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FLUG REVUE 05/2017

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Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Flugbereitschaft des BMVg Die drei AS 532 Cougar sind bei der 3. Lufttransportstaffel in Tegel stationiert. Mit der „grauen“ Flotte bleibt die Flugbereitschaft auf jeden Fall in Köln-Wahn. Fotos: Stefan Petersen, Bundeswehr/Trutschel ter 21 Zivilangestellte. Deren Aufgaben seien vielfältiger als die ihrer Airline- Pendants, und auch die Abläufe unterscheiden sich, so Hauptfeldwebel Johanna Braun, die sich in Zweitfunktion um die Nachwuchswerbung für diesen Bereich kümmert. „Das ist ein toller Job, aber viele potenzielle Interessenten wissen gar nicht, dass es ihn gibt – und daher haben wir zu wenige Bewerber für die Regeneration.“ 106 Piloten und sieben Air Refueling Officers vervollständigen das fliegende Personal der Flugbereitschaft, die insgesamt 1150 militärische und zivile Angehörige hat. ÜBERGANGSLÖSUNG IN BERLIN GESUCHT Einem Großteil von ihnen steht irgendwann ein Umzug bevor, denn nach Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg wird die „Weiße Flotte“ mitsamt UMZUG NACH BERLIN HÄNGT AN DER FERTIGSTELLUNG DES BER technischer Komponente in die Hauptstadt verlegen. „Dort benötigen wir ein Protokollgebäude, Betriebsflächen, Hallen und mehr, aber der Baubeginn hängt von der – noch nicht erfolgten – Baufeldübergabe durch die Flughafen GmbH ab“, so Oberst Neumann. „Daher brauchen wir eine Übergangslösung auf dem früheren Frachtbereich, um eine unterbrechungsfreie Durchführung des politisch-parlamentarischen Flugverkehrs zu gewährleisten.“ Und die ist unverzichtbar, wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner letzten Reise als Außenminister lapidar feststellte: „Unsere Rolle in der Welt könnten wir ohne die Flugbereitschaft gar nicht spielen.“ FR Die Flotte 5 Airbus A310 MRTT 10+23 „Kurt Schumacher“, 10+24 „Otto Lilienthal“, 10+25 „Hermann Köhl“, 10+26 „Hans Grade“, 10+27 „August Euler“ 2 Airbus A319 CJ (ACJ) 15+01, 15+02 2 Airbus A340-300 16+01 „Konrad Adenauer“, 16+02 „Theodor Heuss“ 4 Bombardier Global 5000 14+01, 14+02, 14+03, 14+04 3 Eurocopter (Airbus Helicopters) AS 532 Cougar 82+01, 82+02, 82+03 52 FLUG REVUE Mai 2017 www.flugrevue.de

Bundeswehr soll Triton-Drohne erhalten Der Generalinspekteur der Bundeswehr hat nun offiziell entschieden, die Northrop Grumman MQ-4C Triton mit dem Aufklärungssystem ISIS zu beschaffen. Militärluftfahrt Signalaufklärung per UAV Die Global-Hawk-Version Triton wird für die US Navy entwickelt. Fotos: EADS, Northrop Grumman Das deutsche Sensorsystem soll in die MQ-4C integriert werden. Seit der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière im Mai 2013 das Euro-Hawk-Programm gestoppt hat, untersucht die Bundeswehr Alternativen, um die nach der Ausmusterung der SIGINT-Version der BR 1150 Atlantic im Jahr 2010 bestehende Fähigkeitslücke im Bereich der „Signalerfassenden Luftgestützten Weiträumigen Überwachung und Aufklärung“ (SL- WÜA) zu schließen. „Voraussichtlich im Jahr 2025“ soll nun die MQ-4C Triton geliefert werden – insgesamt drei Systeme sind geplant, wobei es zu den Kosten noch keine offiziellen Angaben gibt. Die Kombination Triton/ISIS wurde seit Oktober 2014 prioritär untersucht, mit zwei bemannten Lösungen (Geschäftsreisejet Bombardier Global 5000) als Alternative. Das hoch fliegende UAV stellt aus Sicht der Bundeswehr „das ausgewogenste Gesamtpaket“ dar. Entscheidend ist es allerdings, ein kostspieliges Debakel wie beim Euro Hawk (Global Hawk Block 20) zu vermeiden. Deshalb wartete Generalinspekteur Wieker, bis „Ende 2016 eine positive Zulassbarkeits- und Nutzbarkeitsprognose zum Triton vorgelegt“ werden konnte. Bei der von Northrop Grumman für die US Navy entwickelten MQ-4C (Global Hawk Block 40) sei die technische Dokumentation umfassend vorhanden. Außerdem „erfolgt derzeit auch eine Überarbeitung des regulatorischen Rahmens für das Prüf- und Zulassungswesen für Luftfahrzeuge der Bundeswehr (’Verfahren der dauerhaften Flugfreigabe‘)“. Das Verfahren ermöglicht es, insbesondere außereuropäische Kauflösungen und unbemannte fliegende Plattformen dauerhaft zuzulassen, heißt es. Damit sei eine Zulassung der Triton sehr wahrscheinlich. KEINE WEITEREN FLUGTESTS MIT EURO HAWK Was das von Airbus Defence & Space (jetzt Hensoldt) entwickelte Aufklärungssystem ISIS (Integrated Signal Intelligence System) betrifft, so soll es entgegen den noch im letzten Herbst vertretenen Planungen keine weiteren Testflüge mit dem vorhandenen Euro Hawk geben. 23 Millionen Euro, die bisher für diese Option aufgewendet wurden, sind damit verloren. Die Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit dem ”Full Scale Demonstrator“ hätten sich immer wieder verzögert, so das Verteidigungsministerium. Bei 20 Monaten Verzug, Kosten von 150 Millionen Euro und vertraglichen Rahmenbedingungen, die „für die Bundeswehr ähnlich nachteilig waren wie die im alten Euro- Hawk-Vertrag“, zog man die Reißleine. Der Verzicht auf weitere Flugtests wird damit begründet, dass „die Labortests und die abgeschlossene Auswertung der mit dem Euro Hawk erflogenen Daten (…) überzeugt“ haben. Durch die inzwischen erfolgte Klärung der Ansprüche von Auftragnehmer und Auftraggeber habe man die Arbeiten bezüglich der Datenfreigabe und -auswertung sowie der Fortentwicklung des Integrationsund Verifikationslabors (IVL) wieder aufnehmen können. „Dadurch hat sich im Verlauf des Jahres 2016 ein signifikanter Zuwachs an Informationen und Erkenntnissen über ISIS ergeben. Im IVL ist jetzt die nahezu komplette Simulation des Systems auf Basis der originalen ISIS-Hard- und -Software möglich. Damit können alle wesentlichen technischen Nachweise erbracht werden“, meint die Bundeswehr. Zudem hätten die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung und das Fraunhofer-Institut FKIE die Rohdaten der sieben Testflüge (68 Flugstunden) ausgewertet. „Übereinstimmend wird festgestellt, dass alle erflogenen Daten im Ergebnis mit dem jeweiligen Testszenario übereinstimmen und im Zuge der Weiterverarbeitung im Aufklärungsverbund voll nutz- und anwendbar sind“, so die Bundeswehr. FR KARL SCHWARZ www.flugrevue.de FLUG REVUE MAI 2017 53

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