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FLUG REVUE 05/2015

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- Germanwings-Absturz: Erste Erkenntnisse der Unfallermittler - Italiens Eurofighter: Einsatz über dem Mittelmeer - A380neo: Emirates drängt auf Entscheidung

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News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRT Foto: Lockheed Martin Foto: Boeing ENDMONTAGE IN CAMERI Erste F-35 aus Italien Alenia Aermacchi hat die erste in Italien endmontierte F-35A fertiggestellt. Flugzeuge für Italien (F-35A und F-35B) und die Niederlande (F-35A) sollen in Cameri gebaut werden. Im Rahmen des JSF-Programms hat das italienische Verteidigungsministerium große Summen in die FACO-Anlagen (Final Assembly and Check-Out) auf dem Militärflugplatz bei Mailand investiert. 22 Gebäude entstanden, in denen nicht nur die Endmontagelinie mit elf Stationen, sondern auch die Produktionsvorrichtungen für die Tragflächen untergebracht sind. Ein Teil aller F-35 erhält Flügel aus Italien. Neben der Endmontage wird Cameri künftig auch die Betreuung der europäischen F-35 übernehmen. Eine entsprechende Entscheidung des US-Verteidigungsministeriums wurde im Dezember bekannt gegeben. 250. Dreamliner ausgeliefert US-Branchenriese United hat am 16. März in Charleston die insgesamt 250. Boeing 787 übernommen. Das jüngste Flugzeug, eine 787- 9, ist bereits der 16. Dreamliner im Bestand der Airline. Erstmals lieferte das zweite Boeing-787-Endmontagewerk in Charleston damit ein Flugzeug der gestreckten Version aus. Unterdessen hat die mächtige, amerikanische Flugzeugbauergewerkschaft IAM bei der US-Regierung beantragt, dass die Boeing-Beschäftigten in Charleston über einen Beitritt zu IAM offiziell abstimmen dürfen. Bisher waren die Mitarbeiter, anders als ihre Kollegen in Seattle und Everett, nicht gewerkschaftlich organisiert. Die Boeing-Standortentscheidung zugunsten des strukturschwachen South Carolina war einst auch mit dieser Personalkosten senkenden Rahmenbedingung begründet worden. Aufklärungsbehälter Mit seinem Sensorbehälter bietet Airborne Technologies aus Österreich eine einfache Lösung für Aufklärungsmissionen. Man verhandele mit mehreren Flugzeugherstellern, die den S.C.A.R.-Pod (Self Contained Aerial Reconnaissance Pod) als Option anbieten wollen, so Airborne Technologies, das bisher einen Kunden vorweisen kann. Um weiteres Interesse zu generieren, wird der Behälter im Juni an einer PC-9 im Rahmen einer NATO-Übung geflogen. Die Besonderheit des Behälters ist, dass er völlig unabhängig von den Flugzeugsystemen funktioniert. Strom wird über eine Batterie geliefert, und die Bedienung erfolgt über eine WLAN-Verbindung. Der S.C.A.R.-Pod ist mit 10-Zoll- oder 15-Zoll- Sensoraufhängungen verfügbar. Airbus mit „Tim und Struppi“ Den legendären belgischen Zeichner Hergé ehrt Brussels Airlines mit einem komplett mit Comic-Motiven dekorierten Airbus A320. Die Motive aus der Tim-und-Struppi-Folge „Der Schatz Rackhams des Roten“ wurden im tschechischen Ostrava binnen 1500 Arbeitsstunden in Airbrush-Technik vom deutschen Künstler Andre Eisele aufgetragen. Sie zeigen Unterwasser-Szenen und ein Mini-U-Boot in Haifischform. Brussels Airlines will das auf den Namen des Comic-Piraten „Rackham“ getaufte Flugzeug noch bis zum Jahr 2019 in der spektakulären Sonderlackierung einsetzen. Foto: Airbus Foto: Airborne Technologies/Rasinger 14 FLUG REVUE MAI 2015 www.flugrevue.de

VIP-Interview Dipl.-Ing. Heiko Lütjens (52) ist Geschäftsführer der Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH sowie Managing Director & CTO Flight Control/Actuation Systems, Landing Gear Systems, Hydraulics der Liebherr-Aerospace & Transportation SAS. Herr Lütjens, Sie vertreten ein Unternehmen, das sehr gut am Markt positioniert ist, aber auch weiter expandieren will. Wie sehen Sie die Zukunft von Liebherr-Aerospace? Airbus und Boeing wie auch unsere anderen Kunden prognostizieren, dass sich die Zahl der fliegenden Flugzeuge in den nächsten 20 Jahren auf bis zu 36 000 verdoppeln wird. Bedenkt man, dass dann etwa die Hälfte der derzeitig sich im Einsatz befindenden 18 000 Flugzeuge ersetzt werden muss, kommt eine Menge Arbeit auf uns zu. Wir haben deshalb viel investiert, um Arbeitsplätze zu sichern und auch für die kommenden Jahre gerüstet zu sein. Insgesamt werden bis 2020 rund 200 Millionen Euro in unsere Standorte in Lindenberg und Friedrichshafen fließen. Dennoch handelt es sich bei all diesen Luftfahrzeugen nicht um neue Modelle ..., ... aber genau das ist das Spannende an den Vorhersagen, denn alle künftigen Flugzeuge sind bereits auf dem Markt. Vielleicht kommen noch ein paar Weiterentwicklungen hinzu, aber grundsätzlich neue Flugzeuge wird es erst einmal nicht geben. Wir kennen also jetzt schon die Produkte, die wir fertigen müssen. Sind Sie schon auf die steigenden Auslieferungszahlen vorbereitet, beispielsweise bei der A350? Genau genommen sind wir bereits mitten im Serienhochlauf. Beispiels weise haben wir Schmiedeteile, die man nicht so einfach aus dem Regal kaufen kann. Da haben wir einen Vorlauf von rund zwölf Monaten, bei einigen anderen Teilen sogar noch mehr. Wenn also Airbus in absehbarer Zeit zehn Flugzeuge täglich ausliefern will, dann sind wir jetzt schon darauf vorbereitet. „Qualität und marktfähige Preise“ Das betrifft auch die Logistik? Selbstverständlich. Die Serienbauunterlagen stehen fest, die gesamte Planung steht wie auch die Zulieferungen. Die Qualifikationen, beispielsweise für das Bugfahrwerk, sind ebenso abgeschlossen. Für die Montage haben wir das Personal ausgebildet und erst kürzlich eine neue Halle in Betrieb genommen. Müssen Sie für den „Ramp-up“ noch Personal einstellen? Die Mitarbeiter/innen für die Fahrwerksproduktion der A350 haben wir Foto: Liebherr-Aerospace bereits vor drei Jahren eingestellt. Wir benötigten qualifiziertes Personal bereits für die Vorserienphase. In dieser entstehen die ersten Geräte für die Qualifikation und die Erprobungsflugzeuge. Gab es eigentlich im Zuge der Entwicklung Änderungswünsche, oder lagen die Berechnungen und Simulationen schon nahe am angestrebten Ziel? Wenn wir noch einmal auf das Fahrwerk der A350 zurückkommen, dann hat alles sehr gut gepasst – Spezifikation, Auslegung, Produktion und Qualifikation bis hin zum Produkt, das erst kürzlich in den Dienst gestellt wurde. Die gute Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern ist einer unserer Grundwerte, denn nur so können sehr gute Resultate erzielt werden. Sie liefern aber nicht nur Anteile für die A350, sondern auch für zahlreiche andere Programme. Wie ist dort die Situation? Generell betrachtet, gehen wir in der Luftfahrt weiterhin von einer stabilen Lage auf hohem Niveau aus. Blickt man jedoch auf das tägliche Geschäft der Ausrüstungsindustrie, wird schnell klar, dass der Markt zum größten Teil belegt ist und grundsätzlich keine unendlichen Verträge an Zulieferer vergeben werden. Wenn die Laufzeiten dem Ende entgegengehen, müssen wir uns sowohl technisch als auch bezüglich der Preise neu bewähren, und das ist angesichts der starken Konkurrenz nicht einfach. Schließlich gibt es auch Wettbewerb beim Kundendienst, in den inzwischen die Flugzeughersteller selbst stark einsteigen. Hier zählen nur Qualität und marktfähige Preise. Die Fragen stellte Matthias Gründer FR Mehr im Internet: Unter www.liebherr.com findet man jede Menge Infos über die Liebherr-Gruppe, über die Produkte und Aktivitäten des Bereichs Aerospace sowie interessante Materialien im Download-Bereich. www.flugrevue.de FLUG REVUE MAI 2015 15

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