Aufrufe
vor 4 Monaten

FLUG REVUE 03/2017

  • Text
  • Antonows
  • Boeing
  • Russland
  • Kampfjet
  • Phantom
  • Flybe
  • Nasa
  • Mondauto
  • Airbus

Militärluftfahrt Suchoi

Militärluftfahrt Suchoi Su-30-Familie Zweiter Kunde nach Indien war Malaysia mit 18 Maschinen der Su-30MKM-Version. Die Su-30-Ausführung ohne Canards wurde vor allem für China gebaut. An Uganda wurden sechs Su-30MK2 geliefert (links). Die „Russischen Ritter“ werden derzeit mit der Su-30SM ausgestattet (Mitte). Erster Exportkunde der Su-30SM war Kasachstan; das Land hat seit April 2015 sechs der elf bestellten Flugzeuge erhalten. Fotos: Piotr Butowski, Irkut, Geoff Jones, Lars Kitschke, Suchoi stellte im August 2003 insgesamt 18 Su- 30MKM. Bei ihnen wurden die israelischen Geräte hauptsächlich durch Systeme aus Frankreich ersetzt, wie den Damocles-Zielbehälter oder das Thales- Head-up-Display HUD3022. Der Radarwarnempfänger stammt nun aus Russland, und Saab Avitronics aus Südafrika liefert das Lenkwaffenwarnsystem MAW-300 auf Basis von UV-Sensoren. Die Su-30MKM wurden zwischen 2007 und 2009 an die No 11 Squadron in Gong Kedak geliefert. Algeriens Flugzeuge entsprechen weitgehend der indischen Ausführung, bis auf die Pastel-Radarwarnempfänger aus Russland. Nach der ersten Bestellung 2006 begannen die Lieferungen daher schon im Dezember 2007. Weitere Aufträge folgten 2010 und im April 2015, sodass nun insgesamt 44 Su- 30MKA bestellt sind. Etwa 15 Jahre nach dem Erstflug der Su-30MKI konnte die Holding Irkut auch den ersten Auftrag aus Russland verbuchen. Die Su-30SM entspricht dabei weitgehend dem indischen Modell, allerdings verfügt es über ein modifiziertes Radar und russische Warn- und Selbstschutzsysteme sowie Funkgeräte. Die französischen Systeme wurden sukzessive durch einheimische ersetzt. Als erster Verband der russischen Luft- und Weltraumkräfte erhielt das 120. Verbundene Flugzeugregiment in Domna an der chinesischen Grenze 2013 die Su-30SM. Es war ab September 2015 in Syrien im Einsatz. Es folgte das 31. Garderegiment in Millerowo. 48 FLUG REVUE März 2017 www.flugrevue.de

Daten Suchoi Su-30MKI Allgemeine Angaben Hersteller Korporazija Irkut, HAL Konstruktion Suchoi, Moskau Besatzung 2 Antrieb 2 x Saturn/Ljulka AL-31FP max. Schub mit Nachbrenner 2 x 122,6 kN Abmessungen Länge 21,94 m Höhe 6,35 m Spannweite 14,70 m Flügelfläche 62 m 2 Massen max. Kraftstoff max. Außenlast normale Startmasse max. Startmasse Überlast 9640 kg 8000 kg 24 900 kg 34 500 kg 38 800 kg Flugleistungen Höchstgeschwindigkeit Mach 1.9 Geschwindigkeit in Bodennähe 1350 km/h Einsatzhöhe 17 300 m Startrollstrecke 550 m Landerollstrecke 750 m Reichweite interner Kraftstoff 3000 km im Tiefflug 1270 km mit einer Luftbet. 5200 km Bewaffnung Eine 30-mm-Kanone GSch-301. Zwölf Außenlaststationen für Luft-Luft-Lenkwaffen wie R-73E (AA-11 „Archer”), R-27T1, R-27ET, R-27R1, R-27ER, R-77 (RWW-AE). Luft-Boden- Lenkwaffen X-29TE, X-31P, X-31A, X-59M, Raketenbehälter B-8M-1 und B-13L, Bomben KAB-500KR, KAB-1500KR SCHWER, ABER EXTREM WENDIG In der Su-30MKI wird das Bars- Radar mit passiver elektronischer Strahlschwenkung verwendet. Ende 2016 wurde zudem das Kunstflugteam Russkije Witjasi mit dem neuen Muster ausgestattet. Bei der russischen Marine verfügt bisher die 43. Angriffsstaffel in Saki auf der Krim über die Su- 30SM, später kam sie bei Verbänden in Tschernjakowsk und in Seweromorsk zum Einsatz. Bisher wurden 88 Flugzeuge für die Luftstreitkräfte und 28 für die Marine in Auftrag gegeben. Ein weiterer Kunde für Flugzeuge der SM-Ausführung ist Kasachstan, das elf Flugzeuge bestellte. All diese Versionen der „Flanker“ entstehen bei der Korporazija Irkut. Daneben baut aber auch das KnAAZ-Werk in Komsomolsk am Amur die Su-30, und zwar für China und weitere Exportkunden. Diese Varianten sind allerdings weder mit Canards noch mit Schubvektorsteuerung ausgerüstet. Auch haben sie kein Radar mit elektronischer Strahlschwenkung und ein traditionelles Avioniksystem, das die Integration neuer Systeme erschwert. Sie sind zudem durchweg mit russischen (und ukrainischen) Geräten ausgerüstet. Anfänglich waren die Su-30MKK für China mit dem N001VE-Radar ausgestattet. Ein separates Feuerleitsystem ermöglichte die Nutzung von Lenkwaffen mit Laser- und TV-Suchkopf. Für die chinesische Marine wurde dann die Su- 30MK2 entwickelt, deren Radar auch Bodenziele erkennen kann und Radarkarten erstellt. Als Bewaffnung kam unter anderem die X-31A für die Schiffsbekämpfung dazu. Die Zelle wurde beträchtlich verstärkt. Insgesamt 76 Su- 30MKK und 24 Su-30MK2 wurden geliefert, bis die Chinesen – wenig überraschend – eine Kopie in Form der J-16 entwickelten. Immerhin gelang der Verkauf von elf weiteren Su-30MKK und Su-30MK2 an Indonesien. Auch Vietnam erhielt zwischen 2004 und 2012 zwei Dutzend Su- 30MK2V und bis 2016 noch einmal zwölf Maschinen. Dazu kommen Venezuela mit 24 Su-30MK2V und Uganda mit sechs Su-30MK2. Schließlich kaufte auch Russland noch 20 Su-30M2. Sie werden vor allem als Trainer für Verbände genutzt, die die Su-27SM und die Su- 35 im Dienst haben. FR www.flugrevue.de FLUG REVUE März 2017 49

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 06/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 05/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 04/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 03/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 02/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 01/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 12/2014
Flugrevue.de

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG