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FLUG REVUE 06/2015

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IATA-Satistik: Wie sicher ist fliegen? Bombardier unter Zeitdruck: Cseries im Flugtest Boeing 747-8: Neue Nachfrage für den Jumbo?

Zivilluftfahrt CSeries

Zivilluftfahrt CSeries in der Flugerprobung Die fünfte CS100 ist erstmals mit einer kompletten Passagierkabine ausgestattet. Erstflug. Er verfügt über eine komplett ausgestattete Passagierkabine und führte einen Testflug mit einer Dauer von siebeneinhalb Stunden durch. Anschließend war wohl noch Treibstoff für zwei Stunden im Tank. ZUVERLÄSSIGKEIT DER TESTFLUGZEUGE STEIGT Mit nun sechs fliegenden Exemplaren der CSeries nimmt das Testprogramm wieder Fahrt auf; mehr als 1500 Flugstunden der nötigen 2400 sind bereits absolviert. „Die Zuverlässigkeit des Flugzeugs hat sich dramatisch verbessert“, sagt Programmchef Robert Dewar. Mittlerweile fliegen alle CS100 im normalen Betriebsmodus der Software; bei der CS300 erfolgt die Umstellung nach den Flatterversuchen. FTV2 erhielt für Vereisungstests eine schwarze Lackie- rung an Leitwerk und Triebwerksgondeln, während FTV3 die Funktion des Notstromsystems nachwies. Der vierte Prototyp führt Leistungsmessungen von Wichita aus durch. Die ersten Ergebnisse scheinen positiv auszufallen. „Wir sind auf Kurs, was die geforderten Werte angeht“, sagt ein CSeries- Kunde. Erfreuliche Überraschungen könnte es bei der Reichweite geben. Über die erfolgreichen Erstflüge konnte sich Mike Arcamone, Präsident von Bombardier Commercial Aircraft, nicht lange freuen. Auch er fiel dem umfangreichen personellen Umbau zum Opfer, den der neue Bombardier-Chef Alain Bellemare mit harter Hand durchführt. Nun soll Fred Cromer als Oberhaupt der Verkehrsflugzeugsparte „das wahre Marktpotenzial“ der CSeries realisieren. Er war sechs Jahre lang Präsident des Leasingunternehmens ILFC (International Lease Finance Corporation) und Finanzchef der Fluglinie ExpressJet. Erfahrungen bei ILFC bringt auch Colin Bole als neuer Verkaufsleiter mit. Er soll einen erneuten Anlauf machen, die Verkäufe anzukurbeln. Die andauernden Wechsel in der Verkaufsabteilung kamen bei den Kunden nicht gut an. „Im Monatsrhythmus verschwand jemand. Die Ansprechpartner fehlten, und man musste immer wieder bei Null anfangen“, meint ein Käufer. Bombardier benötigt dringend weitere renommierte Kunden, zumal einige Besteller wie Iljushin Finance abzuspringen drohen. Hoffnungen setzt man auf die Präsentation des neuen Airliners auf der Paris Air Show im Juni, falls es das Testprogramm erlaubt. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Investitionen und der Verzögerungen des CSeries-Programms ist die kanadische Firma angeschlagen. Da tut jede weitere Verzögerung weh. Ende März musste Bellemare zugeben, dass zwar die Zulassung der CS100 bis En- 34 FLUG REVUE JUNI 2015 Das „wahre Marktpotenzial“ der CSeries soll Fred Cromer als Chef der Zivilsparte erschließen. www.flugrevue.de

Die CSeries-Testflotte hat mehr als 1500 Flugstunden absolviert. Air Baltic: Erstkunde der CS300? Air Baltic hat bis zu 20 Exemplare der CS300 bestellt, deren Lieferung ab September 2016 geplant ist. Air Baltic wäre der Rolle des Erstkunden der CS300 nicht abgeneigt. Ursprünglich waren für die 13 fest bestellten Exemplare Lieferpositionen ab der 120. CSeries vorgesehen, aber aufgrund entsprechender Entscheidungen anderer Airlines rutscht die lettische Fluglinie nach vorne. „Wir haben keine Befürchtungen, der Erstkunde zu sein, weil wir es nur für die längere Version und nicht für das Flugzeug insgesamt wären“, sagt Air-Baltic-CEO Martin Gauss. Als Vorteile sieht er die intensive Unterstützung seitens des Herstellers und die positive PR-Wirkung des Jets im Ersteinsatz. Außerdem gäbe es die sechsmonatige Erfahrung der CS100 im Dienst. Im Vergleich zu anderen Airlines leidet Air Baltic nicht so stark unter der Verspätung. Die Lieferung verschiebt sich vom vierten Quartal 2015 auf September 2016. Um nicht erneut Leasingverträge über eine kurze Dauer abschließen zu müssen, haben die Letten einige ihrer geleasten Boeing 737 gekauft. Fotos: Bombardier de des Jahres abgeschlossen sein soll, die Übergabe an Kunden aber erst für 2016 vorgesehen sei. VERSPÄTUNGEN SETZEN BOMBARDIER UNTER DRUCK Zuvor hatten die Kanadier stets die zweite Jahreshälfte 2015 als Ziel ausgegeben. Damit wächst die Verspätung im Vergleich zur Planung auf rund drei Jahre. Die Zulassung der CS300 soll sechs Monate nach der der CS100 folgen. Offen ist weiterhin die Frage nach dem ersten Betreiber der CS100. Laut Bombardier sei dieser bereits identifiziert, aber man überlasse die Bekanntgabe dem Kunden. Ein Kandidat wäre weiterhin die Swiss, die ihre ersten Exemplare nun für die erste Jahreshälfte 2016 erwartet. „Unabhängig vom Erstbetreiber arbeitet Swiss mit voller Kraft daran, die CSeries baldmöglichst einführen zu können. Wir werden das Flugzeug zu dem mit Bombardier vereinbarten Termin und den Konditionen übernehmen. Ob wir nun die ersten sind oder nicht, ist zweitrangig“, teilte die Schweizer Airline mit. Die Ausbildung ihrer ersten Piloten in Kanada beginnt jedenfalls im Mai dieses Jahres. FR Der Erstflug der CS300 am 27. Februar in Mirabel dauerte fast fünf Stunden. www.flugrevue.de FLUG REVUE JUNI 2015 35

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