalten, eventuell auch gar keine. Die A400M, die im Laufe ihrer langen Geschichte (siehe Seite 46) den Luftstreitkräften und dem Hersteller schon so viel Ärger gemacht hat, kommt also anscheinend immer noch nicht in ruhiges Fahrwasser. Im November gestand Harald Wilhelm, Finanzchef der Airbus Group, ein, was schon erwartet wurde: Die nächste Entwicklungsstufe, der sogenannte SOC1 (Standard Operational Capability) wurde bis zum notwendigen Termin 1. November nicht zugelassen, und die europäischen Kundennationen hätten damit sogar ein Kündigungsrecht. Flugzeuge auf Firmenkosten nachzurüsten sei nicht gerade der kostengünstigste Weg, so Wilhelm, der weitere Abschreibungen auf das Programm nicht ausschloss. Die Bilanz 2014 wird am 27. Februar veröffentlicht. Ungeachtet dessen preist Airbus die A400M als „das effizienteste und flexibelste Transportflugzeug, das je gebaut wurde“. Diese Einschätzung ist wohl nicht verkehrt, wenn denn das Muster in den kommenden Jahren schrittweise alle beauftragten Fähigkeiten erlangt. Noch stehen zum Beispiel die Zulassung für Lastenabwürfe und das Absetzen von Fallschirmjägern, die Luftbetankung, die Einrüstung von Selbstschutzsystemen und Panzerung, die Luftbetankung und der taktische Tiefflug aus. Erst gegen Ende des Jahrzehnts dürfte dies alles möglich sein. FR Das Cockpit entspricht mit den großen Bildschirmen dem neuesten Standard. Die wichtigsten Daten werden auf den Head-up-Displays angezeigt. Fotos: Schwarz (2), Airbus (2), Luftwaffe/Bender www.flugrevue.de FLUG REVUE MÄRZ 2015 43

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