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FLUG REVUE 04/2017

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Zivilluftfahrt Erster

Zivilluftfahrt Erster Airbus A321 für den Iran noch vor dem Amtsantritt von Donald Trump als Präsident. Trump hatte sich im Wahlkampf kritisch über den Iran geäußert und nach dem jüngsten iranischen Raketentests – er hält den Flugkörper für atomwaffentauglich und deshalb für einen Bruch des UN-Abkommens – neue, einseitige US-Sanktionen gegen den Iran verhängt. Auch auf Trumps jüngster Einreisesperrliste für die USA landeten die Staatsangehörigen des Iran. Umgekehrt polterte die Regierung in Teheran gegen die USA, sodass man das Verhältnis der beiden Staaten bisher noch keineswegs als normal bezeichnen kann. Dennoch haben Airbus und Boeing eine gültige US-Exportfreigabe für ihre Flugzeuglieferungen in den Iran; erteilt hatte sie noch die abgelöste Administration unter Präsident Obama. Neben der politischen Großwetterlage ist auch die Finanzierung ein wunder Punkt bei den Flugzeugverkäufen. Zwar ist der Iran durch die Freigabe zuvor eingefrorener Guthabenkonten in den USA sehr vermögend, er hat aber nicht das sogenannte Kapstadt-Abkommen unterzeichnet, das den rechtlichen Rahmen internationaler Pfändungen und damit Finanzierungsfragen regelt. Somit bleibt bei Iran- Geschäften vermutlich ein größerer Teil des finanziellen Risikos bei den westlichen Flugzeugherstellern hängen. NEUE LANGSTRECKEN ÜBER DEN ATLANTIK? Während die Verhandlungsteams am Abschluss der restlichen Flugzeugbestellungen feilen, plant Parvaresh schon sein künftiges Streckennetz: „Iran Air hat früher mal New York täglich mit der 747SP bedient. Heute haben wir die Hinter der abholbereiten A321 rollt eine nun verschmähte A380 entlang. Die altersschwachen Boeing 747SP wurden erst vor Kurzem stillgelegt. vierfache Bevölkerungsgröße.“ Viele Ziele habe man nur aufgeben müssen, weil die passenden Flugzeuge fehlten, darunter Peking, Tokio und Südkorea. „Wir wollen an unser Vermächtnis mit großartigem Service anknüpfen“, gelobt der Vorstandschef. Ihre ersten Einsätze nahm die A321 auf iranischen Inlandsstrecken auf. Nach einer mehrwöchigen Eingewöhnungsphase war die Aufnahme von Mittelstreckenflügen nach Westeuropa geplant. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe stand auch schon die erste A330-Übergabe an Iran Air bevor. FR Der Flottenplan Bei Redaktionsschluss war nur der Airbus-Teil der Aufträge definitiv unterzeichnet. Als Nächstes sollten ATR und Boeing folgen. AIRBUS A320-Reihe A330 A350 16 BOEING 737 MAX 8 777-300ER 15 777-9 15 ATR 72-600 20* * plus 20 Optionen 46 38 50 Fotos: AirTeamImages / Mehrad Watson; FR / Steinke 34 FLUG REVUE April 2017 www.flugrevue.de

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