Aufrufe
vor 2 Jahren

FLUG REVUE 04/2016

  • Text
  • Flug
  • Revue
  • Airbus
  • April
  • Boeing
  • Flugzeuge
  • Luftwaffe
  • Januar
  • Februar
  • Aerion

Zivilluftfahrt Boeing

Zivilluftfahrt Boeing 777-300ER für Swiss Mit einem Überflug in niedriger Höhe in Kloten stellte sich die „Triple Seven“ den Premierengästen vor. maindustrie tätig, Harry Hohmeister, elf Jahre an der Spitze von Swiss und jetzt wieder in der Lufthansa-Chefetage in Frankfurt, sowie seinem Nachfolger Thomas Klühr – allesamt von der Konzernmutter abgeordnete Deutsche. „Das ist ein historischer Tag für die Schweiz und unser erster Schritt in die Zukunft“, pries Harry Hohmeister die Ankunft der ersten von neun bestellten Boeing 777-300ER. Bis August sollen bereits sechs der Zweistrahler ausgeliefert sein und die ersten der 15 vierstrahligen Airbus A340-300 ersetzen. Mit durchschnittlich 14 Jahren sind diese nicht mehr taufrisch und außerdem unwirtschaftlich. An der Seite der 777 werden weiterhin 14 zweistrahlige Airbus A330-300 fliegen, die im Schnitt viereinhalb Jahre alt sind. In 109 Tagen Produktionszeit ist das neue Swiss-Flaggschiff mit dem Kennzeichen HB-JNA, Werknummer 1363, in Everett entstanden. Die Fluggesellschaft hatte erst Anfang 2013 bestellt, und Flottenchef Ola Hansson erklärt die Hintergründe: „Wir haben sie relativ günstig und relativ schnell bekommen. Die Boeing 787 ist zu klein für uns, und die A350 hätten wir erst 2019 bekommen können. Wir brauchten aber jetzt neue Flugzeuge.“ Zwei weitere 777 werden 2017 an Swiss ausgeliefert, die zunächst letzte 2018, „aber ich hoffe, es werden noch mehr 777“, so Harry Hohmeister. Die neuen Langstreckenjets fliegen bei Swiss unter der Betriebslizenz Die neue First Class an Bord der 777 bietet Suitenkomfort. Die Fenster werden auf Wunsch durch eine elektrische Jalousie verdunkelt. Auch mit ihrer modernen Business Class gehört Swiss, wie gewohnt, zur Spitze im Lufthansa-Konzern. 32 FLUG REVUE APRIL 2016 www.flugrevue.de

Das neue Flaggschiff belegt die wiedergefundene Größe von Swiss. Es verbindet die Schweiz künftig mit Nord- und Südamerika sowie mit Asien. (AOC) von Swiss Global Air Lines, der früheren Swiss European Air Lines. Unter demselben Dach sind noch 16 Avro RJ100 aktiv sowie die ab Sommer eintreffenden ersten Bombardier-CSeries- Regionaljets. Die gesamte Airbus-Flotte fliegt dagegen unter dem AOC von Swiss International Air Lines. „Swiss Global hat günstigere Kosten, wie viel günstiger, sagen wir nicht, aber Sie können davon ausgehen, dass wir das nicht nur wegen drei Prozent Ersparnis machen würden“, sagte Harry Hohmeister. Zwei Drittel der bisher 50 ausgebildeten 777-Piloten kommen von Swiss International, insgesamt braucht Swiss 155 Flugkapitäne und Erste Offiziere für ihre 777-Flotte. Die Kabine der Swiss-777 ist mit 340 Sitzen ausgestattet. Acht Suiten in der First Class verfügen über riesige 32-Zoll- Bildschirme. In der Business Class sind zwölf der 62 Plätze einzelne „Thronsitze“, mit breiten Tischen an beiden Seiten. Die Anordnung variiert zwischen 1-2-2 und 2-2-1 pro Reihe. In der Economy Class mit 270 Sitzen gibt es jetzt eine Selbstbedienungstheke in der mittleren Bordküche, außerdem USB-Schnittstellen und 11-Zoll-Bildschirme an jedem Platz. Eine wirkliche Neuerung unter großen europäischen Airlines ist die Möglichkeit, bei der Schweizer Fluggesellschaft in der 777 künftig auch das gebührenpflichtige Roaming für die Sprachtelefonie mit dem eigenen Mobiltelefon zu nutzen. Besonders die Mutter Lufthansa hatte sich bisher vehement dagegen ausgesprochen. Swiss will das Telefonieren zunächst für ein Jahr testen, geht aber davon aus, dass es dauerhaft angeboten werden kann. STUFENPLAN FÜR DEN GLOBALEN EINSATZ Nach ersten Personal-Schulungsflügen in Palma de Mallorca und zweiwöchigen Einsätzen auf dem Europa-Streckennetz, unter anderem nach Frankfurt, wechselte der Großraumjet am 21. Februar auf die Strecke nach New York- JFK. Ab Ende März befliegt er die Strecke nach Montreal, um, so Ola Hansson, den Piloten die nötigen ETOPS-Trainingsstunden zu vermitteln. Ab Mitte April folgt der Einsatz auf einer für diese Flugzeuggröße idealen Route, nach Hongkong. Als Nächstes werden Los Angeles, Bangkok, San Francisco und São Paulo bedient. Einen so großen Bahnhof wie in Zürich Ende Januar wird es dann aber vermutlich nicht mehr geben. FR Erst in Zürich erhielt die 777-300ER als Sonderlackierung einen 450 Quadratmeter großen Folienaufkleber mit den Fotos von 2500 Swiss-Mitarbeitern aus allen Unternehmensbereichen. Fotos: Christian Galliker/AirTeamImages (3), Swiss Air Force, Swiss www.flugrevue.de FLUG REVUE APRIL 2016 33

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
FLUG REVUE 06/2015
FLUG REVUE 05/2015
FLUG REVUE 04/2015
FLUG REVUE 03/2015
FLUG REVUE 02/2015
FLUG REVUE 01/2015
FLUG REVUE 12/2014

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG