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FLUG REVUE 05/2015

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- Germanwings-Absturz: Erste Erkenntnisse der Unfallermittler - Italiens Eurofighter: Einsatz über dem Mittelmeer - A380neo: Emirates drängt auf Entscheidung

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Seefernaufklärer Airbus bietet das Fully Integrated Tactical System an, das sich modular an unterschiedliche Flugzeuggrößen anpassen lässt. Fotos: Airbus, Alenia Aermacchi, Artyom Anikeev/AirTeamImages, Northrop Grumman, Saab das MSA (Maritime Surveillance Aircraft) verwenden, das auf dem Bombardier Challenger 605 basiert. Die Flugversuche haben Ende Februar 2014 begonnen. Kunden sind noch nicht bekannt. Etwas größer steigt IAI in den Markt ein, denn für sein ELI-3360 Maritime Patrol Aircraft wird der Global 5000 verwendet. Das Entwicklungsprojekt wurde im Februar angekündigt. Zu den Systemen zählt das Elta-Radar ELM- 2022 aus dem eigenen Haus. Die Bewaffnung mit Torpedos und Seezielflugkörpern ist möglich. Dassault Aviation bietet derweil Versionen seiner Falcon 2000S (Maritime Reconnaissance Aircraft) und der Falcon 900 (Maritime Patrol Aircraft) an. Bereits verkauft wurde die Falcon 50M an die französische Marine, die zuletzt vier weitere Maschinen für die Seeüberwachung umgerüstet hat. Im Jet-Club dabei ist darüber hinaus Embraer mit einer Ableitung seines Regionaljets ERJ-145. Die EMB-145MP fliegt in Brasilien (als P-99) und Mexiko. PROPELLERTYPEN IM ANGEBOT Auch andere Hersteller von Regionalverkehrsflugzeugen sehen im Markt für Seeüberwachungsflugzeuge die Chance auf ein lukratives Zubrot. Das ATR-Konsortium bietet entsprechende Modelle sowohl der ATR 42 als auch der größeren ATR 72 an. Abnehmer für das kleinere Modell waren bereits die italienische Küstenwache, Libyen und Nigeria. Unter der Bezeichnung Meltem III wurden sechs ATR 72-600 an die Türkei verkauft. Die Ausstattung der ersten Maschine begann im April 2013 bei TAI. Ebenfalls mehrere Modelle am Start hat Airbus Defence & Space. Selbst die kleine, nicht druckbelüftete C212 wurde mit Radar und FLIR ausgestattet und fand Abnehmer in über einem Dutzend Ländern wie Angola, Mexiko oder Vietnam. Bester Kunde für die Marineversion der CN235 ist die US-Küstenwache, die unter der Bezeichnung HC-144 Ocean Sentry insgesamt 18 Maschinen gekauft hat. Sie sind dank rasch ausrüst- Die russische Marine setzt weiter auf die Il-38, die derzeit ein Modernisierungsprogramm durchläuft. 50 FLUG REVUE MAI 2015 www.flugrevue.de

arer Bedienkonsolen vielseitig verwendbar. Noch mehr Nutzlast bietet die C295, die sogar mit Lenkwaffen bestückt werden kann – ein Angebot, das Chile wahrgenommen hat. Für alle Modelle offeriert der Hersteller sein FITS, ein modulares System, in das die diversen Sensoren relativ einfach integriert werden können. Mit FITS hat Airbus Defence & Space auch neun P-3 Orion der brasilianischen Marine modernisiert. Obwohl nicht mehr in der Produktion, bietet Saab seine Regionalflugzeuge Saab 340 und 2000 als MSA (Maritime Security Aircraft) beziehungsweise MPA (Maritime Patrol Aircraft) an. Die größere Saab 2000 MPA bietet dabei Platz für vier Bedienerstationen, während die Saab 340 MSA nur eine hat. Letzteres Muster ist seit 2012 in der Erprobung, doch für beide Modelle fehlen noch Kunden. RUAG hat dagegen bereits einige Marineausführungen der Do 228 verkauft, zuletzt an die Navy von Bangladesch. Nur für die polnische Marine gebaut wurde dagegen die PZL M28B Bryza, eine Version der Antonow An-28. Die russische Marine verwendet nach wie vor die Tupolew Tu-142M und die Iljuschin Il-38. Letztere durchläuft derzeit ein Modernisierungsprogramm. Die erste Il-38M mit dem Nowella-System wurde im Juli 2014 übergeben. Auch Indien nutzt die Il-38. Neben bemannten Flugzeugen halten unbemannte Systeme Einzug. Die US Navy jedenfalls setzt auf einen Mix aus P-8A Poseidon und 68 Northrop Grumman MQ-4C Triton. Die Triton ist seit Mai 2013 im Flugtest. Die Ausrüstung besteht aus ZPY-3-Multifunktionsradar und FLIR. Als Flugdauer werden 24 Stunden kalkuliert. Von den Hauptbasen in Florida und Kalifornien sowie drei vorgeschobenen Basen wie Guam aus könnten so weite Meeresgebiete überwacht werden. FR Saab 2000 MPA – Die Ausrüstung Saab vermarktet gebrauchte Regionalflugzeuge für die Seeüberwachung. Die angebotene Ausstattung der Saab 2000 MPA ist typisch für Flugzeuge in dieser Größenklasse. Vier Bedienkonsolen haben im vorderen Bereich Platz. Funksysteme mit Verschlüsselung SatCom Sonarbojenregal und Startmagazin taktischer Datenlink Scheibenwaschsystem hochauflösende elektro-optische Sensoren Radar mit 360-Grad- Abdeckung (AESA-Antenne) elektronischer Selbstschutz und Funkaufklärung Zusatztanks AIS Tür für den Abwurf von Notausrüstung Die ATR 42MP (Foto) fliegt in Italien und wurde auch an Nigeria verkauft, während die ATR 72 an die Türkei geliefert wird. Als Ergänzung der P-8A beschafft die US Navy die unbemannte MQ-4B Triton von Northrop Grumman. www.flugrevue.de FLUG REVUE MAI 2015 51

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