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FLUG REVUE 05/2016

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Historie Zeichnungen:

Historie Zeichnungen: Michele Marsan; Fotos: NARA, USAF Technische Daten McDonnell XF-88 Hersteller: McDonnell Aircraft, St. Louis Besatzung: 1 Antrieb: 2 x Westinghouse J34-WE-13, später WE-15 Schub: 2 x 13,3 kN, später 18,66 kN mit Nachbrenner Länge: 16,51 m Höhe: 5,26 m Spannweite: 12,09 m Flügelfläche: 32,51 m 2 Leermasse: 5505 kg max. Startmasse: 8390 kg Höchstgeschwindigkeit: ca. 1030 – 1125 km/h Steigzeit: 14,5 min auf 10 670 m Dienstgipfelhöhe: ca. 12 000 m Reichweite: ca. 1690 km 84 FLUG REVUE Mai 2016 www.flugrevue.de

Das Mock-up zeigt noch ein V-Leitwerk. Es wurde nach Windkanaltests verworfen. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, hatte die US Air Force bereits im Dezember 1947 die Entwicklung eines Nachbrenners für das XJ34-WE-13- Triebwerk beauftragt. Die Lösung von Westinghouse passte allerdings nicht für die XF-88, sodass McDonnell selbst eine Alternative konstruierte. Sie verlängerte das Triebwerk nur um 76 Zentimeter. Die neue Antriebseinheit wurde im zweiten Prototyp (XF-88A, Kennung 46-526) installiert, der am 26. April 1949 vom Lambert Field zum Erstflug startete. Inzwischen hatte die US Air Force mit Geldproblemen für das Haushaltsjahr 1950 zu kämpfen. McDonnell wurde daher im Dezember 1948 angewiesen, die weiteren Entwicklungsarbeiten einzustellen, während die Flugtests fortgesetzt werden durften. Im August 1949 wurde dann Prototyp 1 gegroundet, Nummer 2 wurde am 9. November bei einer Notlandung in Muroc beschädigt. VERGLEICHSFLÜGE XF-88 GEGEN XF-90 UND YF-93 Klassiker der Luftfahrt Zur Bewaffnung sollten acht ungelenkte HVAR-Raketen gehören (Kaliber 12 cm). Auch zwei je 450 Kilogramm schwere Bomben wurden getestet. Die erste XF-88 diente ab 1953 Tests mit verschiedenen Propellern. Was die Beschaffung von Begleitjägern betraf, verkündete die Air Force im Juni 1948 überraschend, dass man 118 North American P-93A kaufen wolle, eine Weiterentwicklung der P-86. Dieser Auftrag wurde im Mai 1949 aber Spannende Dokumentationen über historische Flugzeuge und ihre faszinierende Technik. Ausgabe 4 ab dem 11. April am Kiosk wieder gestrichen. Dieses Hin und Her führte schließlich dazu, dass ein Senior Officers Board ein Vergleichsfliegen zwischen YF-93, XF-88 und XF-90 anordnete. In Vorbereitung darauf nahm McDonnell die Flugtests am 20. März 1950 wieder auf. Die Nummer 2 machte allerdings am 29. Mai in Edwards eine Bauchlandung, sodass der Prototyp 1 in den Wettbewerb ging. Nach der Auswertung der Versuche erklärte die USAF am 11. September 1950 die XF-88 zum Gewinner, da sie am leichtesten war, das beste Handling zeigte und mit stärkeren Triebwerken das höchste Entwicklungspotenzial aufwies. Allerdings entsprachen die Leistungen keineswegs den Anforderungen, sodass es keinen Auftrag gab. Im Mai 1951 kam McDonnell dann mit seiner zweiten Voodoo, der F-101, doch noch zum Zug. Dieses Modell hatte zwar eine gewisse Familienähnlichkeit mit der XF-88, war aber mehr als doppelt so schwer und verfügte über den vierfachen Schub. Für den ersten XF-88-Prototyp ergab sich derweil eine weitere Verwendung. Er wurde mit einer 1910 Kilowatt starken Allison-Wellenturbine XT38-A-5 im Bug bestückt, um Versuche mit Propellern durchzuführen, die sich im transsonischen und im Überschallbereich bewegten. Die ersten Bodenläufe fanden am 16. Februar 1953 statt, gefolgt vom Erstflug am 14. April mit Philip Houghton. Die XT38 wurde jedoch erst beim vierten Flug am 24. April erstmals in der Luft angelassen. Nach 16 Flügen unter der Regie der US Air Force kam die XF-88B zum Langley Memorial Aeronautical Laboratory der NACA in Virginia. Dorthin wurde 1955 auch die XF-88A als Ersatzteilspender geliefert. Die US-Forschungsbehörde nutzte die Voodoo für Tests mit verschiedenen Drei- und Vierblattpropellern von Curtiss, wonach sowohl die Profile als auch die Nabenhaube und das Getriebe mehrfach geändert wurden. Nach dem Ende der Versuche am 17. Januar 1958 kam die XF-88B für Beschussversuche nach Eglin. Im Februar 1959 wurde sie aus dem Bestand der USAF gestrichen. FR FLUG REVUE Mai 2016 85

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