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FLUG REVUE 03/2016

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News RAUMFAHRT VERSORGUNGSFLÜGE Dream Chaser fliegt zur ISS Die zweite Charge an Aufträgen für die milliardenschweren Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation ISS hat die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA an drei Unternehmen vergeben. Neben den Raumkapseln Dragon von SpaceX und Cygnus von Orbital ATK wird jetzt auch die Sierra Nevada Corporation mit ihrem Dream Chaser berücksichtigt. Die drei zivilen Unternehmen werden zwischen 2019 und 2024 für die Frachtflüge zur ISS verantwortlich sein, wobei jede Firma mindestens sechs Starts durchführen wird. Die NASA hat dafür ein Bugdet von maximal 14 Milliarden Dollar (rund 12,9 Milliarden Euro) eingeplant. Die erste Mission soll in drei Jahren starten. Besonderheit des neuen Partners Sierra Nevada Corporation ist die Nutzung eines Raumgleiters anstatt der bisher verwendeten Raumkapseln. Der Dream Chaser soll vertikal vom Boden aus starten. Als Trägerrakete ist eine modifizierte Atlas V vorgesehen. Foto: Sierra Nevada Corporation Rekordjahr für Arianespace Zwölf erfolgreiche Raketenstarts hat Arianespace 2015 vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana durchgeführt – so viele wie noch nie. Darunter waren sechs mit Ariane 5, drei mit Sojus und drei mit Vega. Der Umsatz soll bei 1,4 Milliarden Euro liegen. Und auch für dieses Jahr blickt der Raketenbetreiber auf ein gut gefülltes Auftragsbuch: Es gebe Bestellungen für Raketenstarts im Wert von 5,3 Milliarden Euro, teilte Arianespace mit. 2016 sollen bis zu acht Starts der Ariane 5, einer mit Sojus und zwei mit der Vega-Rakete erfolgen. Foto: ESA Foto: DLR Wassereis auf Komet „Tschuri“ Mithilfe des Instruments VIRTIS (Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer) der Rosetta-Sonde haben Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf der Oberfläche des Kometen Tschurjumow- Gerassimenko Wassereis nachgewiesen. Von Lander Philae gab es unterdessen kein Lebenszeichen mehr. Wissenschaftler des DLR hatten im Januar versucht, das Drallrad im Inneren des Landers in Bewegung zu versetzen – ohne Erfolg. Damit findet die Philae-Mission ein natürliches Ende. 80 FLUG REVUE MÄRZ 2016 www.flugrevue.de

2018 soll wieder ein Deutscher ins All Zwei deutsche Kandidaten stehen für einen Einsatz auf der ISS im Jahr 2018 zur Auswahl. Wer das Rennen macht, will die europäische Raumfahrtagentur ESA nach Angaben von Generaldirektor Jan Wörner in den kommenden Wochen mitteilen. Als letzter Deutscher war 2014 der Geophysiker Alexander Gerst (Foto) für 165 Tage an Bord der ISS. Es sei grundsätzlich möglich, dass Gerst noch einmal ins All fliege – ob er einer der beiden Kandidaten ist, verriet Wörner jedoch nicht. Noch bis Juni ist der Brite Tim Peake auf der ISS, im November bricht der Franzose Thomas Pesquet zu einer sechsmonatigen Mission auf. Foto: DLR Scharfe Ceres-Krater Die NASA-Sonde Dawn umkreist den Zwergplaneten Ceres seit Dezember 2015 in nur rund 385 Kilometern Entfernung. Nun hat sie Fotos mit der bisher besten Auflösung von 35 Metern pro Bildpunkt zur Erde geschickt. Auf den Bildern sind Krater, Risse, Aufwölbungen und helle Flecken zu erkennen. Rätsel gibt unter anderem der Krater Kupalo (Foto) auf: Er ist in seinem Inneren mit Material gefüllt, das flache Ebenen innerhalb der Kraterränder bildet. Noch ist unklar, ob es sich dabei um Schmelzmaterial handelt oder um Material aus dem Inneren des Zwergplaneten. Ein neues SpaceShipTwo nimmt im Produktions- und Testhangar von Virgin Galactic am Mojave Air and Space Port in Kalifornien Gestalt an. Das private Raumflugzeug soll am 19. Februar getauft werden. Ende Oktober 2014 war das erste SpaceShipTwo abgestürzt. Foto: Virgin Galactic Foto: Part-Time Scientists Foto: ESA Die Part-Time Scientists, das einzige deutsche Team beim Google Lunar X- Prize, und Hauptsponsor Audi haben einen Prototyp ihres Mondrovers vorgestellt. Der Audi Lunar Quattro soll 2017 auf den Mond gebracht werden, dort 500 Meter zurücklegen und dabei HD- Bilder und Videos zur Erde senden. Die Kosten für die Mondmission werden zu 90 Prozent privat finanziert. NASA sagt Start von InSight ab Den für März 2016 geplanten Start der Marsmission InSight (Interior Exploration Using Seismic Investigations Geodesy and Heat Transport) musste die NASA wegen technischer Probleme verschieben. Bei der Mission sollte ein stationärer Lander auf der Marsoberfläche abgesetzt werden, der Gesteinsformationen in der Tiefe untersucht. Doch ein Leck an einem Seismometer der französischen Raumfahrtagentur CNES macht der Mission einen Strich durch die Rechnung. Versuche, den Schaden an dem Instrument namens SEIS (Seismic Experiment for Interior Structure) zu beheben, seien fehlgeschlagen. Nur alle 26 Monate sind die Bedingungen für Flüge zum Mars gegeben, für InSight war das Startfenster vom 4. bis zum 30. März geplant. Ob die Mission 2018 eine neue Chance bekommt oder angesichts enger Budgetgrenzen ganz gestrichen wird, ist noch unklar. Foto: NASA www.flugrevue.de FLUG REVUE MÄRZ 2016 81

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