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FLUG REVUE 03/2017

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Zivilluftfahrt Europas

Zivilluftfahrt Europas größte Regionalairline Britischer Fotos: AirTeamImages / Matthieu Douhaire Es ist nicht leicht, vom Kontinent nach Exeter in Südwest-England zu gelangen, wo Europas größte Regionalfluggesellschaft ihren Sitz hat. An diesem Morgen ist es noch schwerer, denn der Flybe- Flug von Paris-Charles de Gaulle in die britische Provinz verspätet sich immer mehr. Am Ende hebt die Bombardier Q400 fast zwei Stunden zu spät ab, die Passagiere erhalten nicht einmal eine Erklärung. Die liefert Luke Farajallah, COO von Flybe, die derzeit am schnells- ten wachsende unter Europas 20 größten Airlines. Und genau da liegt das Problem: „Wir haben Pilotenknappheit. Wenn jemand krank ist, führt das manchmal zu einem Dominoeffekt wie heute morgen auf dem Paris-Flug“, erklärt Fara jallah im Interview mit der FLUG REVUE. „Wir haben derzeit 700 Piloten, wir brauchen 18 pro Flugzeug, und bei unserem Wachstum ist es eine Herausforderung, genügend Cockpitcrews zu finden. Da gibt es immer einen Absaugeffekt größerer Airlines“, so Farajallah. Flybe ist Europas größte Regionalfluggesellschaft und expandiert massiv, bald mit der ersten Basis auf dem Kontinent in Düsseldorf. Von ANDREAS SPAETH 22 FLUG REVUE März 2017

„Faster than road or rail“ – schneller als Auto oder Bahn, ist der Werbeslogan von Flybe. Regionalflugkönig Flybe nutzt eine ungewöhnliche, dezentrale Struktur mit zehn Standorten neben Exeter. Größte Basis ist Birmingham, wo elf von 76 Flugzeugen stationiert sind, gefolgt von Southampton mit neun und Belfast mit acht Maschinen. Insgesamt 40 britische Flughäfen bedient Flybe und hat damit das bei weitem dichteste Inlandsflugnetz. Jeder zweite Passagier innerhalb Großbritanniens, der nicht London berührt, ist ein Flybe-Kunde. Gut die Hälfte der Inlandsflüge entfällt auf Flybe. Ihre Botschaft hat die Fluggesellschaft seit ihrem Re branding 2014 mit auffällig lilafarbener Bemalung auf ihre Flugzeuge geschrieben: „Faster than road or rail“ (Schneller als Straße oder Schiene) und „Think in minutes, not miles“, es geht beim Fliegen um Minuten anstatt ums Meilenfressen. „Wir können von Glück sagen, dass unsere Bahn in Großbritannien nicht so gut wie die im Rest Europas ist“, lacht Luke Farajallah. „Wir haben ja ein Hochgeschwindigkeitssystem hier – und das heißt Flybe. Unsere durchschnittliche Flugdauer liegt bei 53 Minuten, mit Auto, Bahn oder Fähre dauert die gleiche Reise zwischen drei und neun Stunden.“ Die Airline drängt verstärkt auf das europäische Festland. Dabei war die 1979 ursprünglich als Jersey European Airlines gegründete Gesellschaft, ab 2000 unter dem Namen British European unterwegs und seit 2002 unter ihrem heutigen Namen, noch vor wenigen Jahren der Pleite nahe. Dem 2013 gekommenen CEO Saad Hammad gelang www.flugrevue.de FLUG REVUE März 2017 23

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