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FLUG REVUE 05/2016

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Business Aviation

Business Aviation Heli-Expo 2016 in Louisville In Mollis hat die zweite SKYe SH09 im Februar ihre Erprobung begonnen. Fotos: Toni Ganzmann, Marenco Swisshelicopters, Robinson Helicopters der Pilot die Hand nicht mehr vom Steuer nehmen muss. Die Zulassung ist für dieses Jahr geplant, sodass neu gebaute MD 902 ab 2017 geliefert werden könnten. Auch eine Nachrüstung ist möglich. Bessere Avionik ist auch bei Robinson ein Thema, doch im Rampenlicht stand diesmal die R44 Cadet. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine Raven I, bei der die hintere Sitzreihe entfernt wurde. Die Abflugmasse sank um 90 Kilogramm, und auch das Lycoming-Triebwerk O-540F1B5 wurde gedrosselt (210 hp Startleistung), was zu besseren Leistungen in großen Höhen führt. Die 339 000 Dollar (305 000 Euro) teure Cadet dürfte vor allem für die Schulung interessant sein, wo die R22 mit zusätzlicher Ausstattung wie Klimaanlage und zusätzlicher Avionik an Grenzen stößt. Das Ausbildungssegment hat traditionell auch Enstrom im Visier. Dafür wird auch die TH-180 entwickelt, wobei das Unternehmen aus Menominee allerdings kurz vor der Messe einen herben Rückschlag hinnehmen musste. Weil ein Teil der Flugtestinstrumentierung versagte, entkoppelte der Motor, und der Testpilot musste eine Notlandung hinlegen. Dabei wurden die Rotorblätter zerstört. Zum Glück ist der zweite Prototyp kurz vor der Fertigstellung. ZWEITE SKYE SH09 FLIEGT IN MOLLIS Mit Verzögerungen hat auch Marenco Swisshelicopter zu kämpfen. Immerhin hob der zweite Prototyp der SKYe SH09 am 26. Februar um 17:24 Uhr auf dem Flugplatz Mollis zum Erstflug ab. Der englische Cheftestpilot Richard Trueman, der von Flugtestingenieur Peter Wittwer begleitet wurde, wertete den Flug als großen Erfolg. „Alle Tests, die uns auferlegt wurden, sind zu unserer vollen Zufriedenheit abgeschlossen.“ Mit diesem „wichtigen, motivierenden Meilenstein für die Konstrukteure und die ganze Belegschaft“ im Rücken konnte Marenco in Louisville Air Zermatt als offiziellen Erstkunden für die 2,6 Tonnen schwere Einmot verkünden. „Wichtig für uns ist ..., dass Marenco Swisshelicopter es uns ermöglicht, unsere über 45-jährige Erfahrung in der Arbeits- und Rettungsfliegerei in die Entwicklung des Helikopters einzubringen“, sagte Gerold Biner, CEO der Air Zermatt. Das Unternehmen genießt für seine Einsätze im Hochgebirge weltweit einen guten Ruf. Auf der Heli-Expo gab es auch Letters of Intent von Helisul Táxi Aéreo aus Brasilien, von Horizon Helicopters aus Kanada und von Rotor World aus Florida. Insgesamt liegen somit laut Hersteller über 80 Vorverträge für den Achtsitzer vor. Nach Modifikationen am Rotorkopf und der Überarbeitung der Blätter sowie anderen Detailverbesserungen hofft Marenco nun, die EASA-Zulassung 2017 zu schaffen. FR KARL SCHWARZ / TONI GANZMANN Mit neuer Avionik will MD Helicopters die MD 902 verjüngen – ein Muster, das man zuletzt etwas vernachlässigte. Ohne Rückbank, ist die Robinson R44 Cadet vor allem als Schulhubschrauber gedacht. 42 FLUG REVUE Mai 2016 www.flugrevue.de

Business Aviation GAMA-Report 2015 Schwieriger Markt Der meistgebaute Business Jet 2015: die Embraer Phenom 300. Das vergangene Jahr lief für die Hersteller von Flugzeugen der Allgemeinen Luftfahrt durchwachsen: Sie mussten teilweise deutliche Rückgänge verkraften. Die General Aviation Manufacturers Association, kurz GAMA, hat ihren Jahresbericht für 2015 vorgelegt. Die hier aufgelisteten Auslieferungen und Umsätze lassen auf die Gesamtentwicklung der GA schließen. Insgesamt haben die Hersteller von Januar bis Dezember weltweit 2331 Flugzeuge an ihre Kunden übergeben. Das sind fünf Prozent weniger als 2014. Damals zählte die GAMA 2367 Auflieferungen. Die Statistik bezieht sich auf Flugzeuge, die im nicht-kommerziellen Verkehr genutzt werden – von der Cessna 172 bis hin zur VIP-Ausführung der Boeing 777, von der im vergangenen Jahr nur eine einzige ausgeliefert wurde. Die Umsätze verhalten sich analog zu den Verkaufszahlen: Mit 20,9 Milliarden Dollar musste die Branche einen Rückgang um glatte vier Prozent hinnehmen. Für GAMA-Präsident Pete Bunce reflektieren die durchwachsenen Zahlen die momentane Lage der Weltwirtschaft. Er zählt die stark einbrechenden Erträge im Energiesektor und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit auf. Diese lösten starke Währungsschwankungen aus in den Schlüsselmärkten der General Aviation wie beispielsweise Brasilien, Europa, Russland und China. Bei den Turboprops fielen die Rückgänge am stärksten aus: 557 nach 603 ausgelieferten Einheiten im Jahr 2014 bedeuten einen Rückgang von fast acht Prozent. BUSINESS JETS HALTEN STABILES NIVEAU Es wurden 1056 Flugzeuge mit Kolbenmotor ausgeliefert, wobei das Minus mit sechseinhalb Prozent nicht ganz so stark war – dafür umso schmerzhafter, denn hier verzeichnete die GAMA vor einem Jahr noch einen Zuwachs von fast zehn Prozent. Im Gegensatz dazu konnten die Business Jets ihr Niveau halten: 718 Übergaben bedeuten vier Flugzeuge weniger. Erfolgreichster Hersteller war Bombardier mit 199 Lieferungen (nach 204 im Jahr davor), hier dominierten Global 5000/6000 und Challenger 350. Cessna lieferte 166 Citations aus, die sich relativ gleichmäßig auf die einzelnen Modelle verteilten. Der Bestseller unter den Business Jets kam auch im vergangenen Jahr aus Brasilien: Die Embraer Phenom 300 war mit 70 Übergaben zum dritten Mal in Folge der am häufigsten ausgelieferte Business Jet. Insgesamt lieferte Embraer 120 Geschäftsreisejets im Wert von 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Mrd. Euro) aus. Dassault musste einen Lieferrückgang von 66 auf 55 Exemplare der Falcon-Familie hinnehmen und erlebte einen Einbruch beim Auftragseingang. Gulfstreams Geschäfte liefen mit 34 gelieferten G150/G280 und 120 gebauten großen Jets (117) im Wesentlichen stabil. Am härtesten traf die Flaute die Helikopterhersteller: Sie mussten einen Rückgang von 4,4 Prozent auf 954 Auslieferungen verkraften, dadurch brach der Gesamtumsatz um 22 Prozent von 4,9 auf 3,8 Milliarden Dollar ein (vorbehaltlich der Finmeccanica-Lieferungen im vierten Quartal). Der Umsatzschwund könnte damit zu erklären sein, dass viele Kunden zu kleineren Modellen greifen. Denn während der kleine Markt der kolbengetriebenen Helikopter (279 Exemplare) mit einem Plus von 8,6 Prozent abschloss, brach der Verkauf der größeren und damit teureren Turbinenhelikopter um nahezu neun Prozent ein. Von diesen gingen gegenüber 741 nur noch 675 in Kundenbesitz über. FR MAX KÜHNL Foto: Embraer www.flugrevue.de FLUG REVUE Mai 2016 43

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