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FLUG REVUE 05/2016

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Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Finmeccanica M-346 Master Die Schüler können alleine am System mit Touchscreen üben. Der erste polnische Pilot fliegt die T-346A. Israel hat seine M-346 Lavi in Hatzerim stationiert. Singapur führt die Fortgeschrittenenschulung in Cazaux durch. 48 FLUG REVUE Mai 2016 www.flugrevue.de

Abgeschirmte Lufteinläufe erlauben hohe Anstellwinkel. Der erste Ausbildungskurs steht vor dem Abschluss. Fotos: Aeronautica Militare (1), Aloni (1), Raytheon (1), Riccardo Niccoli (3), RSAF (1) Neben seinen üblichen Aufgaben ist das 61° Stormo momentan auch bei der Unterstützung der Exportbemühungen für die M-346 Master eingespannt. Seit letztem November sind sechs erfahrene polnische Fluglehrer in Lecce. Nach Sprachkurs, Theorie und Simulatorstunden hatte der erste von ihnen, Oberstleutnant Konrad Madej, am 3. März seine Flugpremiere auf der T-346A. Die Instruktoren sollen bis November fertig ausgebildet sein. Dann steht die Lieferung der ersten beiden M-346 an die polnische Pilotenschule in Deblin an. Insgesamt acht Maschinen wurden bestellt. Weitere Nutzer der M-346 sind Israel und Singapur. Die Trainer der RSAF sind wie üblich nicht in dem Stadtstaat, sondern im französischen Cazaux stationiert. Allerdings gibt es wohl Überlegungen, nach Lecce-Galatina umzuziehen, um von der dortigen Infrastruktur zu profitieren. Die israelischen M-346I Lavi fliegen in Hatzerim. Fünf sollen aber auch der 115. Staffel in Owda zugewiesen werden, um die F-16A/B als Feinddarsteller zu ersetzen. Ähnliche Gedanken hatte auch die AMI, die diesbezügliche Versuche in Grosseto durchführte. Im Februar 2016 nahmen zudem zwei T-346A am TLP in Albacete teil. Das Potenzial der Master ist also noch nicht ausgereizt. FR Raytheon-Angebot: M-346 für die US Air Force Zwar hat Finmeccanica (Alenia Aermacchi) die M-346 Master schon an Italien, Singapur, Israel und Polen verkauft, doch die Stückzahlen halten sich in Grenzen. So versteht es sich von selbst, dass man auch beim mit Abstand größten potenziellen Kunden punkten möchte: Die US Air Force sucht einen Ersatz für ihre Northrop T-38 Talon, wobei es um etwa 350 Flugzeuge geht. Schon Anfang 2013 unterschrieben die Italiener daher eine Absichtserklärung mit General Dynamics, die als US-Hauptauftragnehmer fungieren sollte. Die Firma stieg aber im März 2015 wieder aus. Am 22. Februar kündigte nun Raytheon an, sich mit dem als T-100 bezeichneten Jet am Trainerwettbewerb T-X zu beteiligen. Neben der für die US-Anforderungen leicht modifizierten M-346 geht es auch um die Simulatoren, für die CAE zuständig ist. Das Triebwerk kommt weiterhin von Honeywell Aerospace, sodass von vornherein ein hoher Arbeitsanteil der Amerikaner gesichert ist. Neben Lockheed Martin mit der T-50 (gebaut von Korean Aerospace Industries) ist Raytheon der zweite Anbieter, der ein vorhandenes Muster offeriert. Die T-100 bietet laut Filippo Bagnato, Geschäftsführer des Finmeccanica-Flugzeugbereichs, „dynamische Flugleistungen und liefert gleichzeitig ein integriertes taktisches Trainingssystem, das die Piloten in realistische Missionsszenarien eintauchen lässt“. www.flugrevue.de FLUG REVUE Mai 2016 49

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