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FLUG REVUE 03/2016

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News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRT GRÜNES LICHT FÜR ETIHAD AIRWAYS Gericht erlaubt Codeshare-Flüge Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat Mitte Januar einen Großteil der umstrittenen Codeshare-Flüge von Etihad Airways und airberlin genehmigt und damit, bis auf fünf innerdeutsche Strecken, beiden Fluggesellschaften weitgehend Recht gegeben. Strittig war, ob 31 der zurzeit über 80 unter gemeinsamer Flugnummer durchgeführten Flüge noch unter die Verkehrsrechte der Vereinigten Arabischen Emirate in Deutschland fallen. „Ein Wettbewerber“, so das Gericht, hatte sich über die aktuelle Praxis beschwert, woraufhin das Luftfahrt- Bundesamt die schon erteilte Genehmigung überraschend bis zum Ende des Winterflugplans befristet hatte. Der jetzige Beschluss des Gerichts ist „unanfechtbar“. Laut Etihad spülen die Codeshare-Flüge der finanziell angeschlagenen airberlin jährlich dreistellige Millioneneinnahmen in die Kasse. Etihad-Chef Hogan hatte beklagt, dass ein Verbot dieser Flüge die Sicherheit von ausländischen Investitionen in Deutschland grundsätzlich in Frage gestellt hätte. Foto: airberlin Prototyp für hochseetaugliche Drohne Northrop Grumman hat den Zuschlag erhalten, im Tern-Projekt (Tactically Exploited Reconnaissance Node) die dritte Phase zu starten, welche die Produktion eines Prototyps sowie dessen Erprobung auf hoher See umfasst. Tern ist ein US-amerikanisches Forschungsprogramm der Defense Advanced Research Projects Agency und des Office of Naval Research. Ziel ist, einen unbemannten Aufklärer zu entwickeln, der mit den Witterungsbedingungen auf hoher See zurechtkommt, auf Schiffen mit knappem Raum senkrecht starten und landen kann und diese Eigenschaften mit einem effizienten Reiseflug verbindet. Foto: DARPA/Northrop Grumman Foto: IAI Bundeswehr will Heron TP leasen Die neue Aufklärungsdrohne mit langer Flugdauer für die Bundeswehr wird voraussichtlich die Heron TP aus Israel. Damit hat man sich gegen die amerikanische MQ-9 Reaper und für den Nachfolger der bereits in Afghanistan eingesetzten Heron 1 entschieden. Nun verhandelt die Bundesregierung mit Israel über einen Leasingvertrag bis 2025 – dann ist möglicherweise ein europäisches System verfügbar. Die Drohne soll bewaffnungsfähig sein. 6 FLUG REVUE März 2016 www.flugrevue.de

Foto: Russian Helicopters Iran kündigt Großbestellungen an Nach dem Ende der UN-Sanktionen will der Iran seinen veralteten Verkehrsflugzeugbestand mit Hilfe von Großbestellungen bei westlichen Herstellern verjüngen. Laut Irans Verkehrsminister Abbas Akhoundi sei bereits ein Vorvertrag mit Airbus zum Kauf von 114 Flugzeugen unterzeichnet worden. Der Iran verfügt über nun wieder freigegebene Milliardenvermögen und Einnahmen aus Rohstoffverkäufen. Die Passagierflotte des Landes stammt teilweise noch aus den Zeiten des Schahs. Nur 150 der noch etwa 250 vorhandenen Verkehrsflugzeuge sind einsatzbereit. Der Iran hat seinen Bedarf an Verkehrsflugzeugen mit 400 bis 500 Jets umrissen. Auch Boeing dürfte sich deshalb Hoffnungen auf neue Aufträge machen. Mi-38 ist zugelassen Die mit russischen Systemen ausgerüstete Mil Mi-38 hat am 30. Dezember 2015 ihre Zulassung erhalten (russischer Standard AP-29). Damit kann in diesem Jahr die Produktion beginnen, wobei über Kunden noch nichts bekannt ist. Der Mehrzweckhubschrauber hat eine maximale Abflugmasse von 14,2 Tonnen; er befindet sich seit Dezember 2003 in der Fluger probung. Zunächst wurden westliche Systeme wie Pratt & Whitney-Triebwerke verwendet. Nun sind TW7-117W von Klimow eingebaut. Als Avioniksystem wird das IBKO-38 verwendet. ATR mit neuen Rekorden Der europäische Regionalflugzeughersteller ATR hat 2015 den Umsatz auf zwei Milliarden US-Dollar gesteigert, das sind zwei Millionen Dollar mehr als noch im Vorjahr. Und auch bei den Auslieferungen verzeichnete ATR einen neuen Rekord: Nach 83 Flugzeugen im Jahr 2014 waren es im vergangenen Jahr 88 Einheiten. Damit haben die Franzosen insgesamt 1278 ihrer Turboprops ausgeliefert. Auf der anderen Seite kann ATR mit 260 Aufträgen die Produktion für drei weitere Jahre auslasten. Dazu tragen auch 76 Festbestellungen und 81 Kaufoptionen bei, die 2015 gezeichnet wurden. Mit neuen Entwicklungen hält ATR seine Modelle frisch: Der Hersteller erhielt letztes Jahr die Zulassungen für eine Kabine mit 78 Sitzplätzen. „Das Motto lautet: Schlichten und Schweigen.“ Indonesien beteiligt sich am KF-X Mathias Platzek, Schlichter im Tarifstreit zwischen Lufthansa und Kabinengewerkschaft UFO Indonesien und Südkorea haben im Januar einen Vertrag über die Beteiligung am Projekt KF-X abgeschlossen. Gemäß der Vereinbarung wird sich Indonesien mit 1,3 Milliarden Dollar an den Entwicklungskosten in Höhe von 7,36 Milliarden Dollar beteiligen. Korea Aerospace Industries wird bei der Entwicklung des zweistrahligen Kampfflugzeugs ab Frühjahr 2016 von 100 indonesischen Ingenieuren vor Ort unterstützt. Diese stammen von PT Dirgantara Indonesia (PTDI). Das Muster soll Mitte des nächsten Jahrzehnts verfügbar sein. Foto: KAI Airbus stellt Drohnenabwehrsystem vor Ein elektronisches System von Airbus Defence and Space soll unerlaubt in Flugverbotszonen eindringende Kleindrohnen aufspüren und unschädlich machen. Das Abwehrsystem kann die Funkverbindung zwischen Drohne und Pilot auf den relevanten Frequenzen unterbrechen und die Steuerung übernehmen. Mitte 2016 soll die Drohnenabwehr erhältlich sein. Airbus Defence and Space gibt an, dass kürzlich ein Vertrag mit einem nicht näher genannten Unternehmen aus dem Energiesektor geschlossen worden sei. Im Netz FLUG REVUE-Newsletter unter www.flugrevue.de/newsletter Foto: Airbus Defence and Space www.flugrevue.de FLUG REVUE März 2016 7

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