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FLUG REVUE 05/2015

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- Germanwings-Absturz: Erste Erkenntnisse der Unfallermittler - Italiens Eurofighter: Einsatz über dem Mittelmeer - A380neo: Emirates drängt auf Entscheidung

Zivilluftfahrt

Zivilluftfahrt Großkunde lockt mit Riesenauftrag Neuere Triebwerke, wie etwa in der A350 und Boeing 787 verwendet, könnten nach Aussage von Emirates den Verbrauch um bis zu zehn Prozent senken. Integration und Zulassung für die A380 würden aber Milliardeninvestitionen erfordern. Der Markt für sehr große Flugzeuge Was deren Hersteller vorhersagen Airbus sagt von 2013 bis zum Jahr 2033 bei 4,7 Prozent Verkehrswachstum pro Jahr eine Konzentration des Weltluftverkehrs auf „Aviation Mega-Cities“ voraus. 91 globale Drehkreuze werden demnach dann 99 Prozent des Welt-Langstreckenflugverkehrs abwickeln. Hier sieht Airbus das Einsatzgebiet der A380. Auch die großen Zweistrahler werden fast ausschließlich zwischen diesen Mega-Drehkreuzen verkehren. Für den Zeitraum 2013 bis 2033 prognostiziert Airbus einen Gesamtmarkt für 1230 neue Flugzeuge der Kategorie „Very Large Aircraft“. Die Hauptnachfrage dafür besteht in den Regionen Asien-Pazifik und Nahost. Fotos: Airbus, Oleg Belyakov/AirTeamImages, Bao Luo/ Boeing betrachtet den Zeitraum von 2014 bis 2033. Während sich die Gesamterwartung ähnelt und Boeing sogar fünf Prozent Passagierwachstum annimmt, schätzen die Amerikaner den Bedarf an großen Flugzeugen als sehr viel geringer ein. Nur 620 sehr große Flugzeuge würden im genannten Zeitraum benötigt. Dagegen entfalle mehr Bedarf auf mittelgroße und vor allem kleinere Flugzeuge. Dagegen ist Boeing hinsichtlich neuer Frachter besonders optimistisch: Alleine in den nächsten fünf bis zehn Jahren müssten über 250 ältere Frachter in der Nutzlastgröße von 80 bis 120 Tonnen ersetzt werden. www.flugrevue.de

Laut Emirates ist der hohe Komfort an Bord der A380 noch immer ein besonderer Publikumsmagnet. Kunden der Premiumklassen können eine Bar besuchen (links), Economy-Gäste finden große Monitore am Sitz mit farbiger LED-Beleuchtung. erweiterte Clark angesichts seiner ungebrochenen Wachstumshoffnungen den möglichen Bestellrahmen über den Ersatzbedarf seiner 140 Flugzeuge hinaus in spektakuläre Höhen: Er wolle „bis zu 200“ Flugzeuge kaufen, verkündete der Airline-Chef vor den staunenden Diplomaten und Journalisten. CLARK WILL NEUE TRIEBWERKE Den gewaltigen Folgeauftrag für Airbus will Clark aber nur erteilen, wenn Airbus der A380 neuere Triebwerke spendiert: „Die jetzigen Triebwerke stammen aus den 90er Jahren. Damals hatte sich das Programm um ein paar Jahre verzögert, so dass die Antriebe heute nicht mehr Stand der Technik sind, weil die Technik sich so sehr verbessert hat. Heute gibt es zum Beispiel hitzebeständige Keramikteile in den Triebwerken, mit denen sie die noch heißer und damit effizienter laufen lassen können. Mit A380- Triebwerken, wie denen der 787 oder A350, könnte man sofort zehn Prozent der Kosten sparen“, rechnet Clark vor. Neben den Triebwerken könne man aber auch noch die Aerodynamik des Flugzeugs optimieren, etwa mit neuen Flügelspitzen und anderen Wingtip Fences. Auch das Strukturgewicht lasse sich noch abspecken. Und schließlich gebe es auch in der Kabine noch Verbesserungsmöglichkeiten: „Es gibt mittlerweile neuartige Sitze der Economy Class, die sind pro Stück sechs Kilogramm leichter. Bei 440 Sitzen kommen Sie so alleine auf drei Tonnen Gewichtsersparnis. Alle Verbesserungen Bruttosozialprodukte im Wandel Aufsteigende Schwellenländer schieben sich im weltweiten Vergleich beim Bruttosozialprodukt nach vorne. Dort entsteht auch die größte Luftfahrtnachfrage. Quelle: Airbus 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Italien 2013 2023 spräch mit der FLUG REVUE. Würde es sich dann nicht noch mehr lohnen, gleich auf das ebenfalls schon in der Entwicklung befindliche und noch modernere Triebwerk UltraFan, einen Getriebefan von Rolls-Royce, zu warten? Nein, winkt Clark ab, der UltraFan werde erst ab 2025 verfügbar, dies sei zu spät für seinen angesprochenen Bedarf. Ihm rei- zusammen kommen auf 10 bis 13 Prozent niedrigere Kosten. Die Flugzeuge sind pro Tag 14 bis 16 Stunden in der Luft. Das bedeutet unter dem Strich eine Riesenverbesserung in der Bilanz“, freut sich der Manager bereits. Würde Emirates ihren A380-Triebwerkslieferanten Engine Alliance wechseln, um auf ein neueres Triebwerk wie das künftige Advance von Rolls-Royce umzusteigen? „Von der Engine Alliance ist ja wohl derzeit nichts zu dem Thema zu erwarten“, antwortet Clark im Geche ein technisches Niveau vergleichbar der Trent-Generation der Boeing 787 oder des Airbus A350 für „seine“ A380neo, so Clark. Außerdem sei die ideale A380 für Emirates noch etwas größer als die heutige A380-800. „Von Anfang an“ (Clark) habe sich sein Unternehmen auch eine A380-900 gewünscht. Etwa 120 Sitze mehr, in allen drei Klassen, wären perfekt: „neun Frames länger“, also ein zusätzliches Rumpfsegment mit fünf Frames vor dem Flügel und eines mit vier Frames dahinter. China USA Indien Japan Brasilien Deutschland Großbritannien Russland Frankreich Indonesien 2033 Für Airbus bedeutet Clarks neues Bekenntnis Fluch und Segen zugleich: Einerseits könnte der größte A380-Kunde für die ab 2018 dringend benötigten Folgeaufträge sorgen, andererseits würde das Flugzeugprogramm, bevor es in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen in der reinen Fertigung erreicht, schon wieder neuer Investitionen bedürfen, also www.flugrevue.de FLUG REVUE MAI 2015 27

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