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FLUG REVUE 03/2015

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Qatar Airways: A350 im Dienst Ariane 6: Europas neuer Träger Großes Special: Luftwaffe übernimmt A400M

Militärluftfahrt A400M

Militärluftfahrt A400M – Endmontage in Sevilla Der Beluga- 91 Transporter dockt direkt an die Seite der Halle an. Flügelmittelkasten, Höhenleitwerke und Triebwerke werden per Lastwagen angeliefert. An zwei 72 Positionen werden die in Filton gebauten Tragflächen und der Flügelmittelkasten aus Nantes verbunden. Dafür sind 16 Arbeitstage angesetzt. Nach der 70 Montage rückt der komplette Flügel eine Position weiter. Hier werden dann Leitungen verlegt und diverse Tests (z. B. Tankkalibrierung) durchgeführt. Dauer: acht Tage. Countdown zur Lieferung TOP- THEMA A400M Ganz wie bei zivilen Airbus-Programmen werden die Baugruppen der A400M in Werken in ganz Europa gebaut und dann meist per Beluga-Transporter zur Endmontage gebracht. Dafür wurde auf der Südseite des Flughafens im südspanischen Sevilla eigens eine 58 000 Quadratmeter große neue Halle errichtet, in der die Montage und Endausrüstung der Transporter durchgeführt werden. Die Stationen werden dabei heruntergezählt. FR KARL SCHWARZ Parallel zur 60 Flügelmontage werden die beiden Rumpfsegmente aus Bremen und Saint-Nazaire zusammengefügt. Eine Nietmaschine setzt am Spant 21 fast 5000 Niete ein. Zeichnungen: Airbus Die Station 50 50 im hinteren Bereich der Halle dient der Montage von Seitenleitwerk (aus Stade) und Höhenleitwerk (aus Sevilla). Auch hierfür werden acht Arbeitstage angesetzt. 50 FLUG REVUE MÄRZ 2015 Herzstück der Endmontagelinie ist die Station 40, wo Rumpf, 40 Flügel und Leitwerk zusammengebaut und die Übergangsverkleidungen montiert werden. Danach folgt eine gründliche Prüfung auf mögliche Leckagen sowie aller elektrischen und hydraulischen Verbindungen. Danach wird zum ersten Mal der Strom im Flugzeug eingeschaltet. Insgesamt acht Arbeitstage sind einkalkuliert, bevor die A400M auf eigenen Rädern aus der Halle geschleppt und ein Tor weiter wieder auf die Position 35 geschoben wird.

Nach der Montage folgt auf der Station 35 die restliche 35 Ausstattung zum Beispiel mit weiteren Computern, Batterien, Frachtraumboden, Radom oder Luftbetankungssonde. Auch umfangreiche Tests stehen auf dem Plan, inklusive Fahrwerksbetätigung, Klimatisierung und Flugsteuersysteme. Dauer: 16 Tage. Betankungstests und Versuche mit den Funkgeräten (auch auf 30 elektromagnetische Verträglichkeit) werden aus Sicherheitsgründen auf der Abstellfläche vor der Endmontagehalle durchgeführt. Sie dauern normalerweise acht Tage. Station 20 ist der Installation der TP400-D6-Triebwerke 20 (angeliefert von MTU aus München) und der Propeller von Ratier-Figeac vorbehalten, was acht Tage dauert. Die Teile werden in einem Raum hinter der Halle auf den Einbau vorbereitet. Nach Installation aller Systeme wird die A400M an die 15 Testabteilung übergeben. Sie wiegt das Flugzeug, führt weitere Checks, Betankungsversuche sowie die Triebwerkstestläufe durch, bevor dann die Flugtests anstehen. Sie sollten innerhalb von acht Tagen erledigt sein. In einem separaten Hangar erfolgt die Lackierung der A400M, 10 was achteinhalb Arbeitstage in Anspruch nimmt. Bewegliche Bühnen sorgen dafür, dass die Spezialisten mit ihren Sprühpistolen alle Teile der Zelle erreichen. Besonderer Wert wurde auf eine gute Belüftung und die Eliminierung von Lackdämpfen gelegt. 8Mit der Station 8 bezeichnet Airbus den Übergabeprozess an den Kunden. Hier wird jede einzelne A400M von den zuständigen nationalen Stellen gründlich überprüft und eventuell noch vorhandene Mängel beseitigt. Auch die Kontrolle der Dokumentation nimmt einen breiten Raum ein. www.flugrevue.de FLUG REVUE MÄRZ 2015 51

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