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FLUG REVUE 05/2016

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Zivilluftfahrt Roll-out

Zivilluftfahrt Roll-out der Embraer E190-E2 Sitze) besteht. Die Premierenversion E190-E2 soll im Juli oder August zum Erstflug starten, mit vier Prototypen zur Zulassung gebracht werden und 2018 in den Liniendienst gehen. Später folgen noch zwei E195-E2-Prototypen für die 2019 vorgesehene Indienststellung der längeren Schwester, und schließlich wird auch die kleinste Variante, die E175-E2, mit drei Prototypen auf die Indienststellung 2020 vorbereitet. Neu sind vor allem die Triebwerke: Wie die A320neo wird die E2 vom neuesten Pratt & Whitney-Getriebefan, dem PW1900G, angetrieben. Das leicht schwächere PW1700G ist als Antrieb Mit Champagner begoss Embraer-Chef Paulo Cesar Silva beim Roll-out feierlich seinen neuen Hoffnungsträger, die E190-E2. für die kleinere E175-E2 vorgesehen. Der Getriebefan leistet mit einem imposanten Durchmesser von 185 Zentimetern und einem Nebenstromverhältnis von 12:1 im stärksten Schubrating der Variante PW1923G bis zu 102 Kilonewton Schub. Knapp 3200 Kilogramm wiegen Triebwerk und CFK-Gehäuse. Ein wenig wie bei der Boeing 737 MAX wurden die größeren Triebwerke an ihren Pylonen nun weit nach vorne und nach oben gerückt, um ein unverändertes Maß an Bodenfreiheit zu gewährleisten. Die Triebwerke hängen an einem aerodynamisch optimierten Flügel mit 33,7 Metern Spannweite. Nach Angaben von Embraer ist dieser Metallflügel technologisch das Äußerste, was man noch aus Aluminium bauen kann. Für ein größeres Flugzeug wäre bei dieser Dimensionierung ein CFK-Flügel erforderlich geworden. Der Clou des Flügels sind seine „Raked Wingtips“, die entfernt an die der Boeing 777-300ER erinnern. Sie senken den induzierten Widerstand an den Flügelspitzen und lassen sich modular austauschen: Am größten Familien- Fotos: Embraer 26 FLUG REVUE MAI 2016 www.flugrevue.de

EMBRAER ZIELT AUF DIE SPITZENGRUPPE Mit bulligen Triebwerken, schlankem Rumpf und stark gestrecktem Flügel gibt die E2 ein markantes Bild ab. mitglied, der E195-E2, erhöht Embraer die Spannweite mit Hilfe vergrößerter Raked Wingtips um 140 Zentimeter auf dann 35,1 Meter. Während die E175-E2 einen leicht abgespeckten Flügel nutzt, teilen sich E190-E2 und E195E2 im Prinzip das gleiche Tragwerk. Trotz erhöhter Spannweite fällt die neue Generation noch in die ICAO-Flughafenkategorie C. Damit sind keine größeren Abstellplätze nötig. KABINE BIETET VIEL NUTZBAREN RAUM Die E190-E2 kommt mit 97 Passagieren auf 16 Prozent weniger Verbrauch pro Sitz gegenüber den Vorgängern. Ihre Reichweite steigt gegenüber den heutigen E-Jets um bis zu 1111 Kilometer auf 5186 Kilometer. Damit schafft es der einstige Regionaljet beispielsweise von Paris nonstop bis an die Ostküste Kanadas oder ostwärts nach Riad oder Doha. Starten kann die E2-Familie trotz der gestiegenen Leistungen weiterhin von Flughäfen mit Startbahnlängen unter 1900 Metern. Die mittelgroße E190-E2 begnügt sich bei Standardtemperaturen und voll beladen sogar mit nur 1650 Metern. An Bord besticht die sehr schlank wirkende Embraer-Familie weiterhin durch ihr für Regionalflugzeuge ungewöhnlich großes Raumangebot (Ganghöhe 2,00 Meter). Bei typischer 2+2-Anordnung sind die Passagiersitze 46,5 Zentimeter breit. An jedem Platz gibt es einen regelbaren Lüfter und eine Leselampe. Damit brauchen sich die E-Jets auch nicht vor größeren Standardrumpfflugzeugen zu verstecken. Dies gilt auch für die Gepäck fächer, die nun auf 56 x 45 x 25 Zentimeter vergrößert wurden Embraer-Mitarbeiter bejubeln das neue Produkt. Die Brasilianer setzen in der Produktion anteilig auf mehr Handarbeit, die hier billiger ist. www.flugrevue.de FLUG REVUE MAI 2016 27

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