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FLUG REVUE 05/2017

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Historie Technische

Historie Technische Daten Boeing YB-52 Hersteller: Boeing Airplane Co., Seattle Typ: strategischer Langstreckenbomber Besatzung: 5 (Pilot, Copilot, Navigator, Bombenschütze, Bordschütze) Triebwerke: 8 x Pratt & Whitney YJ57-P-3 Leistung: je 38,66 kN Länge: 46,53 m Höhe: 14,73 m Spannweite: 56,39 m Flügelfläche: 371,6 m 2 Leermasse: 72 480 kg max. Startmasse: 176 670 kg Höchstgeschwindigkeit: 965 km/h Marschgeschwindigkeit: 845 km/h Dienstgipfelhöhe: 15 240 m Reichweite: 11 263 km Bewaffnung: zwei 12,7-mm-MGs im Heckstand, 11 325 kg Bombenlast Fotos: Boeing, North American, USAF; Zeichnungen: Michele Marsan 84 FLUG REVUE Mai 2017 www.flugrevue.de

Allein die Anzeigen für die acht Triebwerke nahmen auf dem Instrumentenbrett viel Platz ein. Die J57-Triebwerke von P&W produzierten mit Wassereinspritzung beim Start dicken, schwarzen Qualm. In den 1960er Jahren kamen die ersten Luft-Boden-Lenkwaffen wie die Hound Dog auf. B-52: Die Produktion XB-52 1 B-52D 170 YB-52 1 B-52E 100 B-52A 3 B-52F 89 B-52B 23 RB-52 27 B-52G 193 B-52C 35 B-52H 102 Summe 744 auf der Larson Air Force Base (Moses Lake). Außer den zu hohen Steuerkräften war Johnson sehr angetan von dem Bomber. Der Erstflug der XB-52 folgte am 2. Oktober, sodass das Testprogramm gute Fortschritte machte. Ein wichtiger Punkt musste für die Serie jedoch geändert werden: Der Vorderrumpf erhielt statt eines Tandemcockpits eine Auslegung mit nebeneinander liegenden Sitzen. Diese Konfiguration wurde mit drei B-52A erprobt (Erstflug am 5. August 1954). Mit der B-52B, die endlich auch mit einem mehr oder weniger kompletten Waffensystem ausgerüstet war, begann dann die Serienproduktion. Das neue Bomberprogramm hatte enorme Dimensionen, wobei Boeing etwa 65 Prozent der Arbeiten an andere Firmen vergab. Die USAF übernahm ihre erste B-52B am 29. Juni 1955. Neue Versionen folgten rasch, darunter die B-52C, die am 9. März 1956 erstmals flog. Die lediglich 35 gebauten Maschinen wurden dem 42nd Bomb Wing auf der Loring AFB übergeben. Anschließend wurden 170 B-52D mit neuen Systemen gefertigt. Die erste D- Version flog am 14. Mai 1956, allerdings nicht in Seattle, sondern in Wichita, Kansas. Im Werk 2 waren erhebliche Kapazitäten frei, und Boeing verlagerte die Fertigung schrittweise dorthin. Die B-52E erhielt weiter verbesserte Systeme und flog am 17. Oktober 1956, gefolgt von der B-52F, bei der man J57-43W-Triebwerke mit einem Maximalschub von 61,2 Kilonewton verwendete. Ihr Erstflug war am 5. Mai 1958. Eine wesentliche Umkonstruktion war bei der B-52G fällig. Durch eine neue Flügelstruktur war es möglich, auf Integraltanks umzusteigen und so die Kraftstoffkapazität auf 176510 Liter zu erhöhen. Überarbeitet wurde auch die Unterbringung der Crew, und das Seitenleitwerk wurde um 2,44 Meter verkürzt. Die B- 52G war in der Lage, neben konventionellen Bomben und Atomwaffen zwei GAM-77 Hound Dog (Marschflugkörper mit Kernwaffe)zu tragen. Sie hob am 31. August 1958 erstmals ab. Auf die G-Version folgte noch die B- 52H, die am 6. März 1961 zum Erstflug startete. Ihre Zelle war deutlich verstärkt, da das Strategic Air Command inzwischen auf Einsätze in niedrigen Höhen umgestellt hatte. Zudem war mit dem TF33 eine Turbofan-Weiterentwicklung des J57 verfügbar, die viel leiser und sparsamer war. Die Reichweite ging um rund 20 Prozent nach oben. 102 B-52H wurden noch bis Oktober 1962 gebaut. Als die letzte Stratofortress in Wichita aus der Halle rollte, konnte niemand ahnen, als wie robust und anpassungsfähig sich der Bomber noch erweisen sollte. In den kommenden Jahrzehnten war die B-52 jedenfalls von Vietnam bis Irak und Afghanistan bei allen Kriegen der Amerikaner ein unverzichtbarer Teil der Bomberflotte. Und obwohl von einst 42 Bomberstaffeln auf 38 Basen nur noch 76 Maschinen übrig geblieben sind, ist das Ende der Stratofortress noch längst nicht in Sicht. 30 weitere Dienstjahre könnten es nach jetzigen Plänen durchaus noch werden. FR FLUG REVUE Mai 2017 85

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