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FLUG REVUE 05/2016

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Zivilluftfahrt München

Zivilluftfahrt München erweitert das Terminal DER SATELLIT WUCHS AN EINER NABELSCHNUR hansa (40 Prozent) und dem Flughafen München (60 Prozent) gebaut und betrieben. Entworfen hat es das Münchner Architektenbüro Koch & Partner, das auch schon Münchens Terminal 2 baute. Lufthansa hat angekündigt, ihre ersten 10 von 25 bestellten Airbus A350 in München zu stationieren. Ab Januar 2017 startet der neue Zweistrahler aus Bayern nach Boston und Delhi. Schon ab Mai kommen das nun ganzjährig bediente Langstreckenziel Denver sowie Porto, Southampton und das polnische Rzeszów in Europa hinzu. Ab dem 4. Juli wird auch Teheran bedient. Das Lufthansa-Drehkreuz München steuert der neue „Hub-CEO“ Thomas Winkelmann, vormals Chef von Germanwings. Er hat in Bayern bereits die Einstellung von 700 Mitarbeitern, vor allem Boden- und Kabinenpersonal, für dieses Jahr versprochen. Auf den Münchner Erweiterungsbau dürfte man von der Berliner BER-Baustelle aus sehnsuchtsvoll herüberblicken: hatten die Bayern doch, anders als die „Preußen“, die Expansion nicht nur als Wachstumsidee für die ferne Zukunft grob skizziert, sondern sie bereits – mit einem Sockelgeschoss, der sogenannten „Gepäcksortierhalle“ – zeitgleich mit Terminal 2 errichtet. Dazu gehörten auch noch ein Förderbandtunnel unter dem Vorfeld, ein Vorfeldtower und der Rohbau für den Tunnel einer automatischen Kabinenbahn als Verbindung zum Satellitengebäude. Als es nun mit der Erweiterung ernst wurde, brauchten die Bayern nur noch aufzustocken, die Kabinenbahn im leeren Tunnel zu verlegen und den Betrieb aufzunehmen. Am Flughafen BER ist dagegen noch nicht einmal entschieden worden, ob ein nach Passagierkapazität bereits nötiges Satellitengebäude über eine Brücke oder durch einen Tunnel angeschlossen würde. Letzterer erfordert das Aufreißen des nagelneuen Vorfelds. Die Sache einfacher gemacht haben sich die Bayern auch bei den eigentlichen Bauarbeiten. Statt das inselartige Gebäude im Sicherheitsbereich eines aktiven Flughafens zu bauen und es immer nur nach strenger Kontrolle betreten zu dürfen – jeder Baustellenlaster hätte eine Vorfeldbegleitung gebraucht –, klammerten sie die Baustelle aus dem Sicherheitsbereich aus und legten eine dünne Baustraße wie eine Nabelschnur von Osten in den nun öffentlichen Baustellenbereich. Damit konnten Baumaterial und Bauarbeiter ungestört auf die Baustelle gelangen, was die Abläufe enorm beschleunigte. Mit dem Gebäude wuchs ein zuletzt haushoher Baustellenzaun um die Fassade mit, der das bereits aktive Vorfeld vom Baustellenbereich trennte. Mit der Eröffnung des Satellitengebäudes wächst die Kapazität des Münchner Terminals 2 auf 36 Millionen Fluggäste pro Jahr. Nun stehen 52 gebäudenahe Abfertigungspositionen zur Verfügung. Damit stellt sich die Frage, wann die Flughafengesellschafter dem Drehkreuz München grünes Licht für den Bau einer dritten Startbahn im Nordosten geben, für die seit 2014 der Planfeststellungsbeschluss vorliegt. In seiner Strategie 2025 hat Schon vor der Eröffnung parkten Jets rund um das neue Gebäude. Check-in-Personal prüft das Computersystem. sich der Flughafen bereits zum Bau dieser dritten Piste bekannt. Ebenfalls steht die Verbesserung der Schienenanbindung auf dem Programm. Mit insgesamt 41 Millionen Fluggästen belegte der Flughafen München im Jahr 2015 in Europa Platz sieben beim Aufkommen und wies mit 135 Millionen Euro einen neuen Rekordgewinn aus. Bis zum Jahr 2025 erwarten die Bayern rund 58 Millionen Passagiere bei 590 000 Flugbewegungen. FR T2-Satellit München Daten und Fakten Baubeginn: Frühjahr 2012 Eröffnung: April 2016 Kapazität: 11 Mio. Passagiere Bruttogeschossfläche (Neubau): 125 800 m² Länge: 609 m Breite: 53 m Gebäudepositionen: 27 Gates: 52 Lounges: 5 auf über 4500 m² Außenfassade: ca. 20000 m² Innenfassade (Klimafassade): ca. 16200 m² Natursteinboden: ca. 55000 m² Innentüren: rund 1400 Geländer: ca. 2100 m Fotos: Flughafen München, FLUG REVUE/Steinke 34 FLUG REVUE Mai 2016 www.flugrevue.de

AirSpot In unseren AirSpot-Highlights des Monats finden Sie Fotos von besonderen Flugzeugmustern, exotischen Einsätzen an ungewöhnlichen Orten, seltenen Lackierungen und fliegenden Raritäten aus der Welt der Flugzeug-Spotter. Max Kaiser, Düsseldorf Mit einer Tierschutz-Sonderlackierung „United for Wildlife“ machte sich die Emirates-A380, A6-EDG am 19. Februar von Düsseldorf auf den Rückweg nach Dubai (Foto). Zwei Tage später kam auch das Schwesterflugzeug A6-EEI, „Endangered Species“, an den Rhein. Marcel Vöse, Ushuaia, Argentinien Mit ihrer Iljuschin IL-76TA, UP-17601 führt Air Almaty von Argentiniens südlichster Stadt Ushuaia aus Versorgungsflüge in die Antarktis durch. Marcel Vöse erwischte den Vierstrahler am 6. Februar beim Rollen zum Start vor der malerischen Kulisse. Christoph Flink, Brüssel, Belgien Ein neuer Frachter im Bestand von EAT aus Leipzig ist seit Ende Januar der Airbus A300B4-622R(F), D-AEAA. Der von ILFC geleaste Zweistrahler, Baujahr 1995, war zuvor an ASL Airlines Ireland vermietet und trägt neben der deutschen Registrierung übergangsweise noch die Farben des Vorbetreibers. Dirk Grothe, Hamburg Mit Delta-Lackierung und mit deutscher „Delta“-Registrierung kehrte der erste Airbus A321, MSN6923, des amerikanischen Branchenriesen am 14. März als D-AVZL vom Kundenabnahmeflug nach Hamburg-Finkenwerder zurück. Mittlerweile wurde der Zweistrahler als N310DN an Delta ausgeliefert. Bitte beachten Sie auch unsere große Foto-Community im Internet. Auf der Webseite http://community.flugrevue.de/ finden Sie immer die neuesten Aufnahmen unserer Leser. Die Teilnahme ist für alle Einsender kostenlos. www.flugrevue.de FLUG REVUE MAI 2016 35

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