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FLUG REVUE 04/2016

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News ZIVIL- UND

News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRT Foto: Northrop Grumman NEUER US-BOMBER VON NORTHROP GRUMMAN Protest gegen LRS-B-Auftrag abgelehnt Die amerikanische Government Accountability Office hat Mitte Februar den Protest von Boeing gegen die Vergabe des LRS-B-Auftrags an Northrop Grumman abgewiesen. Boeing und LRS-B-Entwicklungspartner Lockheed Martin hatten ihren Einspruch am 6. Oktober 2015 eingereicht, und die Entscheidung der GAO musste innerhalb von 100 Tagen fallen. Die unabhängige Kontrollbehörde teilte nun mit, sie habe „keine Basis“ für eine Neuausschreibung gefunden. Die „technische Bewertung und die Analyse der Kosten war realistisch, in Übereinstimmung mit der Ausschreibung und entsprechend den Beschaffungsgesetzen und -regulierungen“. Details wurden wegen der hohen Geheimhaltungsstufe des Programms nicht genannt. Die US Air Force begrüßte die Entscheidung natürlich, da man nun „mit der Entwicklung und Einführung dieses wichtigen Waffensystems“ fortfahren könne. Während der Protestdauer ruhten die Arbeiten. Der Auftrag für die Entwicklung und den Bau des neuen Stealth-Bombers war am 27. Oktober erteilt worden. Schon damals hatte die USAF betont, dass man sehr genau darauf geachtet habe, den Wettbewerb überkorrekt abzuwickeln, um für erwartete Proteste keine Angriffsflächen zu bieten. Foto: Airbus Turkish übernimmt 300. Flugzeug Ein fabrikneuer Airbus A330-300 ist das 300. Flugzeug im Bestand von Turkish Airlines. Die größte türkische Fluggesellschaft übernahm den aus diesem Anlass mit einer Sonderlackierung geschmückten Zweistrahler mit CF6-80E1-Triebwerken am 5. Februar bei einer Feier in Istanbul. Die neue A330 ist erstmals mit einer Kabineneinrichtung der türkischen Hersteller Turkish Cabin Interiors (TCI) und Turkish Seat Industries (TSI) ausgestattet, die Kabine und Economy-Class-Sitze beisteuerten. Turkish will ihre Flotte im Jahr 2016 noch mit weiteren 39 Flugzeugen ausbauen. Nach Flottengröße liegt Turkish weltweit bereits auf dem 13. Platz. Zum Bestand gehören 159 Airbus-Flugzeuge, darunter 53 aus der A330-Familie. Ryanair baut deutsche Basen aus Die irische Niedrigpreisairline eröffnet im November an den Flughäfen Hamburg und Nürnberg neue Basen. In Hamburg sollen zwei Flugzeuge, in Nürnberg eines stationiert werden. Von Nürnberg aus sollen fünf Strecken angeboten und jährlich rund 450 000 Passagiere befördert werden. Von Hamburg aus sind im Winterflugplan 2016/17 sieben neue Strecken vorgesehen. 650 000 Fluggäste sollen jährlich mit der Fluggesellschaft von und nach Hamburg fliegen. Für den Flughafen Köln/Bonn bietet die Airline neue Routen und zusätzliche Flüge. Und auch in Berlin-Schönefeld wächst Ryanair zum Winter auf dann neun dort stationierte Flugzeuge. Foto: Boeing 10 FLUG REVUE April 2016

❱❱❱ kurz notiert G500 schließt Flattertests ab Die Flugerprobung der Gulfstream G500 hat einen Meilenstein erreicht: Den Abschluss der Flattertests. Über 50 Flüge führte der Hersteller in dieser Phase nach eigenen Angaben durch. Diese Testreihe gilt als äußerst riskant, denn hier wird das Flugzeug bewusst über seine Höchstgeschwindigkeit gebracht. Auch dann dürfen die Tragflächen keine gefährlichen Schwingungen produzieren, die im schlimmsten Fall zum Auseinanderbrechen des Flugzeugs führen könnten. Gulfstream erprobt die neue G500, die nicht mit der bisherigen G500 verwechselt werden darf, seit Mai 2015. Hierfür sind drei Testflugzeuge unterwegs, die bis heute auf 105 Flügen über 430 Flugstunden absolviert haben. Neben den Flattertests wurden unter anderem auch schon Kälte- und Hitzeversuche durchgeführt. Die Zulassung für das neue Muster peilt Gulfstream für 2017 an, im darauf folgenden Jahr soll die G500 in Dienst gestellt werden. Foto: Gulfstream Finmeccanica (AgustaWestland) hat den sechsten NH90 an Norwegen geliefert. Es war die erste mit einem Sonar ausgestattete Maschine. Weitere sechs mit voller Ausrüstung für die U-Boot-Jagd und zwei für die Küstenwache werden noch folgen. Künftig wird Bombardier bei seinen geschäftsreiseflugzeugen auf den Direktvertrieb setzen. In diesem Zuge wurden die Verträge mit Vertriebspartnern gekündigt. Bombardier erhofft sich langfristig höhere Margen auf seine Flugzeuge. Ihre ersten, ab Januar 2017 zulaufenden Airbus A350-900 wird Lufthansa in München stationieren. Die Zweistrahler mit 293 Plätzen starten zunächst nach Delhi und Boston. Die Regierung von Uganda hat eine Mil Mi-171E in VIP-Ausführung erhalten. Der für zwölf Passagiere ausgestatte Hubschrauber war 2015 bei Rosoberonexport bestellt worden. Der gewerbliche Luftverkehr aus Bremerhaven-Luneort ist nach der dortigen Beendigung des Flugbetriebs ins benachbarte Nordholz umgezogen. Luneort wird zum Offshore-Terminal für die Windparkversorgung umgebaut. Saudi Arabian übernimmt ihre ersten 787-9 Die ersten beiden Dreamliner der gestreckten Version Boeing 787-9 hat Saudi Arabian Airlines Anfang Februar in Everett aus der Hand von Ray Conner, dem Chef der Boeing- Verkehrsflugzeugsparte, übernommen. Bis 2017 werden insgesamt acht Flugzeuge dieser Version nach Dschidda geliefert. Außerdem erhielt Saudi Arabian Airlines, die derzeit ihre Flotte mit mehreren Großaufträgen erneuert, ihre 20. Boeing 777-300ER. Das vierte oben abgebildete Flugzeug ist die, mittlerweile ebenfalls ausgelieferte, dritte Boeing 787-9. Saudi Arabian ist nach Etihad der zweite Betreiber der Boeing 787-9 im Nahen Osten und der 13. Betreiber weltweit. Die modernen Zweistrahler sollen bei Saudi Arabian bis 2017 auch die noch vorhandenen Boeing 747 in der VIP-Rolle ablösen. Foto: Michael Kelly Erste Boeing 727 ist wieder flugtauglich Boeings 727-Prototyp „E1“ ist von einer Freiwilligengruppe um den früheren Boeing-Direktor für Qualitätssicherung, Bob Bogash, in Everett wieder flugtauglich gemacht worden. Damit konnte vermieden werden, das seltene Museumsstück für einen LKW-Transport endgültig zerlegen zu müssen. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe hatte der seit 25 Jahren tatenlos abgestellte Prototyp schon wieder Bodentests mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Knoten (185 km/h) absolviert. Mit dem einmaligen, letzten Flug soll der historische Dreistrahler „N7001U“ zum Museum of Flight in Seattle überführt werden, zu dessen Ausstellungsbestand er künftig gehört. Besondere Herausforderung beim Flugtauglichmachen war ein heute nicht mehr zugelassenes, unmodifiziertes Original-Leitwerk am Prototyp. Es musste aufwändig gegen das 727-100C-Serienleitwerk eines später gebauten FedEx-Frachters getauscht werden. Boeing hatte von 1963 bis 1984 in Renton 1832 der legendären Dreistrahler gebaut. www.flugrevue.de FLUG REVUE April 2016 11

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