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FLUG REVUE 04/2015

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Das Ende der Riesen: Die Zukunft von 747 A380 Aus aller Welt: Transporthubschrauber für die Militärs Neue Serie: Lexikon der Luftfahrt

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Mini-Staffel in Santa Lucia Zusätzliche Transporter, Hubschrau - ber und zuletzt auch leichte bewaffnete Turboprops haben die mexikanischen Streitkräfte in den letzten Jahren beschafft, aber zum Kauf eines neuen Jägers konnten sie sich bisher nicht durchringen. Die Prioritäten sind durchaus verständlich, denn im Kampf gegen Drogenkartelle und für die Hilfe bei Naturkatastrophen nützen überschallschnelle Kampfjets nur wenig. So bleibt es den sechs F-5E und zwei F-5F der Escuadrón Aéreo 401 vorbehalten, den Luftraum über dem gesamten, immerhin 1,9 Millionen Quadratkilometer großen Land zu sichern. Die in Santa Lucia nördlich der Hauptstadt stationierte Staffel ist dabei gut beschäftigt. Seit dem Aufbau eines Radarnetzwerkes und mit Hilfe von zwei Embraer-145-Frühwarnflugzeugen wurde nämlich die Überwachung vor allem im Süden des Landes erheblich verbessert, so dass Flugzeuge von Schmugglern kaum noch unbeobachtet bleiben. Das umfassendere Lagebild erleichtert auch den Piloten der Tiger ihre Abfangaufgaben, denn sie sind nicht mehr alleine auf ihr Radar angewiesen, das nur eine vergleichsweise geringe Reichweite bietet. Neben dem täglichen Geschäft der Luftraumsicherung trainieren die F-5-Piloten auch den Einsatz gegen Bodenziele, denn die Rolle der Luftnahunterstützung muss ebenfalls abgedeckt werden. Um diesbezüglich fit zu bleiben, findet einmal im Jahr eine Trainingsverlegung zum Übungsplatz Santa Gertrudis in der Die Tiger von Mexiko Mangels Nachfolger sichert auch nach über 30 Jahren eine Handvoll auf der Luftwaffenbasis Nr. 1 stationierter Northrop F-5E/F Tiger II den Luftraum über Mexiko. nordöstlichen Provinz Chihuahua statt. Dort gibt es die Gelegenheit, sowohl mit der Kanone zu schießen als auch Übungsbomben abzuwerfen. Auf Schüsse mit der AIM-9P Sidewinder wird dagegen verzichtet, denn es sind wohl nicht einmal zwei Dutzend Exemplare der Luft-Luft-Lenkwaffe im Bestand. ÖLEINNAHMEN ERMÖGLICHTEN DIE BESCHAFFUNG Die Mittel sind also bescheiden, auch weil es in der Region keine Bedrohung durch Hochleistungs-Kampfjets der Nachbarn gibt. Dies war auch schon in den 1970er Jahren so, als sich Mexiko zum Schutz seiner neuen Ölfelder erstmals mit der Beschaffung eines überschallschnellen Jägers befasste. Die Tiger II war dabei von Anfang an Favorit, doch weil die USA ihren Verkauf zunächst ablehnte, sah man sich auch die Mirage F1 an und wollte eventuell sogar die israelische Kfir C2 in Lizenz bauen – eine Idee, die wegen des J79-Triebwerks ebenfalls auf ein US-Veto stieß. Schließlich lenkte Washington ein, und im Rahmen des „Peace Aztec“ genannten Beschaffungsprogramms wurden zehn F-5E und zwei F-5F im Wert von Fotos: FAM, Gutierrez Die F-5E wurden mit einem neuen Radar modernisiert. 48 FLUG REVUE APRIL 2015 www.flugrevue.de

Die Piloten der F-5 gehören zur Elite der mexikanischen Luftstreitkräfte. 110 Millionen Dollar erworben. Eine Reihe von Piloten der Fuerza Aérea Mexicana machte sich für die Umschulung auf den Weg zu der auf der Williams AFB in Arizona stationierten 425th Tactical Fighter Squadron. Am 1. August 1982 wurden dann die ersten beiden Tiger II vom Northrop-Werk in Palmdale aus überführt, und bis Dezember waren alle Flugzeuge geliefert, darunter auch die 1000. gebaute Tiger II (FAM-Kennung 4008). Die Umstellung von der T-33 oder den PC-7-Trainern auf die F-5 erforderte von den mexikanischen Luftstreitkräften einige Anstrengungen, doch bis auf zwei Unfälle (einer davon 1995 bei einer Luftparade über Mexiko-Stadt) erwies sich der Jet als zuverlässige Speerspitze. Pläne, den Tiger zu modernisieren, wurden im Laufe der Jahre aber nur teilweise umgesetzt. So gab es Mitte der 1990er Jahre ein besseres Navigationssystem, inklusive GPS, und 2005 das neue Radar APQ-159(V)5. In dieser Konfiguration müssen die Tiger II nun wohl ausharren, bis Geld für einen Nachfolger vorhanden ist, wobei durchaus auch Gebrauchtflugzeuge in Frage kommen. FR ERWAN DE CHERISEY / KS Auch zwei Doppelsitzer gehören zum Bestand. www.flugrevue.de

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