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FLUG REVUE 04/2017

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Zivilluftfahrt A350 in

Zivilluftfahrt A350 in der Lufthansa-Flotte Bei einer Stippvisite in Hamburg rollte die A350 am 9. Februar bei Lufthansa Technik zum Empfang. die von Airbus optional angebotenen Head-up-Displays (HUD) im Cockpit entschieden habe. Die gibt es nämlich in der A330 und A340 noch nicht. „Wir haben die mehrfach untersucht, aber uns schließlich dagegen entschieden“, sagt Brandes. Unbestritten sei der Vorteil, dass man mit einem Head-up-Display im Endanflug den Aufsetzpunkt noch etwas genauer anpeilen könne, ohne zwischendurch noch den Blick abwenden zu müssen. Die Navigationsgeräte an Bord der A350 reichten aber auch so für Schlechtwetterbetrieb nach CAT III, sodass ein HUD keine neuen grundsätzlichen Fähigkeiten mehr bringe. Zudem gebe es die Warnung vor dem Überrollen des Landebahnendes (ROPS) und die „Brake to vacate“-Bremsautomatik zum Abrollen mit Wunschgeschwindig- keit nach der Landung auch ohne HUD. Dagegen erhöht das vertraute Cockpit durch seine einheitlichen Bedienungsabläufe wie bei den Schwestern die Sicherheit. Brandes hält deshalb HUDs am besten für Regionaljets geeignet. Diese müssen oft auf wesentlich weniger gut ausgebauten Airports fliegen als der Langstrecken-Großraumjet A350, der stets die großen, bestens ausstatteten Verkehrsflughäfen nutzt. Flughäfen sind das Stichwort, bei dem die Airlines in Sachen CFK bisher noch sehr hellhörig reagieren. Immer mal wieder gibt es kleinere Rempler mit Vorfeldtreppen und -fahrzeugen, die man bei Aluminiumflugzeugen als Beule erkennt und dann ausbeulen, flicken oder, nach eingespielten Verfahren, anderweitig reparieren kann. Der Kohlefaser-Verbundwerkstoff ist dagegen im praktischen Flug- und Flughafenbetrieb noch überwiegend Neuland. Immerhin bestehen 53 Prozent der A350-Struktur daraus. Wenn man hier heftiger anstößt, bleiben nicht unbedingt Spuren zurück. Dennoch könnten Faserlagen im Inneren der Struktur splittern oder sich gar ablösen; dieses Kriterium wird als Delamination bezeichnet. Deshalb kreiste bei Lufthansa ein großer Teil der Vorbereitungsarbeiten Lufthansa Airbus A350-900 Allgemeine Angaben Triebwerke zwei Rolls-Royce Trent XWB-84 Schub 374,5 kN Triebwerksdurchmesser 3 m Verbrauch pro Passagier bei voller Auslastung auf 100 km 2,9 l Verbrauch 25 % weniger als A340 Lärm 50 % weniger als A340 Passagiersitze, Dreiklassenauslegung ca. 314 Listenpreis 310 Mio. Dollar Fotos: Lufthansa; FR/Ebner (3); FR/Steinke (2) Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly taufte die A350. Abmessungen Länge 66,89 m Spannweite 64,75 m Höhe 17,05 m Flügelfläche 354 m² Kabinenbreite 5,61 m Massen und Flugleistungen maximale Startmasse 275 000 kg Kraftstoffkapazität 138 000 l Reichweite 14 350 km Reisegeschwindigkeit Mach 0.85 Höchstgeschwindigkeit Mach 0.89 26 FLUG REVUE April 2017 www.flugrevue.de

Große Bildschirme, auch in der Economy Class, zeigen auf Wunsch eine Landkarte mit „virtuellem Cockpit“. bis zum Linienbetrieb um die Frage, wie man sich vor solchen Schäden schützt. Alle Vorfeldarbeiter wurden nochmals eingewiesen, keinesfalls mit Ladefahrzeugen grob an die Bordwand zu „rumsen“. Die Piloten wurden aufgerufen, bei ihrem Vorflug-Rundgang verstärkt auf etwaige Spuren unsanfter Begegnungen zu achten. Und alle Technikstationen von Lufthansa erhielten mobile Ultraschallgeräte, mit denen man kurzfristig prüfen kann, ob ein etwaiger Kontakt unter der Außenhaut tatsächlich Schäden hinterlassen hat. Dabei gilt CFK durchaus als robust, und Airbus hat zur Sicherheit sogar mit zusätzlichen Aufschlägen bei der Materialdicke gearbeitet, die rechnerisch gar nicht erforderlich gewesen wären. DIE ERSTEN ZEHN FLUGZEUGE KOMMEN NACH MÜNCHEN Die Küche hat ein neuartiges Ausgussfach mit Deckel. Die Premium Economy befindet sich direkt vor der regulären „Eco“. Neue Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung für Business-Class-Passagiere. Nachdem alle Vorbereitungen erfolgreich abgeschlossen waren, lud Lufthansa am 2. Februar in einen Münchener Hangar, um zur festlichen Taufe ihrer ersten A350, D-AIXA, zu schreiten. Der Zweistrahler ist der erste von sieben A350, die in diesem Jahr in Bayern erwartet werden. Die ersten zehn Flugzeuge ihrer Bestellung von 25 Airbus A350-900 stationiert Lufthansa in Bayern. Der Stationierungsort der restlichen Jets wurde noch nicht festgelegt. Die Auslieferungen dauwww.flugrevue.de FLUG REVUE April 2017 27

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