Aufrufe
vor 3 Monaten

FLUG REVUE 05/2017

  • Text
  • Flug
  • Revue
  • Boeing
  • Airbus
  • Luftwaffe
  • Helicopters
  • Piloten
  • Beiden
  • Aviation
  • Hubschrauber

Wirtschaft HELI-EXPO

Wirtschaft HELI-EXPO 2017 Hoffen auf die Zukunft Schlechte Geschäfte setzten 2016 vielen Hubschrauberherstellern zu, und Neuheiten waren Mangelware auf der Heli-Expo. Nur Bell glänzte beim Heimspiel in Dallas mit dem Jet Ranger X und der Konzeptstudie FCX-001. Von FRÉDÉRIC LERT / KS Der FCX-001 weist den Weg für unsere Zukunft, in der innovative Lösungen und Technologien im Mittelpunkt stehen“, pries Bell-Chef Mitch Snyder in Dallas die futuristische Konzeptstudie, mit der der texanische Hersteller auf der diesjährigen Heli-Expo die Aufmerksamkeit auf sich zog. Das Mock-up ist nicht als künftiges neues Produktionsmuster gedacht, es soll vielmehr „das neue Denken“ des Unternehmens demonstrieren und Schlüsseltechnologien zeigen, „die die Flugerfahrung des Piloten und der Passagiere revolutionieren werden“. Snyder sieht Bell als Pionier der Industrie, der mit neuer Leidenschaft an zu- künftige Projekte herangeht. Vor sechs Monaten machte sich deshalb ein Team aus Ingenieuren und Designern daran, neue Konzepte zu erarbeiten. Heraus kam der FCX-001 als einer von zwölf Entwürfen, die es in die Endauswahl geschafft haben. Die Größe entspricht etwa der einer Bell 412. Zu den auffälligen Merkmalen gehört die Formgebung mit großen Fensterflächen. Es gibt nur noch einen Pilotensitz vorne. Die Bedienung soll durch Assistenzsysteme erleichtert werden, Anzeigen könnten auf eine Datenbrille eingespiegelt werden. Gesteuert wird via Fly-by-Wire. Die Kabine ist modular aufgebaut. Sie wurde auf der Heli-Expo in Dallas mit acht Sitzen gezeigt. Auch die Passagiere sollen Annehmlichkeiten wie Internetzugang und Datenbrillen erhalten. Fotos: Bell, Frédéric Lert 40 FLUG REVUE Mai 2017 www.flugrevue.de

Futuristisches Styling war eine der Vorgaben für den FCX-001, den Bell in Dallas enthüllte. Der einzige Pilot sitzt separat ganz vorn. Die Pfeilung der Blattspitzen lässt sich variieren. Der Rotor soll Blätter erhalten, die sich dem Flugzustand anpassen, zum Beispiel durch Verstellung der Pfeilung der Blattspitzen, um die Geräusche zu vermindern. Auf einen Heckrotor wird verzichtet; wie beim NOTAR von MD Helicopters erfolgt der Drehmomentausgleich durch Fans, die Luft am Heckausleger ausblasen. Obwohl der Antrieb zwei Wellenturbinentriebwerke enthält, werden sekundäre Systeme elektrisch betrieben. DER JET RANGER IST ZURÜCK Bell glänzte in Dallas nicht nur mit der FCX-001, sondern feierte auch die Rückkehr auf den Markt der leichten einmotorigen Hubschrauber, den man über Jahrzehnte mit dem JetRanger dominiert hatte. An diese goldenen Zeiten soll nun das Modell 505 Jet Ranger X anknüpfen, das im Dezember mit einiger Verzögerung seine kanadische Zulassung erhalten hat. Scott Urschel aus Chandler in Arizona nahm auf der Heli-Expo als erster Kunde eine 505 in Empfang. Der Eigentümer von Pylon Aviation will den Leichthubschrauber vor allem für Charter- und Tourismusflüge verwenden. Bell hatte für den Jet Ranger X zunächst Absichtserklärungen der Kunden eingesammelt. Diese werden nun sukzessive in Festbestellungen umgewandelt. Größter Einzelkunde ist Reignwood Investment aus China. Dessen Chef zeichnete in Dallas einen Vertrag über 50 Hubschrauber, zusätzlich zu den zehn bereits bestellten. In diesem Jahr will Bell um die 70 Hubschrauber bauen, ab 2018 dann bis zu 150 im Jahr. Das neue Modell ist als erster Bell-Hubschrauber mit einem Triebwerk von Safran, dem Arrius 2R, ausgestattet, das über eine redundante elektronische Steuerung verfügt. Bei der Avionik setzt der Hersteller auf das Garmin G1000H. Die Zelle dagegen ist konventionell aus Metall, das Rotorsystem basiert auf dem der 2010 eingestellten 206L-4. Außer Bell hatte kaum ein Hersteller signifikante Neuheiten zu bieten. MD Helicopters zeigte immerhin ein Mock-up seiner MD 6XX, der in den nächsten zwei bis drei Jahren verfügbar sein soll. Obwohl er den bekannten MD-Modellen ähnelt, ist er von Grund auf neu durchkonstruiert, um bei einer maximalen Abflugmasse von 2,5 Tonnen bessere Leistungen zu bieten. Dazu tragen Rotorblätter mit besseren Profilen ebenso bei wie ein Heckrotor mit vier Blättern und der umfangreiche Einsatz von Verbundwerkstoffen in der Zelle. Als Antrieb dient ein Rolls-Royce M250-C34E2, der der MD 6XX zu einer Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h verhelfen soll. Für die zweimotorige MD 902 will MD Helicopters nun im Laufe des Jahres ein Genesys-Avioniksystem mit vier Bildschirmen zulassen. Airbus Helicopters zeigte in Dallas die H135 mit der im letzten Herbst zugelassenen Helionix-Avionik. Der Hubschrauber ging anschließend auf eine Vorführtour durch die USA. Seit Beginn des Jahres sind auch die H125 (Ecureuil) und die H130 mit neuer Avionik verfügbar. Eingebaut wird das bekannte Garmin G500H, das auf großen Farbdisplays die Fluginformationen und Karten für die Navigation präsentiert. Leonardo Helicopters freute sich über die amerikanische FAA-Zulassung des jüngsten Familienmitglieds AW169, für das inzwischen 150 Bestellungen vorliegen. Alpinlift wurde als einer der Erstbetreiber der SKYe SH09 benannt. Für den nun lieferbaren Bell Jet Ranger X gibt es viel Interesse. www.flugrevue.de FLUG REVUE Mai 2017 41

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 06/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 05/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 04/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 03/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 02/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 01/2015
Flugrevue.de
FLUG REVUE 12/2014
Flugrevue.de

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG