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FLUG REVUE 05/2017

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Zivilluftfahrt 20 Jahre

Zivilluftfahrt 20 Jahre Drehkreuz Paris CDG Speziell für asiatische Passagiere wurde der Terminalbereich 2E(M) mit Geschäften großer Luxusmarken ausgestattet. Ein neues „Kapselhotel“ bietet Umsteigern stundenweise Ruhe im Terminal. 20 000 „unbegleitete“ Kinder und Jugendliche reisen im Jahr via CDG. Wie eine Pariser Stadtwohnung im vornehmen 16. Bezirk mutet diese Lounge im Terminal 2E(L) an. Dort kann man sich, gegen Gebühr, mit Speisen versorgen. Fotos: Air France (4), Siemens (1), Steinke (4) Die Konzernführungen von Air France und Flughafenbetreiber ADP arbeiten bei den Verbesserungen in CDG Hand in Hand. Extrem vergrößerte Schilder sollen die Orientierung bei der Suche nach dem richtigen Gate erleichtern. 36 FLUG REVUE Mai 2017 www.flugrevue.de

Live-Bilder aus Paris vor dem „Fenster“. ten Drehkreuze der Welt“, sagt Franck Terner, neuer Vorstandschef von Air France über deren Heimatbasis. Gemeinsam mit dem Hausherrn, dem Flughafenbetreiber Aéroports de Paris (ADP), will Terner CDG neuen Schwung verleihen; vor allem Umsteiger, die knapp ein Drittel des Aufkommens ausmachen, sollen profitieren. Besonders Flugpassagiere in Asien waren durch Terroranschläge in Europa verunsichert worden. „Der Kuchen Luftverkehr wird insgesamt größer, aber unser Stück darf nicht kleiner werden“, mahnt ADP-Chef Augustin de Romanet. „Flughäfen stehen im Wettbewerb. Wenn heute jemand aus Caracas nach China fliegt, hat er zehn Drehkreuze zur Auswahl.“ De Romanet sitzt seit Mitte März mit der ADP- Verwaltung direkt am Flughafen und nicht mehr in der Pariser Innenstadt, um mit seinen 400 Mitarbeitern dichter am Geschehen zu sein. Die Gallier haben systematisch ihre Schwachstellen analysiert. Höhere betriebliche Zuverlässigkeit und noch mehr Kundenservice sind die neuen Leitmotive. Um den Umsteigern unter den täglich 180 000 Passagieren das oft umständliche Wechseln zwischen nicht weniger als neun Terminals zu erleichtern, führt ein neuer „Transittunnel“ einen Teil der Schengen-Umsteiger im Terminalbereich 2 ohne Kontrolle und direkt auf der „Luftseite“ zum Abfluggate. Sieben Abflugwellen täglich, eine mehr als bisher, sorgen seit dem ersten Quartal 2017 für möglichst bequeme Anschlussverbindungen. BESCHILDERUNG NUN SOGAR AUF CHINESISCH Ein neues Ausschilderungssystem leitet die Passagiere dabei leichter verständlich zum Ziel. Dabei wird nun stärker Wert auf englische und, erstmals auf europäischen Flughäfen, sogar chinesische Begrüßungen gelegt. 120 Chinesisch- Übersetzer und die Kooperation mit Tour-Veranstaltern sollen die Reisen der Kundschaft aus Fernost möglichst reibungslos machen. Vor sechs Jahren verpassten noch sechs Prozent aller CDG-Umsteiger ihren Anschlussflug, heute sind es nur noch 0,6 Prozent, so die ADP. Um Pass- und Sicherheitskontrollen zu beschleunigen, erfolgen viele Prozesse nun automatisch. Mehr Polizisten, mehr geöffnete Schalter und 45 Automaten zur Gesichtserkennung sollen helfen. Damit bleibt nur noch die eigentliche Sicherheitskontrolle eine „Hürde“. Die bei Vielfliegern wegen ihrer Grobheit gefürchtete Gepäcksortieranlage wird bereits modernisiert und noch wesentlich erweitert. 100000 Gepäckstücke pro Tag werden hier abgefertigt. Das verschlang in den letzten vier Jahren bereits 245 Millionen Euro. Investitionen in Höhe von weiteren 550 Millionen Euro folgen in den nächsten fünf Jahren. Neun Lounges, die jüngste seit März im Terminal G, bieten angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten. Neu ist der 4500 Quadratmeter große Loungebereich „Instant Paris“ im Terminal 2E, der mit seiner bühnenbildartigen Dekoration Pariser Innenstadtflair verbreiten will. Diese Lounge steht allen Umsteigern offen; Leistungen wie Bio-Essen, Getränke oder ein Schlafplatz im „Yotel“ müssen gegebenenfalls extra bezahlt werden. Schon wächst die Anzahl der Passagiere, die früher vor dem Abflug am Airport erscheinen und hier, zur Freude des Betreibers, konsumieren und einkaufen. Für gehobenen Zeitvertreib sorgt dabei ein neues Museum mit Pariser Kunstschätzen im Terminal und sogar ein Edelrestaurant des Pariser Sternekochs Guy Martin im Terminal 2E. Wer sich in CDG Appetit auf Paris geholt hat, kann ab 2023 mit einer zusätzlichen Expressbahnlinie direkt vom Flughafen und ohne Stopp und Staugefahr binnen 20 Minuten zum Pariser Ostbahnhof fahren. FR Schonender und schneller soll die neue Gepäcksortieranlage laufen, die noch erweitert wird. Das „Hub Control Center“ sorgt mit 700 Mitarbeitern für möglichst reibungslose Anschlussverbindungen, auch bei Unregelmäßigkeiten. www.flugrevue.de FLUG REVUE Mai 2017 37

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