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FLUG REVUE 03/2017

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Zivilluftfahrt Europas

Zivilluftfahrt Europas größte Regionalairline (Oben) Regionaljets nutzt Flybe für längere Strecken. (Mitte) Kurze Umkehrzeiten und Vorfeld-Boarding – ganz wie bei Low-Cost-Airlines. (Unten) Mit spiralförmigen Kondensstreifen an den Blattspitzen startet eine Q400. Fotos: AirTeamImages / Daniel Alaerts, Flybe, Andreas Spaeth Einschneidende Maßnahmen bei Flybe sind die Flottenrationalisierung und das Ausbügeln kostspieliger Fehlentscheidungen früherer Firmenchefs. Eine wesentliche war die Bestellung von 14 Embraer-Regionaljets der Reihe E195 als Launch Customer. Die Jets stießen ab 2006 zur Flotte. Das sei eine „verrückte“ Bestellung gewesen, so Saad Hammad im Interview kurz vor seinem Rücktritt. Mit den 118-sitzigen E195 wollte man mit den Billigairlines konkurrieren, aber die Jets seien „viel zu teuer im Betrieb“, so Hammad. Bis 2019/20 werden die neun E195 die Flotte verlassen haben. Während bisher nur etwa 20 Prozent der Flotte Eigentum der börsennotierten Airline waren, sind es jetzt bereits 34 Prozent, Tendenz steigend. Das Ziel sind 50 Prozent. Von den elf kleineren, 88-sitzigen E175 besitzt Flybe sieben und will sie auch behalten, vor allem, um von ihren Drehkreuzen aus deren volle Reichweite zu nutzen. Vier weitere E175 stehen noch bei Embraer in den Bestelllisten; deren Auslieferung wurde aber schon auf Anfang 2019 verschoben. Das wichtigste Werkzeug für das Wachstum bleibt die Bombardier Q400, hier hat die Airline ein Abkommen mit Republic Airways aus den USA geschlossen. United-Zubringer Republic gibt DIE Q400 GILT ALS IDEALES MUSTER demnach 15 ihrer gebrauchten Q400 an Flybe ab. „Bereits im Sommer werden wir acht davon im Einsatz haben“, sagt Luke Farajallah. Praktischerweise besitzt das Unternehmen eine Tochtergesellschaft, Flybe Aviation Services, die am Flughafen Exeter einen florierenden Wartungsbetrieb unterhält. Vor Ort finden alle Überholungen der eigenen Flotte statt, aber auch Wartungen für viele andere Kunden, wie Finnair, Aegean Airlines oder Air Greenland. Hier werden auch jene fünf geleasten ATR 72-600 überholt, die Flybe in Stockholm-Arlanda für SAS betreibt. Bis Ende März 2017 wird die Flybe-Flotte aus 85 Flugzeugen bestehen, elf mehr als im Vorjahr, darunter 60 Bombardier Q400. Während im dann ablaufenden Geschäftsjahr die Kapazität um 15 Prozent anstieg, sollen es 2017/18 nur noch sechs Prozent sein. Doch ihre Ambitionen hat Flybe nicht heruntergeschraubt. „Wir haben einen Drang, Europäer zu sein“, sagt Vincent Hodder. „Es gibt keine bessere Zeit als jetzt, um diese Reise in die Zukunft zu starten! Man muss unterscheiden zwischen kurzfristiger Unsicherheit und dem langfristigen Erfolg des Flybe-Geschäftsmodells“, bleibt der Finanzchef zuversichtlich. FR 26 FLUG REVUE März 2017 www.flugrevue.de

News PASSAGIER UND KABINE Foto: British Airways Foto: Flughafen Berlin Brandenburg Neuer Passagierrekord in Berlin Die Flughäfen der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg haben 2016 mit 32,9 Millionen Fluggästen einen neuen Rekord aufgestellt. Neu ist, dass Schönefeld als „Überlauf“ eine substanzielle Rolle übernimmt und extrem stark zulegt. Insgesamt sind an den Flughäfen Tegel und Schönefeld 11,4 Prozent mehr Passagiere als 2015 abgefertigt worden. In Schönefeld allein stieg die Zahl der Fluggäste, nicht zuletzt wegen der dort stark wachsenden Ryanair, sogar um 36,7 Prozent auf 11,6 Millionen. Auch für dieses Jahr rechnet die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit anhaltendem Wachstum. Ende der kostenlosen Bordverpflegung Bei British Airways müssen Passagiere der Economy-Klasse auf Kurz- und Mittelstreckenflügen in Europa seit Kurzem für Essen und Getränke extra bezahlen. Der Schritt, mit dem die Fluggesellschaft Kosten einsparen will, wurde bereits im September 2016 angekündigt. Allerdings verlief die Einführung nicht reibungslos: Von verärgerten Passagieren abgesehen, gab es unter anderem Probleme mit den Zahlungsgeräten. Fluggäste berichteten zudem von zu wenigen oder gar keinen Sand - wiches und Snacks an Bord und teilweise ausbleibendem Essens-Servicedurchgang. Gratis-Netzzugang bei JetBlue Die US-Billigairline JetBlue hat ihre komplette Flotte, bestehend aus 227 Airbus A320, A321 und Embraer 190, mit Internet an Bord ausgestattet. Auf Flügen innerhalb der USA ist der Zugang zu dem Breitbandnetz für die Passagiere kostenlos. Das System namens Fly-Fi soll nach Angaben der Airline eine ähnliche Qualität wie Internet am Boden bieten und auch Videostreaming ermöglichen. Die Internetverbindung von und zum Flugzeug läuft dabei über einen Ka-Band-Satelliten des Telekommunikationsdienstleisters ViaSat und wird an Bord über WLAN an die Nutzer ausgespielt. Laut ViaSat sind Datenübertragungsraten von 12 Mbit/s und mehr möglich. Foto: JetBlue Asiana kommt mit A380 nach Frankfurt Die südkoreanische Airline setzt ab dem 5. März einen Airbus A380 auf der Strecke Frankfurt – Seoul ein. Das größte Passagierflugzeug der Welt ist in der Konfiguration für Asiana mit 495 Sitzen ausgestattet. Vorne auf dem Hauptdeck befinden sich zwölf Suiten der First Class (Foto), dahinter sind 311 Economy-Sitze untergebracht. Auf dem Oberdeck gibt es 66 Business-Classsowie weitere 106 Economy-Sitze. ❱❱❱ kurz notiert Ihr Internetangebot auf der Kurzund Mittelstrecke will Lufthansa noch im ersten Quartal kommerziell starten. Dabei gibt es drei Tarife: FlyNet Message (Nutzung von Messengerdiensten) für 3 Euro, FlyNet Surf (Messengerdienste und surfen) für 7 Euro und FlyNet Stream (Messengerdienste, surfen und streamen) für 12 Euro pro Strecke. Das Landgericht Frankfurt hat entschieden, dass Airlines eine Ticketpreiserstattung im Falle eines Rücktritts vom Flug nicht grundsätzlich verweigern dürfen. Die Airline muss nachweisen, dass sie den Sitz nicht noch anderweitig verkaufen konnte. Bisher werden oft nur Steuern und Gebühren erstattet. AirAsia X bietet ihren Passagieren Tablet-Computer als Bordunterhaltungssystem. Economy-Passagiere können die Tablets mieten, Gäste der Flatbed-Sitze erhalten sie gratis. Foto: Asiana Airlines www.flugrevue.de FLUG REVUE März 2017 27

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