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FLUG REVUE 03/2016

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Zivilluftfahrt Norwegen

Zivilluftfahrt Norwegen baut Öko-Terminal Öko-Airport Oslo Norwegens Hauptstadt baut ihren „Lufthavn“ Gardermoen bis 2017 nach neuesten Öko-Standards mit einem kühnen, neuen Terminal samt Pier aus. Dessen hölzerne Tragwerke sind ebenso wegweisend wie die Kühlung durch Schnee. Bis zum Jahr 2029 investiert der staatliche Flughafenbetreiber Avinor über sechs Milliarden Euro in den Ausbau seiner Flughafeninfrastruktur. Davon erhält Oslo etwa 1,7 Milliarden Euro, um die jährliche Kapazität von derzeit 24 Millionen Passagieren auf dann 28 Millionen zu steigern. Dabei setzen die Norweger auf den einheimische Rohstoff Holz und auf neueste bautechnische Lösungen. So bestehen die Tragwerke der neuen Abfertigungshalle aus einer Brett schicht - holz-Stahlbeton-Mischkonstruktion (BSH). Mit seiner rechteckigen Grundform von 126 Metern Länge und 95 Metern Breite bei einer Grundfläche von zirka 12 000 Quadratmetern schließt das Terminal unmittelbar an den vorhandenen Bau an. Die zentrale Konstruktion bilden sieben Hauptachsen aus BSH-Zwillingsfachwerkträgern, die von jeweils zwei Stahlbetonrundstützen im Abstand von 54 Metern abgefangen werden. Die länglich geschwungenen, großdimensionalen Kragarme, deren Querschnitte sich verjüngen, sollen an die Form von Flügeln erinnern. Das neue „Pir Nord“, dessen Tragwerk aus 28 geschwungenen, doppelten BSH-Bogenbindern besteht, weist eine Länge von 320 Metern bei einer Fläche von 63000 Quadratmetern auf. Die Form des Flugsteigs, der auf einer Breite von 120 Metern an das Terminal 1 anschließt, verjüngt sich, um in eine 46 Meter breite und 16 Meter hohe Röhre zu münden. ENERGIE AUS GEOTHERMIE UND KLÄRWASSER Die klimafreundliche Energieversorgung des Flughafens ist modular aufgebaut. Zum einen setzt man auf Erdwärme. Zwei Schachtbrunnen zapfen ein großes Grundwasserreservoir an und führen das Wasser über Tauchmotoren 32 FLUG REVUE MÄRZ 2016 www.flugrevue.de

Oslo baut seinen Flughafen aus, ohne dass sein Energieverbrauch entsprechend mitwächst. Hier der künftige Endzustand. Der Öko-Werkstoff Holz wird auch als dekoratives Element genutzt. Wärmepumpen zu. Diese entziehen durch Verdichtung die Energie, welche dann entweder in die Niedrigenergie- Fußbodenheizung oder in den Kühlkreislauf eingespeist wird. Der Primärenergiebedarf für die Versorgung mit Heiz- und Kühlenergie soll im neuen Terminal nur noch die Hälfte des alten Gebäudes betragen, das pro Jahr etwa 490 Kilowattstunden pro Quadratmeter Fläche benötigt. Ferner nutzt man die Energie in den Abwässern des Flughafens und leitet diese in die Kläranlage Fotos: Derix/ Poppensieker & Derix // Oslo Lufthavn AS www.flugrevue.de FLUG REVUE MÄRZ 2016 33

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